Wie erlebten Sie die Währungsunion?

Wirtschaftswissenschaftler befragen die Leser des TU-Spektrums

BILD

Währungsunion unter der Lupe: Prof. Friedrich Thießen läßt den Umtausch von Ost- auf Westmark noch einmal Revue passieren

(MSt) Die letzte Währungsumstellung ist in Ostdeutschland noch nicht ganz vergessen, da steht die nächste schon bevor. In einigen Jahren heißt es, die DM abzugeben und gegen den Euro einzutauschen. Die Problematik "Währungsumstellungen" ist auch ei n aktueller Forschungsschwerpunkt Chemnitzer Wissenschaftler. Die Professur Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre der TU Chemnitz-Zwickau trägt gegenwärtig Erfahrungen ostdeutscher Bürger zusammen, die sie während der vergangenen Währungsumstellung gesam melt haben. "Die DDR-Bürger sind die einzigen in Westeuropa, die kürzlich erst mit der Umstellung einer Währung konfrontiert wurden. Ich glaube, man kann von ihnen durchaus lernen, wie man sich auf solch eine Aktion vorbereitet", erklärt Prof. Thießen das Anliegen de r Umfrage. Es könnten sich doch für viele Menschen solche Fragen stellen wie: Soll man jetzt schon bestimmte Aktien oder Rentenpapiere kaufen? Oder soll man in Grundstücke investieren? Vielleicht wäre es auch besser, gar nichts zu tun und alles erst einma l in Ruhe abzuwarten?

Die Wissenschaftler um Prof. Friedrich Thießen sind an möglichst vielen Erfahrungsberichten interessiert. Sie bitten auch die Leser des TU-Spektrum, das aufzuschreiben, was sie in bezug auf die Umstellung von Ostmark zur DM für wesentlich hielten. Dabe i ist es am einfachsten, sich am nachfolgenden Fragebogen zu orientieren.

Ihre Erfahrungsberichte können Sie an folgende Anschrift senden:

Technische Universität Chemnitz-Zwickau 
Professur für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre 
Prof. Friedrich Thießen 
09107 Chemnitz 

Rückfragen sind möglich über: 
Telefon: 03 71/5 31-41 74 oder 
E-Mail:	 
antje.wendler@wirtschaft.tu-chemnitz.de

Der Fragebogen
1.	Wie haben Sie sich auf die Währungsumstellung von "Mark der DDR" auf "DM" vorbereitet? 
2.	Wo haben Sie sich informiert?
3.	Haben Sie damals von jemandem Ratschläge erhalten? 
4.	Gab es Gerüchte, falls ja: welche? 
5.	Welche Maßnahmen haben Sie getroffen? 
6.	Wann haben Sie begonnen, Maßnahmen zu treffen? 
a)	im Herbst 1989 
b)	nach der Veröffentlichung erster konkreter Meldungen im Februar/März 1990 
c)	kurz vor dem Umstellungsstichtag 
7.	Mit welchen Maßnahmen waren Sie eher zufrieden? 
8.	Was hat sich hinterher als nicht so günstig erwiesen? 


Bestandsaufnahme im Grenzgebiet

Studenten aus Sachsen und Böhmen erforschen Leben in der Grenzregion

BILD Am Fußgängergrenzübergang Johanngeorgenstadt-Potucky herrscht auf böhmischer Seite ein buntes Markttreiben. Viele Johanngeorgenstädter kaufen hier preiswert ein

(MSt) Die Grenze zwischen der Tschechischen Republik und Deutschland teilt nicht nur zwei Staaten. Sie trennt vor allem auch die verschiedenen Lebenserfahrungen der Bevölkerung beiderseits des Erzgebirgskamms. Wie sich die Unterschiede in puncto Wirtschaftskraft und Lebensstandard auf den Alltag der Menschen zwischen Teplice und Klingenthal, zwischen Cheb und Most auswirken, ist aber bislang kaum bekannt.

