3. Uni-Fest im strömenden Regen mit erneut lustigen Wettkämpfen

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Riesenstimmung kam trotz wiedriger Witterungsbedingungen beim Boxen mit gigantischen Handschuhen und beim Trabi-Wettschieben auf

"Erstaunlich ist, daß so viele bleiben", war von der Organisationsleitung des 3. Uni-Festes auf dem Campus am Thüringer Weg zu hören. Trotz strömenden Regens am Donnerstag hielten viele Studenten, Mitarbeiter und Gäste aus und betätigten sich als Zuschauer und Sportler im Fußball, Tennis und Volleyball sowie in den lustigen Wettbewerben. Besser dran waren die Basketballer, die in der Sporthalle ihre Sieger ermittelten. Gegen wasserscheue Kommilitonen, die durch Abwesenheit glänzten, wurde dennoch gestichelt: "Das müssen sie heute abend in der Mensa gutmachen." Nach Abschluß der Wettkämpfe zog die Karawane nämlich zum kulturellen Teil in den "Futtertempel" der TU.

Der beste Platz war diesmal nicht an der Freibiertheke sondern in der Nähe einer Unterstellmöglichkeit. Wer sich hervorwagte, wollte unter den Augen von Prorektor Prof. Thomas Geßner Bestleistungen in den klassischen und lustigen Wettkämpfen zeigen. Beim Bouncy-Boxing mußte mit überdimensionalen Handschuhen gekämpft werden. Zusätzlich ähnelte die (fehlende) Festigkeit des Untergrundes eher einem Wasserbett, dessen Flüssigkeit als Verschärfung auch noch nach außen tritt.

Höhepunkt wurde erneut das Trabi-Wettschieben: Zwei Herren beförderten eine Rennpappe per Muskelkraft über 60 Meter. Eine Dame hielt das Gefährt auf geradem Kurs. Gerade an weiblichen Teilnehmern "klemmte" es aber. So konnten sich verschiedene Studentinnen gleich mehrfach als Steuerfrau betätigen.

Den meisten Trabant-Schiebern war gar nicht bewußt, daß der Titel aus dem letzten Jahr nicht verteidigt werden konnte. Die Doppelmeister 1994/

95 aus dem "Vereinigten FPM/WiWi-Club" beendeten inzwischen ihr Studium. Unter den "Kronprinzen" zeigten sich Jens Engelmann und Ivo Raßbach nicht nur als muskel- sondern auch als nervenstark. Schon in der Qualifikation stellten die Maschinenbaustudenten mit dem Namen "Hot Angels" einen Fabelrekord für dieses Jahr auf: 14,1 Sekunden. Erfolgsgarant sei der starke Antritt. Augenzwinkernd meinte Engelmann, der sich mit Fußball fit hält: "Ich arbeite manchmal in einer Autowerkstatt. Da muß man die Wagen wegschieben, wenn die Batterie streikt."

Seelenruhig verfolgten die beiden den Stichkampf der Herausforderer. Hier dominierte im Fußballerduell Sören Becks (USG) Team über das von Tino Wächtler (VfB). Das nun schon zweite Rennen schien aber Beck und Co. zu viel Kraft geraubt zu haben. Die Angels gewannen mit zwei Wagenlängen das Finale. Der Wunsch der Sieger wäre der Finalmodus auch in der Qualifikation: "Mehr Ansporn gäbe es, wenn noch einer daneben steht." Neben dem Wettbewerb "Trage deine Frau", der auf dem Geläuf mit "Wassergraben" und anderen Hindernissen nicht ungefährlich war, kam es auch zum Aprikosenkernweitspucken. Der "Schiebe"- Meister Engelmann lag hier ebenfalls vorn. Sein Geheimnis bei 8,90 Meter sei der Druck hinter der stumpfen Seite des Kerns.

Beim Hexenbesenweitwurf siegte Matthias Demmler, einer der engagiertesten Organisatoren. Er beförderte das Gerät auf 19,30 Meter. "Das ist alles umweltabhängig. Ich hatte eine günstige Phase. Früher war ich Speerwerfer. Das hat mir geholfen." Vom diesjährigen Wetter ließen sich die Organisatoren nicht unterkriegen. Das gute Zusammenwirken der Mannschaft des Universitätssportzentrums mit den vielen engagierten Studenten ist eine Basis für den weiteren Ausbau dieser Veranstaltung. Auch die Unterstützung durch das Studentenwerk bleibt eine tragende Säule des Uni-Festes.

Für 1997 sind neue Wurfgeschosse, Spuckwettbewerbe und Hindernisparcours sowie weitere Wettbewerbe im Gespräch.

Dipl.-Inf. Jens Zeidler,
Fakultät für Informatik


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HTML-Version von Ralph Meyer, 18. Oktober 1996