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  TU Spektrum  
   
Zwischen Hörsaal und Schwimmhalle
Wirtschaftsmathematik-Student und Schwimm-Ass Kay Bernhard schaffte den Sprung in die erste Bundesliga

 

Sie haben vor gut zwei Jahren mit dem Leistungssport aufgehört. Gab es wichtigere Dinge in Ihrem Leben?
Ich habe zwei Semester versucht, Studium und Sport unter einen Hut zu kriegen, aber zweimal täglich Training und das Studium an der Uni waren mir einfach zu viel. Ich konnte mich nur auf eines richtig konzentrieren. Außerdem habe ich nicht mehr die nötigen Leistungssprünge gemacht, die man braucht, um in der internationalen Spitze mitzuschwimmen.

Sie studieren an der TU Chemnitz Wirtschaftsmathematik - das ist im Vergleich zum Schwimmen ein sehr trockenes Gebiet.
Der Stoff ist teilweise sehr abstrakt, aber der praktische Nutzen dieses Studienganges ist sehr groß. Ich entwickle gerade ein Programm für Mannschafts-Schwimmwettkämpfe, das die Aufstellung erleichtern soll. Ich bin aber noch ganz am Anfang.

Was beinhaltet das Programm konkret?
Bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft mit zehn Startern pro Team gibt es insgesamt 17 Strecken, die jede Mannschaft zweimal schwimmen muss. Ein Schwimmer hat insgesamt fünf Wettkämpfe, darf aber auf keiner Strecke doppelt starten. Ich entwickle mehrere Lösungsschritte, mit denen man die Aufstellung und Startreihenfolge besser bewältigen kann.

Stand für Sie als Sportler je ein anderer Studienort zur Debatte?
Für mich stand von Anfang an fest, dass ich in Chemnitz bleibe, und ich bereue es nicht. Man hat es als Sportler sehr leicht an der TU Chemnitz. Wenn man wettkampfbedingt fehlt, hat man genug Möglichkeiten, den Stoff nachzuholen. Die Betreuung durch die Lehrkräfte ist sehr persönlich und das Vorlesungsangebot sehr umfangreich. Außerdem ist die örtliche Nähe des Campus zum Sportforum optimal.

Mit dem Schwimmen soll es aber noch eine Weile weitergehen, oder?
Natürlich, denn ohne diesen Sport würde mir was fehlen. Alle im Verein haben meine Entscheidung akzeptiert und verstehen, wenn ich nur zwei- bis dreimal zum Training in der Woche komme. Dann schwimme ich so an die drei Kilometer. Ohne den Druck habe ich teilweise bessere Zeiten erreicht als vorher.

Der mehrfache deutsche Hochschulmeister Kay Bernhardt in seiner Trainingsstätte.
Foto: Peggy Schellenberger
    Kay Bernhardt gehört zum zehnköpfigen Männerteam des Schwimmclubs Chemnitz, das in diesem Jahr souverän in die erste Bundesliga aufgestiegen ist. Er hat es geschafft, seinen Sport und das harte Mathematikstudium unter einen Hut zu bringen. Peggy Schellenberger führte mit dem 23-Jährigen folgendes Gespräch:

Seit wann sind Sie beim SCC und was waren ihre größten sportlichen Erfolge?
In der 5. Klasse bin ich aufs Sportgymnasium und zum Schwimmclub gewechselt. Mein größter Einzelerfolg war der deutsche Juniorenmeistertitel 1998 über 200 Meter Rücken. Mit der Mannschaft ist es natürlich der Aufstieg in diesem Jahr. Außerdem bin ich mehrfacher deutscher Hochschulmeister.

Korbjäger entfachen Basketball-Euphorie
Immer mehr Fans zieht es in die Hartmannhalle - Saisonziel der BV TU Chemnitz übererfüllt
   

(PES) Mai 2002: Über 1.000 Fans hatten den Aufstieg der BV TU Chemnitz in die zweite Bundesliga live miterlebt. Die Schlossteichhalle schien aus allen Nähten zu platzen, und der Jubel der begeisterten Fans kannte keine Grenzen. Nach dem Feiern war jedem klar: Eine knüppelharte Saison stand dem Team und dem aus Japan zurückgekehrten Trainer Torsten Loibl bevor. Ende April 2003: Über 2.000 Basketballanhänger bescherten dem Zweitligisten im letzten Heimspiel gegen Karlsruhe einen neuen Besucherrekord, eine ausverkaufte Hartmannhalle und eine Bombenstimmung. Trotz der Niederlage hatte man den Klassenerhalt schon längst in Sack und Tüten, und umso ausgelassener war die Atmosphäre. Das Saisonziel der Chemnitzer Korbjäger ist übererfüllt worden, man ist der einzige Aufsteiger, der die Klasse halten konnte und belegte mit einer Punktbilanz von 26:38 den elften Platz. Mit einem Zuschauerschnitt von 1.500 Besuchern pro Heimspiel lag die Truppe um Mannschaftskapitän Martin Schuster sensationell ganz vorn in der zweithöchsten

 

Spielklasse Deutschlands. Die teilweise sehr guten Leistungen der „99´ers“, besonders in der Rückrunde, entfachten in Chemnitz eine neue Basketballeuphorie. In der Hinrunde wurden einige Partien knapp und manchmal in letzter Minute verloren. So zum Beispiel gegen den TSV Ansbach (74:78) oder ratiopharm Ulm (77:81). Die zweite Halbserie zeigte die wachsende Erfahrung und brachte dann einige Überraschungssiege unter anderem gegen Top-Teams wie den BBC Bayreuth (89:80), oder den rce Falke Nürnberg (84:83). Ein einstelliger Tabellenplatz ist das bescheidene Ziel der BV TU Chemnitz für die kommende Saison. Ob die ausländischen Leistungsträger wie Curtis Mc Fall, Dusan Macura oder Markus Hallgrimson gehalten werden können, wird sich zeigen. Trotz der fortschreitenden wirtschaftlichen Sanierung des Vereins, macht der Vorstand deutlich: Auch in der neuen Saison können außer Siegprämien keine überdimensionalen Summen gezahlt werden. Der Verein, die Mannschaft und die treuen Fans müssen wohl noch eine Weile warten, bis man in allen Belangen erstligareif ist.

   
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