Im Rahmen eines "Geländepraktikums" befragten deshalb 22 Studenten der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau bzw. der Westböhmischen Universität Plzen-Cheb rund 1.000 Bürger im deutsch-tschechischen Grenzgebiet. In Sachsen fand diese Aktion in den e xemplarisch ausgewählten Grenzgemeinden Bärenstein, Johanngeorgenstadt, Klingenthal sowie in den Vergleichsstädten Scheibenberg und Schwarzenberg statt. Nach der Wende sind zwar verschiedene Expertengutachten entstanden, erstmals wurde jedoch auch die Bev ölkerung der Grenzregion in eine derartige wissenschaftliche Studie in großem Umfang einbezogen, stellt Prof. Dr. Peter Jurczek, Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeographie an der TU Chemnitz-Zwickau, fest.

Diese regionale Untersuchung soll als anwendungsbezogene Forschung auch konkrete Handlungsempfehlungen für die Grenzregion beinhalten, verspricht Prof. Jurczek. Aus diesem Grund habe man auch nicht nur an die Entscheidungsträger gewandt, sondern direkt die Bürger nach ihrer Einstellung befragt. Die Ergebnisse werden allen Interessenten offenstehen und sollen insbesondere für Funktionsträger verwertbar sein. Dies geschah mit einem ausgeklügelten Fragebogen, den die Studenten entwickelt hatten. Die anonyme Befragung fand im Mai an Haustüren, über Gartenzäune hinweg und auf der Straße statt. Die Bürger antworteten auf solche Fragen wie "Aus welchem Grund leben Sie im Grenzgebiet?", "Was hat sich an Ihrem Leben im Grenzgebiet nach der Wende geändert?" oder "Haben Sie Kontakte zu Leuten auf der anderen Seite der Grenze?". Die Auswertung der Fragebögen wird allerdings noch einige Zeit dauern. Mit ersten greifbaren Ergebnissen rechnet Prof. Jurczek nicht vor Jahresende.

Im Vordergrund steht eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation im Grenzgebiet. "Wir wollen vor allem die Stärken aufzeigen, um damit Wege zum Abbau der negativen Seiten zu eröffnen", erläutert der Chemnitzer Wirtschaftsgeograph. Die Ergebnisse werden allen Interessenten offenstehen und sollen insbesondere für Funktionsträger verwertbar sein. Für die Studenten brachte das Geländepraktikum erste Erfahrungen im Umgang mit empirischen Forschungsmethoden. Der Deutsche Akademische Austauschdienst unt erstützt das Projekt im Rahmen seines Förderprogramms "Studienpraktika", was zeigt, daß die Untersuchungsergebnisse auch wissenschaftlich auf Interesse stoßen.

Auf einer in der Kreissparkasse Aue durchgeführten Abschlußdiskussion mit Experten machten die Studenten beider Universitäten bereits erste Aussagen: Zum Beispiel sei offensichtlich, daß nur wenige Bürger die Sprache des anderen Landes lernen wollen. A uch gibt es teilweise Unmut über die Errichtung neuer Grenzübergänge und die damit verbundenen Verkehrsprobleme. Einige deutsche Bürger meinten: "Die Tschechen nehmen uns die Arbeit weg!" Auf böhmischer Seite beklagte man den "Ausverkauf durch deutsche To uristen" und "zu hohe Preise". Prof. Jurczek meint aber, daß man diese Aussagen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verallgemeinern darf.

Für den Chemnitzer Professor war unverständlich, daß nur wenige unter den Befragten etwas über die EUREGIO EGRENSIS wußten, zumal deren Mitarbeiter sehr rührig sind. Diese Euroregion umfaßt das Sächsische und das Thüringische Vogtland, das Westerzgebir ge, die bayerischen Regionen Oberfranken-Ost und Oberpfalz-Nord sowie die nordwestböhmischen Landkreise Eger/ Cheb, Falkenau/Sokolov, Karlsbad/Karlovy Vary und Tachau/ Tachov. Die Gesamtfläche umfaßt 20.000 Quadratkilometer. Etwa zwei Millionen Menschen leben hier. Diplom-Geograph Wolfgang Lederer, Geschäftsführer der Plauener EUREGIO EGRENSIS-Geschäftsstelle, erhofft sich deshalb von den Ergebnissen der Chemnitz-Plzene r Studie Impulse für mehr Öffentlichkeitswirksamkeit dieser Euroregion und Empfehlungen zur Verbesserung der deutsch-tschechischen Beziehungen.

