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| TU-Werbung
millionenfach |
| Chemnitzer
Uni macht neues Logo bekannt |
Heike
Fischer vom Briefzentrum Chemnitz hält den
neuen Werbestempel der TU Chemnitz in der Hand.
Foto: TU Chemnitz/Sven Gleisberg
(HR) Anja Loose, Leiterin
des Bereiches Marketing/ Öffentlichkeitsarbeit:
„Wir wollen den guten Namen unserer Universität,
ihr neues Outfit und natürlich eine der uns
wichtigen Botschaften in die Welt hinaus tragen.
Der Poststempel der hiesigen Postregion ist dafür
ein geeignetes Marketinginstrument.“
Im Briefzentrum Chemnitz
werden Briefe und Karten nun nicht nur mit dem Tagesstempel,
sondern auch mit dem neuen Logo und der Internet-Adresse
der TU Chemnitz bedruckt. Aus hunderten Briefkästen
der Postleitregion „09“ gelangen pro
Jahr mehrere Millionen Postsendungen in das Chemnitzer
Briefzentrum. Hier werden sie abgestempelt und verschickt,
jeder vierte Brief wird mit dem Uni-Stempel bedruckt.
Laut Auskunft des Bereiches Direkt Marketing der
Deutschen Post sind das pro Arbeitstag etwa 26.000
Briefe und damit über acht Millionen Briefe
im Jahr. |
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Mathe
für Eichhörnchen |
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des Problems nicht aufsuchen müssen. „Das Problem
musste zunächst theoretisch modelliert und gelöst
werden, außerdem habe ich ein entsprechendes Computer-Programm
entwickelt“, beschreibt sie ihre Schreibtischarbeit.
Trotzdem war sie froh, dass sie sich nach dem etwas trockenen
Grund-studium - „Parole: Durchkämpfen!“
- einer praktisch orientierten Frage zuwenden konnte.
Ihr Programm zeigt dem Forstwirt eine Langzeitprognose,
wo er Wald abholzen sollte.
„Meine Arbeit ist aber nur ein erster Schritt der
Forschung“, stellt Monika Wolf klar. |
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Chemnitzer
Studentin legt Diplomarbeit zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung
vor |
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(VTZ/MSt)
Kann man als Mathematiker das Leben von Eichhörnchen
retten? Nicht in seiner Freizeit, irgendwo im Wald, sondern
vom Schreibtisch aus? Man kann. Die 25-jährige Monika
Wolf bewegt sich
in ihrer in diesem Jahr an der TU Chemnitz vorgelegten
Diplomarbeit im Bereich der Wirtschaftsmathematik im Spannungsfeld
von Ökonomie und Ökologie.
Holz ist ein begehrter Rohstoff, nicht nur in der Bau-
und Möbelwirtschaft, auch zur Papierherstellung wird
er benötigt. Vor Jahrzehn-ten wurden deshalb große
Waldflächen zur Gewinnung dieses Rohstoffes gerodet.
Natürlich wurde auch wieder aufgeforstet, doch wegen
der großen brachliegenden Fläche wuchs der
neue Wald ungeschützt und deshalb auch nicht so gut
auf wie ein natürlicher. Aus diesem Grund ging die
Forstwirtschaft im vergangenen Jahrzehnt dazu über,
in großen Waldgebieten an verschiedenen Stellen
abzuholzen – und dort auch recht zügig wieder
anzupflanzen. Die jungen Bäume wurden nun vom sie
umgebenden ursprünglichen Wald geschützt, ein
Ergebnis dieser Praxis aber waren Waldgebiete, die aussahen,
wie Deutschland im 18. Jahrhundert: Ein Flickenteppich
aus größeren und kleineren Stücken, aus
ursprünglichen und nachwachsenden Forsten.
Der Flora des Waldes tat diese Praxis gut. Aber es leben
ja auch Tiere dort. Die Biologen meldeten sich zu Wort:
Verschiedene Tierarten benötigen für ihr Leben
große zusammenhängende ursprüngliche Waldgebiete,
Elche zum Beispiel, oder eben Eichhörnchen. Fährt
man mit der Flickenteppich-Methode bei der Waldbewirtschaftung
fort, wird das Überleben dieser Arten auf Dauer gefährdet.
Deshalb wird vor allem in skandinavischen |
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Ländern
über gesetzliche Regelungen nachgedacht, die die
Fauna schützen sollen. In Schweden beispielsweise
sollen diese Gesetze in den nächsten Jahren kommen.
Jenseits des Atlantiks, in den USA, gibt es solche Bestimmungen
bereits.
Jetzt kommt die Diplomarbeit von Monika Wolf ins Spiel,
die sie
zu großen Teilen im schwedischen Linköping
schrieb. An der dortigen Universität fand sie im
Professor
für Optimierung Mikael |
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Monika
Wolf eroberte Schweden mit dem Computer und entwickelte
ein mathematisches Modell zur Waldbewirtschaftung. Prof.
Dr. Bernd Luderer betreute ihre Diplomarbeit.
Foto: TU Chemnitz/Sven Gleisberg |
Rönnqvist einen Wissenschaftler, der sie gemeinsam
mit dem Chemnitzer Professor für Wirtschaftsmathematik
Bernd Luderer betreute. Die aus Frankfurt am Main stammende
Studentin Monika Wolf beschäftigte sich mit der Frage:
Wo in einem Waldgebiet kann man so abholzen, dass die
Tierwelt überleben kann – und es sich trotzdem
auch unter wirtschaftlichen Aspekten rechnet. Für
Mathematiker eine ganzzahlige Optimierungsaufgabe, die
es zu lösen gilt. Wolf legt in ihrer Arbeit ein mathematisches
Modell vor, das aus einer A4-Seite Formeln besteht, und
entwickelte einen Lösungsalgorithmus. Für Waldgebiete
von 100 Hektar Größe müssen zwischen 50.000
und 200.000 Variablen berücksichtigt werden. Einen
echten Wald hat Monika Wolf zur Lösung |
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Die Waldgebiete, um die es geht, sind in Wahrheit wesentlich
größer als die 100 Hektar, die ich im Testfall
durchgerechnet habe.“ Hier sei noch eine intensivere
Erprobung notwendig. Sollte die aber erfolgen, kann dank
ihrer mit „sehr gut“ bewerteten Diplomarbeit
ein langfristiger Plan zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung
aufgestellt werden, der geschäftlichen Erfolg sichert
– und den Eichhörnchen ausreichenden Lebensraum
auf Dauer. Zumindest in Skandinavien.
Nach ihrem Studium kehrt Monika Wolf dem Wald erst einmal
den Rücken und beginnt bei der Rückversicherung
Frankona RE in München eine Ausbildung zum Aktuar.
Frankona ist eine Tochtergesellschaft von General Electric
und Employers Reinsurance Corporation. |
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TU-Spektrum 1/2003 |
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