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  TU Spektrum  
   
Internationale Schriftsteller lesen in deutscher Sprache
Chemnitzer Veranstaltungsreihe mit Literatur-Preisträgern aus Japan und Europa

Das "literarische Quartett" in internationaler Besetzung.
Fotos: Robert Bosch Stiftung und privat

 

(AF) Von April bis Juni ging es in Chemnitz überaus international zu: In einer gemeinsamen Lesereihe der Universität, der Stadtbibliothek und des Literaturbüros Chemnitz e. V. haben insgesamt vier preisgekrönte Schriftsteller ausländischer Herkunft ihre literarischen Werke der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Besondere daran: Sowohl Yoko Tawada aus Japan, Franco Biondi aus Italien, Jaromir Konecny aus Tschechien und Vladimir Vertlib aus Russland leben nunmehr seit einigen Jahren in der Bundesrepublik und schreiben in deutscher Sprache.

Kopfkissenbücher in deutschen Küchen

Los ging es bereits am 29. April 2002 mit der gebürtigen Japanerin Yoko Tawada. Sie las aus ihren Büchern "Opium für Ovid. Ein Kopfkissenbuch für 22 Frauen", "Überseezungen" und "Der Talisman". Yoko Tawada wurde 1960 in Tokio geboren und studierte seit 1982 in Hamburg Neuere Deutsche Literaturwissenschaft. 1990 erhielt sie den Förderpreis der Stadt Hamburg, 1994 den Lessing-Förderpreis und 1996 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Darüber hinaus wurde sie 1993 mit dem bedeutendsten Literaturpreis Japans, dem Akutagawa-Sho- Preis, ausgezeichnet.
Knapp einen Monat später stellte der Italiener Franco Biondi am 27. Mai 2002 seine Romane "Der Stau" und "In deutschen Küchen" vor. Franco Biondi, 1947 in Forli geboren, kam 1965 als Gastarbeiter nach Deutschland und lebt heute als Familientherapeut und freier Schriftsteller in Hanau. 1983 wurde er mit einer Ehrengabe der Bayrischen Akademie der Schönen Künste und 1987 mit dem Adelbert- von-Chamisso-Preis ausgezeichnet.
Im Juni geht es Schlag auf Schlag: Am 6. Juni 2002 präsentiert der Tscheche Jaromir

 

Konecny sein neuestes Buch "Endlich daheim". Er wurde 1956 in Prag geboren und emigrierte 1982 in die Bundesrepublik Deutschland. Dort studierte er Chemie an der TU München und promovierte über die Entstehung des genetischen Codes. Seit 1993 ist Jaromir Konecny auch in deutscher Sprache literarisch tätig und erhielt dafür bereits den Fritz-Hülser-Preis.
Am 12. Juni 2002 beschließt Vladimir Vertlib aus Russland die Chemnitzer Lesereihe. Er liest aus seinem Roman "Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur". Vladimir Vertlib wurde 1966 in Leningrad geboren, emigrierte 1971 nach Israel und übersiedelte 1972 nach Österreich. An der Wiener Universität studierte er von 1984 bis 1989 Volkswirtschaftslehre, seit 1993 ist er als freiberuflicher Schriftsteller, Sozialwissenschaftler und Übersetzer tätig. Vertlib wurde im letzten Jahr mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet.

Einwanderer bereichern deutsche Literatur

"Nationalliteraturen wie die deutsche haben schon immer eine wertvolle ästhetische Bereicherung von jenen Schriftstellern erlebt, die eingewandert sind", erläutert die Mitorganisatorin der Veranstaltungsreihe Prof. Dr. Ingrid Hudabiunigg, Inhaberin der Professur Deutsch als Fremdsprache an der TU Chemnitz. Nicht umsonst sind drei der vier Autoren Preisträger des renommierten Adelbert-von-Chamisso-Preises. Mit dieser Ehrung zeichnet die Robert Bosch Stiftung seit 1985 das deutschsprachige literarische Werk von Autoren aus, die nichtdeutscher Sprachherkunft sind, aus einer Einwandererfamilie stammen oder Deutsch in einem anderen Sprach- und Kulturraum erlernt haben.

         
Gesund bleiben durch Vorsorge
Gemeinsame Vortragsreihe rückt Sportmedizin und Krebsfrüherkennung in den Mittelpunkt


  (AF) Auch im neuen Sommersemester lädt die Technische Universität gemeinsam mit dem Klinikum Chemnitz zu einer neuen Staffel der überaus erfolgreichen Vortragsreihe "Medizin im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft" ein. Seit Ende März stellen Chemnitzer Klinik-Ärzte und Universitäts- Professoren wieder die neuesten Erkenntnisse aus der Medizin der interessierten Öffentlichkeit vor.
Eröffnet wurde die Vortragsreihe am 27. März 2002 durch den Chefarzt der Hautklinik des DRK-Krankenhauses Chemnitz-Rabenstein, Privatdozent Dr. med.
Hans-Jürgen Koch, und durch den Chemnitzer Professor für Schaltungs- und Systementwurf Dietmar Müller. Sie stellten gemeinsam die Möglichkeiten und Grenzen der elektronischen Bildverarbeitung bei der Hautkrebs-Erkennung vor.
Zum Thema "Leistung - Training - Übertraining"
  referierte am 24. April 2002 Prof. Dr. Heiko Strüder, der an der Technischen Universität Chemnitz die Professur für Sportmedizin und Sportbiologie innehat.
Noch zwei weitere Vorträge sind geplant, zu dem alle TU-Spektrum-Leser herzlich eingeladen sind: Am 29. Mai 2002 erläutert Privatdozent Dr. med. Ulrich Stoelzel endoskopische Ultraschall- Diagnoseverfahren für die Innere Medizin. Der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II des Klinikums Chemnitz spricht ab 17.30 Uhr im Hörsaal 204 des Böttcher-Baus, Straße der Nationen 62.
Abschließend stellt Privatdozent Dr. med. Detlef Quietzsch, ebenfalls von der Klinik für Innere Medizin II des Klinikums Chemnitz, am 26. Juni 2002 moderne Möglichkeiten der Inneren Medizin bei der Krebsbehandlung vor. Dieser Vortrag findet im Hörsaal 201 des Böttcher-Baus der Technischen Universität Chemnitz statt.
Der Eintritt für alle Interessierten ist kostenfrei.
         
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