TU Spektrum 1/1995
* Magazin der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau *
INTERNA
Neu: Kommission für Öffentlichkeitsarbeit
(St) Im Dezember 1994 wurde die Kommission Öffentlichkeitsarbeit gegründet, der nachstehende Mitglieder angehören:
Prof. Dr. Dietrich Zahn
Fakultät für Naturwissenschaften,
Prof. Dr. Michael Dietzsch
Fakultät für Maschinenbau und
Verfahrenstechnik,
Prof. Dr. Dietmar Müller
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik,
Prof. Dr. Cornelia Zanger
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften,
Prof. Dr. Volker Mehrmann
Fakultät für Mathematik,
Dr. Renate Wißuwa
Philosophische Fakultät,
Dipl.-Inf. Jens Zeidler
Fakultät für Informatik
Dipl.-Ing. Mario Steinebach
Pressestelle,
Dipl.-Kfm. Frank Sistenich
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.
Zum Vorsitzenden der Kommission wurde Prof. Dr. Dietrich Zahn gewählt. Die Kommission stellt sich das Ziel, die Besonderheiten der TU Chemnitz-Zwickau herauszuarbeiten, neue Konzepte zur Erhöhung der Attraktivität der Universität in der Öffentlichkeitsarbeit und Konzepte zur Studentenwerbung zu erarbeiten.
Geburtstagsparty im Labor
(St) Seit vier Jahren besteht das CIM-Technologietransfer-Zentrum (CIM-TTZ) an der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik der TU Chemnitz-Zwickau. 1991 vom damaligen Bundesministerium für Forschung und Technologie aus der Taufe gehoben, informierte es Unternehmen der Region über aktuelle Fragen des integrierten Zusammenwirkens von Mensch, Technik und Organisation.
Nach Aussage von Prof. Holger Dürr, Sprecher des CIM-TTZ, will das Transfer-Zentrum auch zukünftig einerseits das Sach- und Erfahrungswissen zum Einsatz innovativer Technologien und moderner Produktionstechniken sowie humaner Gestaltungstechnologien beschleunigt in die industrielle Anwendung bringen und andererseits die Kreativität der Mitarbeiter als ein wesentliches Unternehmenspotential verstehen und nutzen.
Im Rahmen eines Informationstages im Februar anläßlich des CIM- TTZ-Geburtstages wurden unter anderem zwei Innovationen vorgestellt: Die schnelle Fertigung von Prototypen (Rapid Prototyping) direkt aus CAD-Geometriedaten sowie ein Kommunikationsnetzwerk für den Austausch von Daten und zum Betreiben von Videokonferenzen.
Willkommen im Verein
(St) Unter starker Beteiligung von Vertretern aus Wissenschaft und Praxis wurde am 22. November 1994 die Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftliche Gesellschaft an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TU Chemnitz-Zwickau gegründet. Ziele der Gesellschaft sind die Förderung von wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsvorhaben sowie die Förderung des Wissenstransfers zwischen Universität und Wirtschaftspraxis. Erste Ansätze für die zukünftige Arbeit sieht der Vorstand in der Durchführung von Vortragsveranstaltungen, insbesondere in der Unterstützung des Chemnitzer Ostforums. Daneben gilt die Arbeit der Vermittlung von Praktikumplätzen sowie
praxisorientierten Diplom- und Doktorarbeiten.
Willkommen im Verein sind alle Mitglieder der Wirtschaftspraxis
(einschließlich juristischer Personen) ebenso wie Vertreter aus der Wirtschaftswissenschaft und Studenten.
Interessenten wenden sich an
TU Chemnitz-Zwickau,
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften,
Dipl.-Kfm. Gerhard Blazejeski, 09107 Chemnitz,
Telefon: 0371/31-4148.
Auf in den Wilden Westen
Vor zwei Monaten erst hat sich Dr. Thomas Vojta im Institut für Physik i.G. der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau promoviert. Und nun zieht es ihn nach Westen, aber nicht in den bundesrepublikanischen Westen, den er während seines Studiums schon zwei Jahre lang anläßlich eines Forschungsaufenthaltes an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz kennengelernt hat. Jetzt ist das Ziel die Universitätsstadt Eugene in Oregon im Nordwesten der Vereinigten Staaten. Hier möchte er während eines Forschungsaufenthaltes seine bisherigen Untersuchungen zu elektronischen Zuständen in amorphen Halbleitern fortsetzen. Bei dem international renommierten Experten Prof. Dietrich Belitz will Dr. Vojta neue Methoden kennenlernen, um dieses Thema weiter zu behandeln. Der Deutsche Akademische Austauschdienst hat zu diesem Zweck ein Stipendium in Höhe von 4.100 Mark zur Verfügung gestellt. Im Anschluß an den USA-Aufenthalt will Dr. Vojta seine Forschungen in Chemnitz fortsetzen. Auf die Frage, warum er sich bereits jetzt wieder für Chemnitz entschieden hat, antwortete er: "Wegen der guten Arbeitsbedingungen, der guten Ausstattung und überhaupt des guten Arbeitsklimas an der Chemnitzer Uni."
