Zwischen Frühstück und Sommerfete

Aktionsreicher 1. Fakultätstag der Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftler

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Für Riesenstimmung sorgte am Abend auch die Chemnitzer Studentenband "Abben Daumen". Das vornehmlich studentische Publikum war begeistert, auch wenn der Background-Chor der Band aufgrund technischer Probleme nicht zu hören war

(MSt) Im Juli 1996 veranstaltete die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TU Chemnitz-Zwickau ihren 1. Fakultätstag. Der Tag wurde eingeläutet mit einem gemeinsamen Frühstück in der Mensa. Dann sprach Gründungsdekan Prof. Peter Rütger Wossidlo über die Fakultätsentwicklung seit 1993. In den anschließenden Workshops diskutierten Studenten und Professoren über alle Fragen rund ums Studium. Dabei ging es auch um die Bewertung der Profs, Fakultätsmarketing, Studenteninitiativen und Studieren im Ausland.

Am Nachmittag startete auf dem Campus-Sportplatz ein Spitzenspiel zwischen den Fußballern der Studenteninitiativen und dem "Rütgers Club", einer gemischten Auswahl aus Professoren und Assistenten. Positives Ergebnis aus Sicht der Studenten: Beide Mannschaften trennten sich 4:1. Bei früheren Aufeinandertreffen gewann übrigens zweimal die Studentenauswahl, einmal das Team der Professoren. Der 1. Fakultätstag ging am Abend mit einer großen Open-Air-Sommerfete zu Ende, bei der die Studentenband "Abben Daumen" viel Beifall erhielt.


Chemnitzer Maschinenbauer und Philosophen jetzt Mitglieder in den Deutschen Fakultätentagen

(HJG) Sie sind nach Fachgebieten gegliedert, und in ihnen sind die Fakultäten der deutschen Unis vertreten: die Fakultätentage. Doch nicht jede Fakultät ist da Mitglied, es müssen vielmehr bestimmte Bedingungen erfüllt sein, um aufgenommen zu werden. Das haben kürzlich gleich zwei Chemnitzer Fakultäten geschafft: Die Philosophische Fakultät der TU Chemnitz-Zwickau wurde als ordentliches Mitglied in den Philosophischen Fakultätentag (er vertritt die Interessen der geisteswissenschaftlichen Fakultäten der deutschen

Universitäten) aufgenommen, die Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik in den Fakultätentag für Maschinenbau und Verfahrenstechnik.

Mit der Aufnahme der Geisteswissenschaftler während der Sitzung des Fakultätentages in Greifswald werden das breite Studienangebot und das hohe Niveau der Lehre in Chemnitz anerkannt. Schließlich gibt es Fächer wie etwa "Interkulturelle Kommunikation" in Deutschland nur in Chemnitz. Vertreten werden die Chemnitzer während der Sitzungen des Fakultätentages durch ihren Dekan, Prof. Günther Grünthal, und ein weiteres, vom Fakultätsrat für drei Jahre gewähltes Mitglied. Und gleich noch ein Coup gelang: Der zweimal im Jahr tagende Fakultätentag wird seine erste Plenarsitzung des Jahres 1997 vom 26. bis 28. Juni in Chemnitz abhalten - eine Gelegenheit für die TU, ihre Vorzüge deutschlandweit vorzuführen.

Als drittes Mitglied aus den neuen Bundesländern wurden im Juli die Maschinenbauer in ihren Fakultätentag aufgenommen. Auch hierbei spielte das hohe Niveau in Forschung und Lehre eine Rolle, das Chemnitz auszeichnet. Nicht umsonst hat etwa die Deutsche Forschungsgemeinschaft ihren Sonderforschungsbereich "Prozeßketten der Massivumformung" ausgerechnet an der Chemnitzer Uni eingerichtet. Und auch für seine grundsolide Ausbildung und für die ausgezeichnete Betreuung ist Chemnitz bekannt. Kein Wunder, das hier - anders, als an den meisten anderen deutschen Unis - der Abschluß im Maschinenbau innerhalb der Regelstudienzeit zu schaffen ist.


Reichspatentsammlung nach Chemnitz zurückgekehrt

Gesellschaft der Freunde der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau half

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Nach 40jähriger Auslagerung kehrte die Reichspatentsammlung nach Chemnitz zurück. Bibliotheks- direktor Dr. Hans-Joachim Hermes präsentiert einige der Patentschriften, die derzeit noch auf Paletten zwischengelagert sind

(MSt/UB) Zum letzten Mal rollte im Juni ein aus Berlin kommender Lastwagen in den Hof der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau. Auf seiner Ladefläche geballtes Wissen: 14 Paletten, hochbepackt mit Patentschriften. Es war der achte Lastzug dieser Art. Mehr als 120 Tonnen Papier gelangten so in den letzten Wochen nach Chemnitz.