Übrigens setzen die Chemnitzer Geographen mit der neuen Studie über das Leben in der Grenzregion ihre Arbeit im Dreiländereck fort. Bereits 1993 entstand das "Trilaterale Entwicklungskonzept für den bayrisch-sächsisch-tschechischen Grenzraum". Der fach wissenschaftliche und der partnerschaftliche Austausch mit der Westböhmischen Universität soll ebenfalls weitergeführt werden. Es wird dankenswerterweise von mehreren Wissenschaftseinrichtungen gefördert.


Erste Doktorarbeiten im Internet

Chemnitzer Universität ebnet Forschern neue Wege des Publizierens

BILD Dr. Thomas Herbert Rieht und Dr. Mirko Nitschke sind die ersten Doktoranden an der TU Chemnitz-Zwickau, die ihre Doktorarbeit im Internet im Volltext präsentieren

(MSt) Vor wenigen Wochen erhielten an der TU Chemnitz-Zwickau die Naturwissenschaftler Dr. Thomas Herbert Rieth und Dr. Mirko Nitschke ihre Doktorurkunden. Dr. Rieth promovierte über "Untersuchungen der Lokalisierung von elektronischen Eigenzustän den in quasiperiodischen Gittern" und Dr. Nitschke über die "Infrarotspektroskopische Charakterisierung plasmamodifizierter Polymeroberflächen". Das sieht auf den ersten Blick nach wissenschaftlicher Routine aus.

Doch beim Blick in die Chemnitzer Internet-Seiten wird das Novum offensichtlich: Die beiden Dissertationen sind im "World Wide Web" gegenwärtig für mehr als 40 Millionen Nutzer im Volltext erreichbar. Eine Veröffentlichungsform wissenschaftlicher Leist ungen, die von Chemnitz ausgehend sicher ihren Weg machen wird.

Nach der "üblichen" Promotionsordnung einer naturwissenschaftlichen Fakultät hätten Dr. Rieth und Dr. Nitschke 50 gedruckte Exemplare ihrer Arbeit zur Verteilung in der "wissenschaftlichen Öffentlichkeit" bei der Chemnitzer Universitätsbibliothek einli efern müssen. Es sei denn, sie hätten einen Verlag für ihre Arbeiten gefunden. Tatsächlich haben sie jeweils nur sechs Exemplare eingeliefert, denn sie haben sich ein Angebot des Chemnitzer Universitätsrechenzentrums zunutze gemacht: Das Uni-Rechenzentrum in Chemnitz hat auf einem speziellen Servicerechner Speicherplatz für die Archivierung wissenschaftlicher Arbeiten bereitgestellt. Seit Juni haben auf dieses "Dissertations-Archiv" bereits über 3000 Interessenten zugegriffen.

Diese neue für die Forscher kostengünstigere Form des Publizierens steht auch im Einklang mit der Promotionsordnung ihrer Fakultät. Laut Aussage von Dr. Hans-Joachim

Hermes, Direktor der Universitätsbibliothek, gilt diese neue Veröffentlichungsform im Internet zunächst für die Fakultät für Naturwissenschaften. Die anderen Fakultäten werden sicher nachziehen.

Das Publizieren von Dissertationen im Internet ist einfach nachvollziehbar: Die Doktoranden verhalten sich dabei genau so, als ob sie ihre Arbeit in einem wissenschaftlichen Verlag untergebracht hätten. Sie liefern sechs Papierexemplare an die Universi tätsbibliothek, die ihrerseits per Aufruf im Internet prüft, ob die Arbeit unter der vorgelegten Internet-Adresse im Netz erreichbar ist. Der positive Ausgang der Prüfung wird durch eine Quittung bestätigt, und damit ist für die Doktoranden der Punkt "Ver öffentlichungen" abgehakt.

