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  TU Spektrum  
   
Damit die Olympischen Spiele nach Sachsen kommen
Chemnitzer Uni kooperiert mit "Pro Olympia Chemnitz e. V." - Bürgerforum und Jugendcamp geplant

(AF) Die TU Chemnitz macht sich stark für Olympia: Rektor und Kanzler der Universität haben am 16. April 2002 einen Kooperationsvertrag mit dem gemeinnützigen Verein "Pro Olympia Chemnitz e. V." unterzeichnet. Die gemeinsame Vereinbarung hat zum Ziel, die Bewerbung Leipzigs und der sächsischen Partnerstädte um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2012 zu unterstützen und die olympische Idee in der Region Chemnitz zu fördern. Des Weiteren trat die Chemnitzer Uni dem Verein "Pro Olympia Chemnitz e. V." auch als Mitglied bei.

Kadersportler werden gecoacht

Und so wird die Zusammenarbeit konkret aussehen: Damit Sport und Studium unter einen Hut gehen, sollen Chemnitzer Studenten der Sportwissenschaften, insbesondere Kadersportler des Olympiastützpunktes Chemnitz/Dresden, durch entsprechende Trainingsprogramme, Stipendien und flexible Studienpläne unterstützt werden. Kurz vor einem wichtigen Wettkampf oder einem Trainingslager etwa können studierende Leistungssportler ihre Prüfungen verschieben. Mit Unterstützung von Tutoren soll es den Sportlern möglich sein, verpassten Lernstoff zügig aufzuholen und die Prüfungen zu meistern.
Zudem hat am 23. Mai 2002 die Veranstaltungsreihe "Bürgerforum Olympia" an der Chemnitzer Universität begonnen, mit der in der Bevölkerung um Sympathie für die sächsische Olympiabewerbung für das Jahr 2012 geworben werden soll. Bei der Eröffnungsveranstaltung stellte Dirk Thärichen als Geschäftsführer der "Leipzig, Freistaat Sachsen und Partnerstädte GmbH" das sächsische Konzept zur Olympiabewerbung vor. Alle vier Wochen sollen weitere Vorträge die Bandbreite des Themas veranschaulichen. Dabei werden nicht nur Sportwissenschaftler zu Wort kommen, sondern auch Politologen, Soziologen und Marketing-Experten.
Darüber hinaus ist geplant, an der Chemnitzer Uni ein "sächsisches Olympiabarometer" einzurichten, das durch regelmäßige Befragungen das Sportverhalten und Olympiainteresse der Sachsen ermittelt. Gemeinsam mit den Museen der Stadt soll ebenfalls eine repräsentative Ausstellung zur Olympiabewerbung aufgebaut werden. Nicht zuletzt steht ein internationales Olympia- Jugendcamp in Aussicht, das während der Sommerspiele 2012 die Weltjugend auf den Chemnitzer Campus locken soll.

Bürgerforum und Olympiabarometer

"Durch unsere Bemühungen, die Olympischen Sommerspiele 2012 nach Sachsen zu holen, wird die TU Chemnitz ihrer Bedeutung und Verantwortung für die Region gerecht", erläutert Uni-Rektor Prof. Dr. Günther Grünthal. Im Zuge dieser Bewerbungsaktivitäten sei ein

  Innovationsschub für ganz Südwestsachsen zu erwarten, von dem auch die Universität profitiere, hofft der Rektor. "Der Verein ,Pro Olympia Chemnitz' ist da für uns der richtige Partner."
Von Seiten des gemeinnützigen Vereins unterzeichneten die Vereinbarung der ehemalige Spitzensportler Thomas Schönlebe und die Chemnitzer Bürgermeisterin Barbara Ludwig. Thomas Schönlebe ist Präsident von
   
 
 

"Pro Olympia Chemnitz", Barbara Ludwig die Vizepräsidentin. Vorerst für ein Jahr kann der Verein, dem binnen weniger Monate schon mehr als 70 Unternehmen und Einzelpersonen beigetreten sind, mit der Unterstützung der Universität rechnen: So wird der Sportwissenschaftler Mirko Pansa, der an der Chemnitzer Professur für Sportwissenschaft beschäftigt ist, die Arbeit des gemeinnützigen Vereins wissenschaftlich begleiten.

Alles ist möglich

Präsident Thomas Schönlebe fühlt sich in seiner Arbeit für den Chemnitzer Sport und für Olympia bestätigt: "Dank der riesengroßen Unterstützung seitens der Universität wird es uns möglich sein, unsere Ziele zur Förderung des Sports auch in die Tat umzusetzen." Der Weltmeister des Jahres 1987 über die 400-Meter-Distanz steht der Chemnitzer Uni auch persönlich nahe: Er studierte hier von 1987 bis 1990 einige Semester im Fach Physik.
Noch ist allerdings nicht entschieden, welche Stadt sich offiziell für Deutschland um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2012 bemühen darf. Beworben haben sich neben Leipzig auch Stuttgart, Düsseldorf, Fankfurt/Main und Hamburg. Ab Mai dieses Jahres prüft das Nationale Olympische Komitee (NOK) bis zum Mai 2003 eingehend die Unterlagen aller potenziellen Austragungsorte. "Auf jeden Fall hat die sächsische Bewerbung mit den herausragenden Chemnitzer Aktivitäten einen wichtigen Trumpf im Ärmel", versichert TU-Rektor Prof. Günther Grünthal. "Die Universität wird tun, was in ihren Möglichkeiten liegt - und die sind in der Tat vielfältig."

  Mit vereinten Kräften sollen die Olympischen Sommerspiele auch nach Chemnitz geholt werden: Uni-Kanzler Eberhard Alles, der Rektor Prof. Dr. Günther Grünthal, die Chemnitzer Bürgermeisterin Barbara Ludwig und Ex-Spitzensportler Thomas Schönlebe (v. l. n. r.) vereinbarten gemeinsame Aktivitäten, die den olympischen Gedanken in die Chemnitzer Region tragen sollen.
Foto: Alexander Friebel
   
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