Stürmische Schnappschüsse mit Herz

Rochlitzer Fotoreporter Wiegand Sturm stellt in der Galerie "UniArt" aus

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Im richtigen Moment auf den Auslöser der Kamera gedrückt: Wiegand Sturms Foto "Venedig '94" ist ein typisches Reportagefoto. Sturm witterte den Zufall und wartete, bis sich die Situation zu einem Bild zuspitzte. Die Taube über der alten Dame vermittelt dem Foto etwas Heiliges

(MSt) Noch zum bis 18. Oktober 1996 werden in der Galerie "UniArt" im Universitätsteil Wilhelm-Raabe-Straße zahlreiche Schwarzweiß-Fotografien des Rochlitzer Fotografen Wiegand Sturm ausgestellt. Wiegand Sturm wurde am 27. Februar 1952 in Minkwitz (Kreis Zeitz) geboren. Seit 1979 wohnt er in Rochlitz und arbeitet dort als Fotoreporter in der Lokalredaktion der "Freien Presse". Seit 1991 ist der Fotograf freiberuflich tätig.

Der Geringswalder Diplom-Grafikdesigner Eberhard Heinicker über Wiegand Sturm: "Als junger Mann besuchte Wiegand Sturm den Mal- und Zeichenzirkel Rochlitz. Er entwickelte eine enorme Emsigkeit. Zeichnungen entstanden, grafische Techniken kamen dazu. Linie und Form, Restform und Bild, Schwarz und Weiß, das alles faszinierte Sturm fortwährend. Er ist ein guter Zeichner. Die Begabung, zu sehen, erlernt man mit der Bildenden Kunst viel schneller und intensiver. Kunst als Anregung und Fundus, kann man sich besseres wünschen? Sturm ist ein sehr guter Fotograf, dank seines Intellekts, dank seiner Fähigkeit, grafisch zu denken. Die Paarung von Bildfindung und grafischer, d. h. fotografischer Umsetzung, läßt visuelle Situationen entstehen, die man üblicherweise so nicht sieht. Die Einbindung des Zufalls, in der Fotografie 'Schnappschuß' genannt, beherrscht Wiegand Sturm hervorragend. So sind seine Reportagefotos in der Tageszeitung immer anschauenswert. Er ist ein Fotoreporter, der entdeckt werden sollte. Er stellt sich aber auch als Fotodesigner vor, wenn er den interessanten Linien in Natur oder Architektur nachgeht. Seine Bilder lehren uns sehen und die Dinge einmal anders zu betrachten."

In der Galerie "UniArt" sollen künftig in loser Folge Ausstellungen zu sehen sein. Der "weite Weg in die Raabe-Straße" lohnt sich ganz bestimmt.


Nackte Tatsachen auf dem Papier

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Der Kurs "Aktzeichnen" ist immer sehr gut besucht

(MSt) Der Kurs "Aktzeichnen" wird vom Bereich Grundschulpädagogik der TU Chemnitz-Zwickau seit Wintersemester 1995/96 fakultativ angeboten. Am 5. Kurs nahmen im Juni 13 Studenten der Uni teil. Yvette Dietzel interessiert sich als Absolventin des Bereiches Textiltechnik mehr aus Sicht der Modegestaltung für das Zeichnen menschlicher Körper. Für viele andere ist "Aktzeichnen" eine Bereicherung ihrer künstlerisch-praktischen Ausbildung. Das Aktmodell Horst Böhmer, selbst Student der Chemnitzer Uni, wurde durch seine Posen im Atelier nicht reich: Der angehende Wirtschaftsingenieur erhielt für seinen Einsatz lediglich 3 Mark von jedem studentischen Künstler.


Mit Mendelssohn-Duetten Schubert-Stipendium ersungen

Mitglieder des Motettenchors der Chemnitzer Uni gegen starke Konkurrenz erfolgreich

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Die beiden Preisträgerinnen Natalia (3.v.l.) und Susanne Krone (4.v.l.) während einer Aufführung der Krönungsmesse von Mozart in der Altenburger Schloßkirche

(HJG) Immerhin 65 Teilnehmer hatte der Meisterkurs der Deutschen Schubert-Gesellschaft an der Essener Folkwang-Hochschule in diesem Jahr. Geleitet wurde er von einem international renommierten Pianisten: von Norman Shetler, der sich auch als Liedbegleiter einen Namen gemacht hat. Doch auch Meister sind nicht alle gleich, es gibt gute und bessere. Das zeigte sich besonders beim Abschlußkonzert. Als es ans Verteilen von

Förderpreisen und -stipendien ging, blieben nur noch sechs Gewinner übrig, zwei davon Mitglieder des Motettenchors der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau.

Die beiden Chemnitzer Preisträgerinnen sind Natalia Krone (Alt) und Susanne Krone (Sopran). Mit Duetten von Felix Mendelssohn-

Bartholdy sangen sie sich in die Herzen von Zuhörern und kritischer Jury. Bereits seit vielen Jahren engagieren sich die beiden im Motettenchor, mit dem sie schon eine Reihe von Erfolgen im In- und Ausland errangen. Der Vater dieser Erfolge ist auch zugleich der Vater der beiden Stipendiatinnen: Peter Krone, Leiter des Uniorchesters "Collegium musicum", diverser Kammermusikgruppen und eben auch des Motettenchors.

Das Förderstipendium ermöglicht den beiden Krone-Schwestern nun, an einem Weiterbildungskurs der Sopranistin Jutta Vulpius von der Deutschen Staatsoper in Berlin teilzunehmen - denn wirkliche Meister lernen nie aus und sind immer für Neues offen. Kurskosten, Aufenthalt, Verpflegung, Unterkunft, alles wird von der Schubert-Gesellschaft bezahlt. Wetten, daß man auch in Zukunft noch von den beiden - im Wortsinne - hören wird?


Chemnitzer Uni-Orchester erfolgreich

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Das "Collegium musicum" der TU Chemnitz-Zwickau

Beim 4. Deutschen Orchesterwettbewerb in Gera belegte das Universitätsorchester "Collegium musicum" der TU Chemnitz-Zwickau vor wenigen Wochen den 4. Platz. Wie schon vier Jahre zuvor wurde es in der Kategorie Kammerorchester bestbewertetes Orchester aus den neuen Bundesländern. Insgesamt hatten sich 135 Orchester aus ganz Deutschland beteiligt, davon ein Viertel aus dem Osten Deutschlands.


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HTML-Version von Ralph Meyer, 18. Oktober 1996