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  TU Spektrum  
   
Ohne Datenbanken geht fast nichts mehr  

Erhard Rahm, Gottfried Vossen (Hrsg.)
Web & Datenbanken - Konzepte, Architekturen, Anwendungen
dpunkt.verlag Heidelberg, 2002,
ISBN 3-89864-189-9, Preis: 54 Euro

Umfassendes Lehrbuch vermittelt Wissen zu XML, Datenbanken und Internet  
(MSt) Das World Wide Web ist ohne Datenbanken nicht mehr vorstellbar: Wenn etwa Kataloge und Zeitschriften online gehen oder wenn Unternehmen ihre Produkte im Web anbieten, dann arbeiten im Hintergrund fast immer Datenbanksysteme. Statische Internetpräsentationen rücken dabei immer weiter in den Hintergrund, während dynamische Inhalte im Internet stark zunehmen. Hieran haben solche Daten, wie Texte, Bilder, Töne und Video, rasch aktuell wechselnde Informationen oder solche, die speziell für   bestimmte Benutzer zusammengestellt werden, einen ganz wesentlichen Anteil. Ohne Datenbanken wären diese komplexen Anforderungen kaum zu bewältigen. In dem im dpunkt.verlag Heidelberg erschienenen Buch „Web & Datenbanken - Konzepte, Architekturen, Anwendungen“ präsentieren 32 Fachleute erstmals in kompakter Form verschiedene Probleme, die bei der Arbeit mit unstrukturierten oder semistrukturierten Daten, XML und Internetdatenbanken auftreten.   Der Einstieg wird dem Leser durch ein Kapitel des Chemnitzer Datenbankprofessors Wolfgang Benn und einem seiner Mitarbeiter über semistrukturierte Datenmodelle und XML ermöglicht, bevor weitere Kapitel auf anwendungstechnische Details dieser Sprache, auf die Architektur und Implementation von Systemen sowie auf Anwendungen und bereits existierende Systeme eingehen. Das Buch wendet sich an Praktiker, Lehrende und Lernende gleichermaßen.  

Birgit Awiszus, Jürgen Bast, Holger Dürr, Klaus-Jürgen Matthes
Grundlagen der Fertigungstechnik
Fachbuchverlag Leipzig im Carl Hanser Verlag, 2002,
ISBN 3-446-22057-7, Preis: 29,90 Euro

  Vom Urformen bis zum Rapid Prototyping
  Neues Lehr- und Fachbuch ist Standardwerk der Fertigungstechnik in Sachsen
  (MSt) Beim Fachbuchverlag Leipzig erschien im Dezember das Lehr- und Fachbuch „Grundlagen der Fertigungstechnik“. Es vermittelt auf 400 Seiten einen Überblick über moderne Verfahren und Prozesse zur Herstellung geometrisch bestimmter fester Körper aus verschiedenen Werkstoffen oder Werkstoffkombinationen. Der Schwerpunkt liegt auf den Verfahren Urformen, Umformen, Trennen, Fügen, Beschichten, Stoffeigenschaftsändern durch Wärmebehandlung sowie Rapid Prototyping. Dargestellt werden die technischen,   technologischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Zusammenhänge, Fertigungseinrichtungen sowie zugehörige Systembausteine. Dadurch kann der Leser eigenständig fertigungstechnische Sachverhalte analysieren und moderne Fertigungsprozesse bewerten und gestalten. Weiterhin vermittelt das Buch, grundlegende Fachkenntnisse zur Anwendung der Fertigungsverfahren in verschiedenen Industriezweigen aus der Sicht von Produktivität, Flexibilität,   Automatisierung und Umweltverträglichkeit. Viele praxisorientierte Beispiele sowie zahlreiche anschauliche Bilder und Tabellen präzisieren den Text, wesentliche Definitionen und Merksätze sind optisch hervorgehoben.
Das kompakte Nachschlagewerk richtet sich sowohl an Studierende in den Fachrichtungen Maschinenbau, Produktionstechnik und Wirtschaftsingenieurwesen an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien als auch an in der Praxis tätige Ingenieure.
Sind Enquete-Kommissionen wirkungslos?  

Ralf Altenhof
Die Enquete-Kommissionen des Deutschen Bundestages
Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 2003, ISBN 3-531-13858-8, 32,90 Euro

Chemnitzer Politikwissenschaftler bilanziert die politische Wirkung dieser Gremien
(MSt) Der Politikwissenschaftler Dr. Ralf Altenhof von der TU Chemnitz legt erstmals eine Gesamtbilanz aller Enquete-Kommissionen vor. In dem beim Westdeutschen Verlag erschienenen Buch „Die Enquete-Kommissionen des Deutschen Bundestages“ kommt er zu einem ernüchternden Schluss: „Die Waagschale für das Instrument der Enquete-Kommission senkt sich eher in Richtung stumpfe politische Waffe.“
Altenhof weist im Einzelnen die geringe politische Wirkung nach: Kommissionsberichte, welche die
  Gesetzgebungsarbeit unterstützen sollen, werden vom Parlament meist lediglich zur Kenntnis genommen und an die politischen Ausschüsse verwiesen. Dort beginnt der Diskussionsprozess dann oft von vorne. Einige Kommissionen scheiterten in den letzten dreißig Jahren aufgrund parteipolitischer Differenzen schon an der Aufgabenstellung. Umsetzungserfolge tragen Enquete-Kommissionen nur dann davon, wenn ihre Vorschläge ohnehin zur Diskussion stehen. Hinzu kommt, dass sich mittlerweile manche Enquete-Kommission zum   wahren Forschungsunternehmen entwickelt hat. Das zeigt der Anteil der daraus hervorgehenden wissenschaftlichen Publikationen. Nach Altenhof kann dies nicht im Interesse einer wirkungsvollen politischen Arbeit sein.
Positiv vermerkt Altenhof, dass Kommissionen oft ihrer Zeit voraus waren und auch das öffentliche Bewusstsein erheblich schärfen können. So etwa die Enquete-Kommission zur Kernenergie-Politik, die ein bedeutendes Forum für Kernenergie-Gegner bot. Altenhof empfiehlt eine umfassende Evaluationsforschung.
 

 
TU-Spektrum 1/2003 43
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