Das neue Kraftpaket im VersuchsfeldErste deutsche Hexapod-Werkzeugmaschine steht in Chemnitz(HR) Seit 17. Dezember 1997 steht im Versuchsfeld der Professur Werkzeugmaschinen eine völlig neuartige Hexapod-Werkzeugmaschine. Der Prototyp mit dem Namen "MIKROMAT 6X" wurde in einem vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit geförderten Projekt am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) Chemnitz in Zusammenarbeit mit der MIKROMAT Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG Dresden entwickelt. Gegenüber anderen, aus den USA bekannten Hexapod-Werkzeugmaschinen zeichnet sich diese Entwicklung durch eine strebenförmige Struktur und die damit mögliche gleichförmige Spindelneigung, eine schwingungsunempfindliche Gestaltung und die Kompensation der lageabhängigen Maschinensteifigkeit durch die Steuerung aus. Die Maschinenparameter lassen sich besonders auf die Anforderungen der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung im Werkzeug- und Formenbau abstimmen.Mit der "MIKROMAT 6X" können die bei der Bearbeitung mit konventionellen Werkzeugmaschinen vorhandenen Probleme wie große zu bewegende Massen, geringe realisierbare Bahngeschwindigkeiten und ungenügende Genauigkeit gelöst werden. Besonders ist, daß die sechs Bewegungsachsen räumlich parallel zueinander stehen. Am IWU Chemnitz sind nun umfangreiche Arbeiten zur Auslotung des technologischen Potentials dieser Maschinenart vorgesehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung Hexapod-gerechter Bearbeitungsstrategien, die Erschließung weiterer Einsatzfelder und die Optimierung von Hexapod-Komponenten wie Steuerungs- und Antriebstechnik. Mit Unterstützung der NC-Gesellschaft soll auch ein Anwenderzentrum Parallelstrukturen ins Leben gerufen werden, in dessen Rahmen interessierte Unternehmen an Technologie-untersuchungen teilnehmen können. Auf dem im April 1998 stattfindenden Chemnitzer Parallelstrukturseminar werden Wissenschaftler und Anwender ihre Erkenntnisse und Erfahrungen zu dieser neuen Technik austauschen. |
| Inhalt
|