Die Bibliothek verteilt anschließend die eingelieferten Exemplare mit der dazugehörigen Netzadresse an die Deutsche Bibliothek in Frankfurt oder Leipzig (zwei Pflichtexemplare), gibt ein Exemplar an die Bibliothek der Humboldt-Universität in Berlin und in der Regel ein weiteres Exemplar an die Technische Informationsbibliothek Hannover. Die verbleibenden zwei Exemplare wandern in den eigenen Bestand.

Die Internetadressen der beiden ersten Arbeiten lauten: http://www.tu- chemnitz.de/cgi-bin/nph-archiv/1996/0004 bzw. .../0005.

Weitere Informationen erteilt

Dr. Hans-Joachim Hermes, 
Telefon: 03 71/5 31-12 83.


Neuer Verbundwerkstoff begeistert nicht nur Tennisfans

ELBASTO-Baustoffwerk Crottendorf profitiert von Ideen Chemnitzer Forscher

BILD Rita Zeugfang und Dr. Frank Anders bei der Aufklärung der ELBASTO-Kristallstruktur am Elektronenmikroskop

(MSt) Seit mehr als 2.000 Jahren gibt es Beton. Schon die alten Römer hatten die Haltbarkeit und Formbarkeit des Baustoffes Beton erkannt und verwandten ihn in zahlreichen Abwasseranlagen und Hafenmolen. Im Jahre 1867 entdeckte der französische Gär tner Joseph Monier den Stahlbeton, als er seine Blumenkübel mit Drahtgeflecht anfertigte und mit Beton umhüllte. Aber noch immer sind nicht alle Möglichkeiten dieses Baustoffes ausgereizt.

Neu ist ein eigenschaftsprägender Verbund von Textilschnitzeln und Beton. Die ursprüngliche Idee kam Forschern der Technischen Universiät Chemnitz-Zwickau bereits vor einigen Jahren. Seit dieser Zeit wird an diesem Verfahren immer weiter-gearbeitet. Mi tentwickler Dr. Frank Anders von der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Chemnitzer Uni erklärt das Prinzip: "Zerkleinerte Textilabfälle, die zuvor gemäß eines mehrfach patentierten Verfahrens thermochemisch behandelt werden, binden sich s ehr fest an Zement. Das Gemisch der so vorbereiteten Textilschnitzel und Beton ergibt ausgehärtet einen elastischen Verbundwerkstoff. Er ist als Schüttgut einsetzbar und kostengünstig zu fertigen."

Seit 1992 hat die ELBASTO-Baustoffwerk GmbH Crottendorf die Produktion unter dem Handelsnamen ELBASTO aufgenommen. Deren Geschäftsführer Frieder Markert hat die überraschenden Werkstoffeigenschaften durch Prüfinstitute bestätigen lassen: ELBASTO ist dr uckelastisch und gleichzeitig wasserdurchlässig. Er ist aber auch beständig gegenüber dem Wechsel von Frost und Tauwetter. Im Labor hat der Werkstoff spielend mehr als 300 künstlich erzeugte Frost-Tau-Wechsel überstanden. Damit gewinnt ELBASTO insbesonder e im Straßen-, Platz- und Wegebau seine Anwendung. Der sonst aufwendige Unterbau wird minimiert. Für Baufachleute sind insbesondere Nichtsprödbrüchigkeit, Schwingungsdämpfung sowie Schall- und Wärmedämmung von Interesse. ELBASTO hat aber noch weitere Trüm pfe: Er absorbiert Strahlen ebenso gut wie Explosions- und Druckwellen. ELBASTO ist auch beständig gegen eine Pflanzendurchwurzelung. Außerdem ist er recycelbar. Dr. Anders gibt zu, daß sich die meisten der Eigenschaften erst nach jahrelangen Tests offenb arten. Der Chemnitzer Forscher ist überhaupt ein Freund des Mottos "Entwickle erst einen Werkstoff und kümmere Dich dann um seine Anwendung!".

