TU Spektrum 3/1995
* Magazin der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau *

AKTUELLES


Willkommen im Experten-Makler

Internationale Medien erreichen mit elektronischem Dienst auch die Chemnitzer Uni

(St) In Anlehnung an erfolgreiche Informationssysteme wie ProfNet in den USA und Quadnet in Großbritannien haben die Pressestellen der TU Clausthal und der Universität Bayreuth - unterstützt in technischen Fragen durch das Rechenzentrum der TU Clau sthal - ein neues Experten-Maklersystem aufgebaut. Basis ist ein in Clausthal installierter Listserver, der über das Wissenschaftsnetz per Electronic Mail erreichbar ist. Während normalerweise Journalisten bei ihren Recherchen auf wissenschaftlichem Terrain zum Telefon greifen und sich oft genug erfolglos durchfragen, können sie nun elektronisch bei diesem Listserver ihre Fragen stellen. Der Rechner im Oberharz verteilt di e Anfrage sofort an derzeit 65 Forschungseinrichtungen in der Schweiz, Österreich und Deutschland. Seit Ende Juni 1995 auch an die Pressestelle der TU Chemnitz-Zwickau, die Dank der Unterstützung des Chemnitzer Universitätsrechenzentrums einen Netzzugang erhielt. Die Pressesprecher der beteiligten Forschungseinrichtungen überprüfen die eingehenden Anfragen und setzen sich mit vermeintlichen Experten in der eigenen Einrichtung in Verbindung. Sollten diese "auskunftsbereit" sein, wird der Kontakt zu den anfragenden Journalisten hergestellt. Die positiven Reaktionen dieser Journalisten auf den Experten-Makler kommen nicht von ungefähr, erhalten sie doch "bedarfsgerecht" Informationen aus erster Hand. Die Erfahrungen der ersten Wochen zeigten jedoch, daß viele Journal isten an der TU Chemnitz-Zwickau "vorbeifragten", interessierten sie sich doch mehr für Problemstellungen aus der Medizin und der Astronomie. Der Experten-Makler ist Teil des Informationssystems ELSTER - Elektronische Technologie für die europaweite Recherche. Geplant ist der Aufbau eines regelrechten Informationsverbundes, der die Kommunikation zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Me dien intensivieren, effektivieren und - durch die Nutzung der elektronischen Möglichkeiten - auch kreativ "modernisieren" soll. Insbesondere soll ein Verbund aller Pressestellen bedeutender Forschungseinrichtungen im europäischen Raum über die Hochschulen hinaus zu den Großforschungseinrichtungen und der Industrie aufgebaut werden. Darüber hinaus soll diese Kommunikationsschiene für den Wissenschaftsjournalismus etabliert werden, um Forschungskompetenz für die Kontaktanbahnung und Orientierung zu präsenti eren. Neben diesen Zielen wird über die Schaffung von Forschungs-, Personen- und Bilddatenbanken, die Etablierung eines Übersetzungsservices, das Angebot eines gemeinsamen Veranstaltungskalenders, eines Artikelarchivs und einer Art Jobvermittlung im akademische n Raum intensiv nachgedacht. In diese Überlegungen ist auch die Abteilung Technologie- und Wissenstransfer der TU Chemnitz-Zwickau einbezogen.

Wer weitere Informationen über den Experten-Makler wünscht oder Kontakt zu ihm aufnehmen möchte, kann seine elektronischen Anfragen an mario.steinebach@verwaltung. tu-chemnitz.de senden oder die Telefonnummer 03 71/5 31-16 58 wählen.


386 Seiten Forschung

(St) Der "Jahresforschungs- bericht 1994" der TU Chemnitz-Zwickau umfaßt 386 Seiten, beinhaltet die Leistungen und das Forschungsprofil von 199 Professuren an sieben Fakultäten und skizziert wesentliche Projektleistungen. Ziel der vom Prorektor für Forschung und der Abteilung Technologie - und Wissenstransfer der TU initiierten "Leistungsschau in gedruckter Form" ist die Ermöglichung von Kooperationen zwischen TU-Forschern und Vertreter der Wirtschaft, von Kommunen, Verbän den, Fachausschüssen etc.. Bestellungen sind über die Abteilung Technologie- und Wissenstransfer,Telefon 03 71/5 31-16 71, möglich.


Neuer Koloß im Prüflabor

(Hä) An der Professur Konstruktionslehre der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau wurde eine moderne Universalprüfmaschine für Bauteil- und Werkstoffuntersuchungen in Betrieb genommen. Die leistungsstarke Prüfmaschine zeichnet sich durch hohe Flexibilität und Universalität aus. Sie wurde von einer Leipziger Firma in enger Zusammenarbeit mit der Professur Konstruktionslehre entwickelt und gebaut. Mit der ca. vier Meter hohen Maschine kön nen statische und dynamische Versuche bis zu einer Prüfkraft von 250 Kilonewton, das entspricht der Gewichtskraft einer Masse von 25 Tonnen, durchgeführt werden.