Bei der Teilmenge von immerhin 20 Tonnen handelt es sich um die Sammlung der Reichspatente von 1877 bis 1945. Die Chemnitzer Patentauslegestelle, Vorgängerin des jetzigen zur Universitätsbibliothek gehörenden Patentinformationszentrums, war unmittelbar nach Verabschiedung des deutschen Patentgesetzes im Jahre 1877 gegründet worden und verfügte bei Kriegsende über die lückenlose Sammlung von insgesamt 768.160 Patentdokumenten.

Nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg und infolge der Grenzziehung quer durch Deutschland sah die DDR sich zur Bildung einer eigenen zentralen Patentsammlung genötigt. So kam es, daß die Chemnitzer Sammlung nach Berlin abgegeben werden mußte. Die Rückgabe war schon im August 1993 vom damaligen Präsidenten des Münchener Patentamtes, Prof. Erich Häußer, anläßlich eines Besuchs in Chemnitz zugesagt worden.

Wenig später wurde Petra Zimmermann, die Leiterin des Chemnitzer Patentinformationszentrums, von weiteren Offerten aus Berlin überrascht: Die gesamten Bundespatente von 1950 bis 1993 waren zu haben und obendrein die Sammlung der Gebrauchsmuster. Insgesamt drei Millionen Dokumente beträgt der Zugang. Der Bestand wird sich damit auf sechs Millionen verdoppeln. "Dieses Material schließt bei uns eine große Lücke", strahlt Petra Zimmermann, "und da kann man nicht nein sagen. Schon gar nicht, wenn man den Gewinn für die Region bedenkt".

Dabei wäre ein Nein aus finanziellen Gründen durchaus verständlich gewesen. Sponsoring, so Dr. Hans-Joachim Hermes, der Direktor der Universitätsbibliothek, sei schwer zu bekommen in den Zeiten leerer

Kassen. Um so dankbarer sind die Verantwortlichen daher für den

Einsatz der Gesellschaft der Freunde der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau e.V. Mit einem beachtlichen Betrag hat die Freundesgesellschaft die Rückführung des Ur-Chemnitzer Bestandes an Reichspatenten finanziert.

Insgesamt 239 Paletten mit technischem Know-How sind jetzt eingelagert. "In den letzten Tagen mußte unsere Berliner Vertragsfirma Sonderschichten fahren", berichtet Petra Zimmermann. Der Grund: Das ehemalige Patentamt in der Berliner Mohrenstraße wurde bis Ende Juni geräumt. "Was wir nicht geholt hätten, wäre unweigerlich in den Entsorgungscontainer gewandert". Aber alles ging gut, und das Bundesjustizministerium übernahm planmäßig die leeren Räume in der Mohrenstraße. Die Bonner Politiker drängen auf ihren Einzug. Vorher wird umgebaut - ohne jegliches Pardon für Patente.

In der Universitätsbibliothek gibt es bereits Konzepte zur Bereitstellung der neu erworbenen Dokumente. Unverzichtbar ist eine neue Unterbringung des Patentinformationszentrums. "Wir planen eine Art Umzugskarussell", erklärt Dr. Hermes: "Wenn alles nach Plan läuft, kommen die Patente an den Standort Straße der Nationen. Unsere Normensammlung ist schon da."


440 Seiten Forschung

(HR) Der neu erschienene "Jahresforschungsbericht 1995" der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau umfaßt 440 Seiten. Er beinhaltet die Leistungen und das Forschungsprofil von 179 Lehrstühlen an sieben Fakultäten und skizziert wesentliche Projektleistungen. Ziel der vom Rektor und der Abteilung Technologie - und Wissenstransfer der TU initiierten "Leistungsschau in gedruckter Form" ist die Ermöglichung weiterer und vor allem neuartiger Kooperationen zwischen TU-Forschern und der Wirtschaft. Aber auch bei Vertretern von Kommunen, Verbänden, Fachausschüssen, den Medien etc. soll dieser Forschungsbericht Verwendung finden. Bestellungen nimmt die Abteilung Technologie- und Wissenstransfer unter Telefon 03 71/5 31-16 71 entgegen.


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HTML-Version von Ralph Meyer, 18. Oktober 1996