Erste Referenzobjekte von ELBASTO sind Fahrbahnerweiterungen und Busbuchten der Ortslage Breitenbrunn, Wald- und Wanderwege am Fichtelberg und auf der Insel Rügen, der Zulauf zur Koberbachtalsperre bei Werdau und ein Demonstrationsfeld auf der Deponie Himmlisch-Heer bei Annaberg-Buchholz. Anfangsprobleme, zum Beispiel mit der mangelhaften Kehrmaschinenfestigkeit, sind durch Zugabe von Splitt mittlerweile auch beseitigt. Eine in Crottendorf im Juni in Betrieb genommene transportable Mischanlage ermöglic ht es, auch weit entfernte Baustellen zu bedienen.

Dr. Anders und Markert freuen sich über eine Anwendung besonders - nämlich die auf dem Crottendorfer Tennisplatz. Obwohl beide keine Tennisspieler sind, versetzt sie das Urteil von Experten ins Staunen. Die Bewegungsabläufe der Spieler und das Sprungve rhalten der Bälle seien plötzlich besser als auf anderen Plätzen. Das Geheimnis: Unter dem Schaumrasen wurde ELBASTO aufgetragen. Damit kommen fast alle Eigenschaften des "Wunderwerkstoffes" aus dem Chemnitzer Uni-Labor voll zum Tragen. Dank der Elastizit ät des Werkstoffes werde auch der Bewegungsapparat der Spieler geschont, bestätigen Ärzte. Der Wirt des Crottendorfer "Gasthofes zur Glashütte", Matthias Oeser, versichert, daß der Crottendorfer Tennisplatz zur Freude der Sportler im Frühjahr und Herbst v iel länger bespielbar sei. "Das Regenwasser ist schneller versickert als auf herkömmlichen Plätzen", meint Oeser. Auch Frostprobleme kenne er nun keine mehr. Lächelnd behauptet Oeser, "wenn Boris Becker und Steffi Graf erst einmal hier spielen, tritt ELBA STO den Siegesfeldzug auch auf andere Tennisplätze an."

BILD ELBASTO-Begehung: Firmenchef Frieder Markert (2.v.l.) erläutert Interessenten vor Ort mögliche Einsatzgebiete des Baustoffes aus dem Chemnitzer Unilabor. In Crottendorf wurden erste Wald- und Wirtschaftswege mit ELBASTO befestigt. Ein Ergebnis, über da s sich Mitentwickler Dr. Frank Anders (4.v.r.) freut

Bei all den guten Eigenschaften ist es kein Wunder, daß ELBASTO bereits 1993 mit einem Innovationspreis des Sächsischen Wirtschaftsministeriums ausgezeichnet wurde. Die Akademie zur Erforschung und Abwehr von Umweltschäden und zur biologischen Regenera tion e.V. (AUR) Chemnitz führte im Mai eigens ein Seminar über ELBASTO durch. AUR-Geschäftsführer Dr. Bernd Leißring verspricht sich von ELBASTO als ökologischem Baumaterial viel und sucht deshalb wie auch Firmenchef Markert die weitere Forschungskooperat ion mit der Chemnitzer Uni, insbesondere mit der Professur Konstruktion im allgemeinen Maschinenbau von Prof. Eberhard Köhler.

Dr. Anders versucht gegenwärtig die Textilien durch Leder zu ersetzen. Doch hier sind die Probleme viel größer, erklärt der Wissenschaftler. Leder benötigt auf Grund seiner Struktur und Inhaltsstoffe eine andere Behandlung als Textilien, damit es mit Z ement vermischt und dann als Baustoff verwendet werden kann.

Bleibt abzuwarten, welche neuen Werkstoffe bald aus den Forschungslabors der Chemnitzer Uni den Weg in die Industrie finden.


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HTML-Version von Ralph Meyer, 18. Oktober 1996