Dipl.-Ing. Enrico Ahl,
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik,
für die Diplomarbeit "Hochauflösende Distanzmessung mit Luftultraschall"; gestiftet von der Siemens AG.
stud.inf. Krzysztof Dakowicz,
Fakultät für Informatik,
erhielt den Studienpreis 1995 des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für die Projektarbeit "Modellierung von Konfluenzen in technischen Systemen mit Mitteln der Logikprogrammierung".
Kati Stammwitz M.A.,
Philosophische Fakultät,
für die Magisterarbeit "Zu einigen Aspekten der Gleichberechtigung in der Bildung und Erziehung von Mädchen und Frauen in Deutschland nach 1945"; gestiftet vom Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz.
Dr. rer. nat. Christian Kunze,
Fakultät für Naturwissenschaften,
für die Dissertationsschrift "Elektronischer Transport in gestörten Systemen: Quantenmechanische und klassische Methoden"; gestiftet von der Gesellschaft der Freunde der TU Chemnitz- Zwickau e.V.
Dipl.-Inf. Andreas Ittner,
Fakultät für Informatik,
für die Diplomarbeit "Ermittlung von funktionalen Attributabhängigkeiten und deren Einfluß auf maschinelle Lernverfahren"; gestiftet von der Sparkasse Chemnitz.
Dipl.-Math. Uwe Kähler,
Fakultät für Mathematik,
für die Diplomarbeit "Über einige räumliche Verallgemeinerungen eines komplexen singulären Integraloperators"; gestiftet vom Genossenschaftsverband Sachsen e.V.
Dipl.-Ing. Udo Berthold,
Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik,
für die Diplomarbeit "Fügen von Bauteilen aus Faserverbundwerkstoffen"; gestiftet von der MAN Plamag Druckmaschinen AG.
Dipl.-Kaufmann Dirk Staake,
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften,
für die Diplomarbeit "Fertigungssteuerung bei vernetzten Produktstrukturen und diskontinuierlichem Materialfluß am Fallbeispiel eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens"; gestiftet von der PrintDesignGmbH Chemnitz.
Dipl.-Ing. Jan Hüneburg,
Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik,
für die Diplomarbeit "Nutzung von Geoinformationssystemen zur Standortwahl umweltrelevanter Objekte"; gestiftet von der IN-BAU Gesellschaft für Bauwesen und Bauausführung mbH Stuttgart.
Dipl.-Ing. Hagen Stolle,
Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik,
für die Diplomarbeit "Durchgängiges Konzept für die Bearbeitung von Projekten in kleinen und mittleren Werkzeugmaschinen-Unternehmen"; gestiftet von der IN-BAU Gesellschaft für Bauwesen und Bauausführung mbH Stuttgart.
Aus den Händen des Rektors, Prof. Dr. Günther Hecht, erhält Dirk Staake einen Studienpreis, der von der Firma PrintDesign GmbH - vertreten von Geschäftsführer Dr. Jürgen Oehlschläger (v.l.n.r.) - gestiftet wurde.
(St) Dirk Staake hat Grund zur Freude: Seine "preisgekrönte" Diplomarbeit legte den Grundstein für die Planung eines Forschungsprojektes, in dem ein PPS-Systemanbieter, die Chemnitzer BARMAG-Spinnzwirn GmbH und die TU Chemnitz-Zwickau neue Steuerungskonzepte realisieren und testen wollen.
Damit verkörpert die Arbeit des 25jährigen Studenten des Studienganges Betriebswirtschaftslehre eine Idealform des Technologietransfers. BARMAG-Spinnzwirn-Geschäftsführer Steffen Müller-Probandt: "Herr Staake ist der erste, der nicht sofort einlenkt, wenn ich seine Aussagen anzweifle."
Schnupperstudium weckt Optimismus
Am Stand des Institutes für Chemie wurde auch für das kulinarische Wohl der Besucher gesorgt.
Allein die Zahlen sprechen dafür, daß das letzte Schnupperstudium ein voller Erfolg war: Insgesamt standen 230 Veranstaltungen vom 18. bis 20. Oktober für alle Schnupperstudenten und Studieninteressenten zur Auswahl. Knapp 500 Gymnasiasten hatten sich aus allen Teilen Deutschlands in der Zentralen Studienberatung angemeldet. Es kamen sogar
ca. 600. Dank der Unterstützung des Studentenwerkes konnten 320 Teilnehmer kostenlos in den Studentenwohnheimen übernachten.