Fotojournalistischer Preis des Deutschen Hochschulverbandes ausgeschrieben

BILD Zur Erinnerung: Der erste Preis des Fotowettbewerbs " Bilder aus der Wissenschaft " ging 1994 an Thomas Range aus Bochum für sein Bild " Das Modell eines Meereswellenkraftwerks " mit seinem Entwickler Prof. Dr. E. Häußler.


(St) Der Deutsche Hochschulverband schreibt in Zusammenarbeit mit den Nachrichtenagenturen Associated Press und Deutsche Presse-Agentur, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem Verband der Lokalpresse und der Firma Leica Camera GmbH einen Fotoprei s für Journalistinnen und Journalisten, Vertreter von Pressestellen und freie Interessenten aus. Er ist mit einem ersten Hauptpreis von 5.000 Mark dotiert; als zweiter Hauptpreis - für das technisch beste Foto - ist eine Fotokamera ausgesetzt. Außerdem wird ein Anerkennungspreis von 1.000 Mark vergeben. Mit diesen Preisen soll die bildliche Erschließ ung von Themen aus dem Bereich von Wissenschaft und Hochschule gefördert werden. Die Hauptpreise und der Anerkennungspreis werden für inhaltlich und technisch gelungene Fotos aus Forschung, Lehre und Hochschulleben vergeben. Die Fotos sollen in Form von Einzelbildern interessante Zustände und Vorgänge darstellen. Sie sollten geeignet sein, einem breiten Publikum Einblick in die Arbeit der wissenschaftlichen Hochschulen zu vermitteln. Erwartet wird anspruchsvolles Bildmaterial, das eindrucksvolle Sachverhalte, Personen oder Situationen visualisiert und damit beim Betrachter das Interes se nach weiteren Informationen erwecken kann. Jede Bewerberin bzw. jeder Bewerber reicht maximal drei Einzelbilder in Papierformat 25 x 30 cm oder 30 x 40 cm (Farbe oder schwarz-weiß) mit einer ausführlichen Bildlegende ein. Die Bildlegende sollte auf der Rückseite befestigt sein und vor allem folgendes enthalten:
- Aufnahmeort und -datum 
- Aufnahmegegenstand bzw. aufgenommene Person(en) 
- Adresse und Telefonnummer der Bewerberin bzw. des Bewerbers 
- Alter und Beruf, Art der Ausbildung.  
Die Bewerbungen sind bis zum 
01. Dezember 1995 unter folgender Anschrift einzureichen:  
Deutscher Hochschulverband  
Geschäftsstelle Rheinallee 18
53173 Bonn

Die eingesandten Bilder werden zurückgeschickt, sofern Rückporto und ein Adressaufkleber beigefügt sind. Die Entscheidung über die Vergabe der Preise trifft eine ehrenamtlich tätige Jury unter dem Vorsitz von Professor Dr. Siegfried Quandt (Universität Gießen). Der Jury gehören der verantwortliche Redakteur von "Forschung & Lehre", drei erfahrene Bildjournal isten aus Agenturen bzw. einer großen Zeitung und ein Fachmann der Firma Leica Camera GmbH an. Die Preise werden öffentlich in einer Feierstunde übergeben.


Eine Million für Landesinnovation

(Hä) Für das Landesprogramm "Landesinnovationsstipendien", mit dem besonders Diplom- und Promotionsarbeiten mit hohem innovativen Wert für sächsische Unternehmen gefördert werden, stellt das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst l aut eigener Pressemitteilung 1995 Mittel in Höhe von einer Million Mark bereit. Damit werden voraussichtlich insgesamt 26 Diplom- und Promotionsarbeiten an sächsischen Hochschulen gefördert, für die ein besonderes Interesse der Wirtschaft vorliegt. Den höchsten Anteil der Fördermittel erhalten davon Nachwuchswissenschaftler der Techn ischen Universität Dresden und der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau mit je rund 200.000 DM.

Auch die sächsischen Fachhochschulen beteiligen sich an dem Landesprogramm: So werden u. a. rund 100.000 Mark den Nachwuchswissenschaftlern der Hochschule für Technik und Wirtschaft Mittweida (FH) zur Verfügung gestellt. Die finanziellen Mittel erhalten d ie Landesinnovationsstipendiaten in Form von Zuschüssen für die notwendige Geräteausstattung und Sachmittel sowie als befristete Stipendien (monatlich 1.300 DM ohne Familienzulage). Die Förderung sächsischer Landesstipendiaten geht auf einen Kabinettsbeschluß vom 24. Januar 1995 zurück. Er legt fest, daß die Landesstipendiaten unabhängig vom Einkommen der Eltern zu fördern seien, um ihnen einen besonderen Leistungsreiz zu geben. Die entsprechende Förderrichtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst verpflichtet die Studierenden dazu, die Promotion innerhalb von maximal drei Jahren abzuschließen.

Das sächsische Landesprogramm "Landesinnovationsstipendien" ist besonders geeignet, den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft erheblich zu beschleunigen.


TU-Fotopreisausschreibung verlängert

(St) Aus aktuellem Anlaß wird die Ausschreibung eines Fotopreises an der TU Chemnitz-Zwickau bis 01. Dezember 1995 verlängert. Bisher haben sich lediglich fünf TU-Hobbyfotografen beteiligt.


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HTML-Version von Ralph Meyer, 10. Oktober 1995