Den Wirtschaftswissenschaften zugewandtVorstandssprecher der Commerzbank erhielt Ehrendoktorwürde der TU Chemnitz
Im Beisein des Rektors der TU Chemnitz, Prof. Dr. Christian von Borczyskowski (l.), verlieh der Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Prof. Dr. Joachim Käschel (r.), die Ehrendoktorwürde der Chemnitzer Universität an Martin Kohlhaussen, Vorstandssprecher der Commerzbank (MSt) Der Vorstandssprecher der Commerzbank AG und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Banken, Martin Kohlhaussen, erhielt am 14. Januar 1998 die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Chemnitz. Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften verlieh dem 62jährigen den Titel "Dr. rerum politicarum honoris causa" während eines akademischen Festaktes im Kleinen Saal der Chemnitzer Stadthalle. Mit der Auszeichnung werden insbesondere Martin Kohlhaussens Leistungen auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften und seine Verdienste für die wirtschaftliche Umstrukturierung in Ostdeutschland gewürdigt. Die Commerzbank und die TU Chemnitz arbeiten schon seit mehreren Jahren eng zusammen: Dies dokumentiert sich in gemeinsamen wissenschaftlichen Veranstaltungen, Forschungsprojekten und der Praktikantenbetreuung. Außerdem trägt eine Commerzbank-Stiftungsprofessur dazu bei, die studentische Ausbildung um Aspekte internationaler Bank- und Finanzprobleme zu erweitern.
Aufmerksam verfolgten die Gäste der Festveranstaltung die Ausführungen Martin Kohlhaussens über die Perspektiven der Universalbanken In seinem Festvortrag referierte Martin Kohlhaussen über die "Perspektiven der Universalbanken deutscher Tradition im kommenden Jahrhundert". Sein Fazit: Universalbanken haben auch künftig ausgezeichnete Perspektiven. Erfolg und Ertragsstärke sind aber an die Erfüllung mehrerer Bedingungen geknüpft. Nach Martin Kohlhaussen muß eine Universalbank fokussiert sein und darf sich nicht verzetteln. Sie muß sich auf ihre Kernkompetenzen besinnen, also auch rechtzeitig "Randtätigkeiten" abstoßen. Eine Universalbank muß sich aber auch auf ausgewählte Regionen und Produktlinien konzentrieren und diese Schwerpunkte ausbauen. Sie soll aber auch initiativreich sein, auf neue Marktsituationen schnell reagieren, die Entwicklung in den Wissenschaften aufmerksam verfolgen und Innovationen in kurzer Zeit zur Produktreife bringen. Schließlich müsse sie, so der Vorstandssprecher, als Großbank ihrer gesamtwirtschaftlichen Verantwortung gerecht werden, indem sie den Dreiklang Eigentümer - Mitarbeiter - Kunde erfüllt. Laut Kohlhaussen wird sich die Commerzbank auch weiterhin stark in Ostdeutschland engagieren. Um den Aufschwung zu fördern, müsse jetzt vor allem in den neuen Bundesländern die Produktivität schnell erhöht werden. Es dürfe kein dauerhaftes Gefälle zwischen Ost und West entstehen.
Zur Person: Martin Kohlhaussen wurde am 6. November 1935 in Marburg/ Lahn geboren. Seit 1965 ist er im Bankgeschäft tätig: Er leitete zunächst Filialen in Frankfurt am Main und Hanau, später an den großen Finanzplätzen Tokio und New York. Seit 1982 ist er bei der Commerzbank AG tätig und dort seit 1991 Sprecher des Vorstandes. 1997 wurde Martin Kohlhaussen zum Präsidenten des Bundesverbandes Deutscher Banken gewählt. |
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