Prof. Dr. Michael Schreiber
Fakultät für Naturwissenschaften
Neuer DFG-Vertrauensdozent
(Hä) Der Senat der TU Chemnitz-Zwickau wählte am 10. Januar 1995 Prof. Dr. Michael Schreiber zum neuen DFG-Vertrauensdozenten. Sein Stellvertreter ist Prof. Dr. Rainer Kreißig. Die Amtszeit beginnt am 01. April 1995. Besonderer Dank gilt dem derzeitigen Amtsinhaber, Prof. Dr. Siegfried Wagner. Seit 1991 hat Prof. Wagner die Kontakte zur DFG wesentlich gefördert und Wissenschaftler bei der Antragstellung unterstützt. Mittlerweile laufen über 110 DFG-Projekte an der TU Chemnitz-Zwickau.
Die Philosophische Fakultät der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau trauert um ihr Mitglied,
Herrn Prof. Dr. Ulrich Tränkle
Am 27. Februar 1995 verstarb plötzlich und unerwartet Herr Prof. Tränkle im Alter von nur 47 Jahren. Geboren am 30.06.1947, nahm er 1968 das Studium der Psychologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt auf. Von 1971 bis 1974 arbeitete er als Mitarbeiter und Gesellschafter eines Institutes für angewandte Psychologie und empirische Sozialforschung. Seit 1974 als wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Psychologie an der Universität Frankfurt tätig und in der Forschung schwerpunktmäßig mit den Bereichen der Methodenlehre und Verkehrspsychologie befaßt, wurde Prof. Tränkle 1977 mit einer Arbeit über "Auswirkungen von Langzeitverfahren unter Geschwindigkeitsbeschränkung auf das Fahrverhalten" promoviert.
Seit 1978 übernahm er als Akademischer Rat überwiegend Lehraufgaben am Psychologischen Institut der Universität Münster. Hier war er in Forschung und Lehre im Bereich der angewandten Psychologie und der Methodenlehre tätig. 1982 habilitierte er sich für das Fach Psychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster. 1987 wurde er dort zum außerplanmäßigen Professor berufen.
Im Rahmen der Gründung der Philosophischen Fakultät an der TU Chemnitz-Zwickau erhielt Herr Prof. Tränkle im Januar 1993 einen Ruf auf die Professur Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie, dem er zum 01. April 1993 folgte. Prof. Tränkle trat mit zahlreichen Publikationen zum Verhalten im Straßenverkehr an die Öffentlichkeit. Weitere Forschungsschwerpunkte waren die "Altersgerechte Technik", "Arbeitsgestaltung im öffentlichen Personennahverkehr" und "Arbeitsschutz bei der Sanierung von Altlasten". In der Durchführung befanden sich u. a. ein Forschungsprojekt "ANBINDUNG - Anforderungen Älterer an eine benutzergerechte Vernetzung individueller und gemeinschaftlich genutzter Verkehrsmittel" und ein Forschungsprojekt zu "Arbeitsemotionen und Arbeitszufriedenheit".
Herr Prof. Tränkle war Mitglied des Fakultätsrates und hat sich in zahlreichen Kommissionen aktiv für die Belange von Fakultät und Universität eingesetzt. Er war ein von allen Kollegen und Mitarbeitern geachteter Vertreter seines Faches.
Mit Herrn Prof. Tränkle verliert die Philosophische Fakultät nicht nur einen ausgewiesenen Wissenschaftler und akademischen Lehrer, der sich allen Aufgaben stellte, sondern auch einen Menschen, der bei Kolleginnen und Kollegen, bei seinen Mitarbeitern und Studierenden höchstes Ansehen und Vertrauen genoß. Er war für Vertreter der jüngeren und jungen Generationen wissenschaftlich wie menschlich stets ein Vorbild.
Die Philosophische Fakultät gedenkt Herrn Prof. Tränkle in Dankbarkeit und Anerkennung.
Für die Philosophische Fakultät
der TU Chemnitz-Zwickau
Prof. Günther Grünthal
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Ralph Meyer, 7. April 1995