Über 200 Gymnasiasten beteiligten sich an der Fragebogenaktion der Zentralen Studienberatung. Die Auswertung ergab u. a., daß 74 Prozent der Besucher aus Sachsen kamen, 48 Prozent z. Zt. die Klassenstufe 11 absolvieren und 68 Prozent der befragten Gymnasiasten die Information zum Schnupperstudium über ihre Schulen erhielten. Interessant ist die im Vergleich zum letzten Schnupperstudium gestiegene Zahl der Gymnasiasten (38 Prozent), die noch nicht wissen, was sie nach dem Abitur tun wollen. Die Studienentschlossenen gaben als wichtigste Gesichtspunkte bei ihrer Hochschulwahl gute
Studienbedingungen, preiswerte Unterkunft, Attraktivität der Hochschulstadt und Spezialisierungsmöglichkeiten im gewählten Fach an. 95 Prozent der befragten Gymnasiasten hat das Schnupperstudium gut bzw. sehr gut gefallen.
Das Veranstaltungsangebot zum Schnupperstudium wurde gegenüber April 1995 wesentlich erweitert. Die Einführung der Fakultäten Specials fand beispielsweise bei den Teilnehmern große Resonanz. Dank des Engagements des Studentenrates wurde die Semestereröffnungsfete in der Mensa auch gleichzeitig als Schnupperstudentenfete durchgeführt und fand viel Lob.
Am Tag der offenen Tür, der zugleich Eröffnungstag des Schnupperstudiums war, wurden ca. 400 Besucher gezählt.
Abschließend sei allen an der Durchführung des Tages der offen Tür und des Schnupperstudiums beteiligten Fakultäten, der Siemens AG, der Universitätsbibliothek, dem Universitätsrechenzentrum, den Bereichen der zentralen Verwaltung, dem Studentenrat und insbesondere dem Studentenwerk für ihr Engagement und ihre Untersützung gedankt. Der nächste Tag der offenen Tür an der TU Chemnitz-Zwickau wird im Rahmen des landesweiten Tages der offenen Tür an sächsischen Hochschulen am 15. Januar 1996 durchgeführt.
Dr. Ina Meinelt
Zentrale Studienberatung
Ansturm auf Romanistik
Zwanzig, vierzig, achtzig Gymnasiasten - immer größere Schülergruppen füllten am Tag der offenen Tür im Oktober den Fachbereich Romanistik. Nicht nur die Stühle, sondern auch die Räume wurden knapp.
Dank der schon im September an Gymnasien in Chemnitz und im Umland verschickten Einladungen fanden weitaus mehr neugierige Studenten in spe als im Vorjahr den Weg in den Fachbereich, um Auskünfte über Studienprogramme, Fächerkombinationen und berufliche Perspektiven eines Romanistikstudiums an der TU Chemnitz-Zwickau zu erhalten.
Besonderes Interesse fanden neben zwei Informationsveranstaltungen die "Schnuppersprachkurse" für das Französische, Italienische und Spanische, doch auch im offenen Landeskunde-Seminar zum Thema "Frankreich - das arabischste Land Europas" drängten sich die Hörer. Videos zu Frankreich, Vorträge zu Sprachen und Literaturen der Romania und ein Flohmarkt ergänzten das Programm. Für eine eher sinnliche Kontaktaufnahme mit den romanischen Ländern sorgte ein in der Mittagszeit hochwillkommenes und dicht umlagertes französisch-italienisches Buffet.
Das gelungene Programm klang am Abend aus mit einem Diskussionsforum zu den französischen Atomtests im Pazifik, zu dem nicht nur Schüler und Studenten, sondern auch die Chemnitzer Öffentlichkeit eingeladen war. Nach einführenden Bemerkungen zur regierungsoffiziellen Haltung und zum breiten französischen Meinungsspektrum Frankreichs durch geladene französische Gäste entspann sich eine lebhafte Diskussion. Die emotionsgeladene Debatte um dieses brisante Thema zu rationalisieren und auch die Reaktionen der deutschen Öffentlichkeit einmal kritisch zu betrachten, war ein Anliegen des Forums, das von der Professur Kultur- und Landeskunde der romanischen Länder und der Deutsch-Französischen Gesellschaft Chemnitz organisiert wurde.
Stefanie Neubert
Philosophische Fakultät
TU-Leistungsschau 1995 - geringe Resonanz auf attraktive Angebote
Der Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften, Prof. Dr. Christian von Borczyskowski, und der Prorektor für Bildung, Prof. Dr. Alfons Söllner, im Gespräch mit Dr. Yevgeny B. Tasi, Prorektor für internationale Beziehungen des Nowosibirsker Staatlichen Technischen Universität, und Vladimir I. Derisov, Prorektor für Forschung der russischen Partneruniversität.
Leistungsschauen an Universitäten haben immer den Anspruch, die Forschung transparenter zu gestalten und damit das wissenschaftliche Leben der Öffentlichkeit näher zu bringen. Dem wurde auch die diesjährige Präsentation zur Forschungsfähigkeit und von entsprechenden Ergebnissen gerecht. Außerdem wurde ein weiterer Beweis dafür erbracht, daß sich die TU Chemnitz-Zwickau nach den Jahren der Um- und Neustrukturierung von 1990 bis 1993 und in der sich anschließenden Auf- und Ausbauphase von notwendigen Forschungskapazitäten wieder zu einem bedeutenden Wissenschaftszentrum im Freistaat Sachsen und über die Landesgrenzen hinaus entwickelt hat.
Die erstmals gemeinsame Durchführung der TU-Leistungsschau mit einer Vielzahl von Aktivitäten der Studienberatung sowie mit einer wissenschaftlichen Tagung innerhalb der Aktionswoche "Campus live" war zweckmäßig und richtig. Über 50 Exponate aus allen Fakultäten brachten die Einheit von Forschung und Studium in Form von Informationsständen oder zum Teil sehr attraktiven Demonstrationsanlagen gut zum Ausdruck. Zusätzlich präsentierten Rechenzentrum, Bibliothek, Patentinformationszentrum, An-Institute, das Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik sowie kommunale Einrichtungen und regionale Unternehmen ihre Angebote bzw. Forschungsergebnisse aus gemeinsamer Tätigkeit mit der TU Chemnitz-Zwickau.
Dr. Rainer Kittig (2.v.l.) und Dr. Jörg Muster (r.) von der Abteilung Technologie- und Wissenstransfer informierten während der Leistungsschau Interessenten über jüngste Forschungsergebnisse aus den sieben Fakultäten der Chemnitzer Universität.
Einerseits zeigte die Präsentation im neuen Messestandsystem, auf welchen Gebieten die TU Chemnitz-Zwickau "die Nase vorn hat" bzw. die Entwicklung in diesen Bereichen mitbestimmt. Andererseits gab es konkrete Beispiele für eine enge Kooperation mit kleinen und mittelständischen Unternehmen. In Form von regionalen, nationalen oder europäischen Verbundprojekten wurden und werden für oder im direkten Auftrag der Unternehmen Forschungsleistungen zum Beipiel zur Produktentwicklung, zur Veränderung der betrieblichen Struktur und Organisation, zur Qualitätssicherung oder generell zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit oder Erschließung neuer Märkte erbracht. Die Simulation kontinuumsmechanischer Probleme auf Parallelrechentechnik, die gemeinsame Forschungstätigkeit am Toplader-Waschvollautomat Vitatop WN 1272 R - ausgezeichnet mit einem Innovationspreis des Freistaates Sachsen 1995 -, die Dimensionierung der Rahmenstruktur eines Trakking-Bikes, die Gruppensteuerung von Aufzügen und deren Simulation, das Rapid Tooling sowie ein neuentwickeltes Miniatur-Farbmeßgerät waren dafür konkrete Beispiele.
Die Resonanz auf die TU-Leistungsschau sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Bürgern der Region konnte jedoch auch in diesem Jahr nicht befriedigen. Zukünftig soll deshalb die TU-Leistungsschau zeitlich verkürzt durchgeführt werden. Ein "Industrietag", zu dem mit Unterstützung aller Professuren gezielt Unternehmen eingeladen werden, wird von der regionalen Wirtschaft sicher besser zur Information und zum Erfahrungsaustausch angenommen.
Dr. Rainer Kittig
Abteilung Technologie- und Wissenstransfer