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  TU Spektrum  
   
 

Heiße Drähte - spannende Projekte

  Universität und Stadtwerke forschen gemeinsam für die Kunden
 

 

  (MSt) Die Liberalisierung des Strommarktes, also die europaweite Öffnung der Netze für die Durchleitung des Stroms anderer Lieferanten, hatte eine Fülle neuer Fragen aufgeworfen. Deshalb intensivieren die Stadtwerke Chemnitz AG und die TU Chemnitz ihre Zusammenarbeit mit vier Forschungsthemen, um anstehende technische und logistische Probleme zu lösen. Ein Projekt zielt auf die Analyse der Verluste in den Stromnetzen der Stadtwerke. Einfach gesagt: Ein nicht unbedeutender Prozentsatz der eingespeisten Energie wird auf dem Weg durch die Netze insbesondere in Verlustwärme
Dipl.-Ing. Uwe Jilek (m.) von der Professur Energie- und Hochspannungstechnik der TU Chemnitz und die Stadtwerke-Mitarbeiter Dipl.-Ing. Jens Kliemt, Abteilungsleiter Verbundleitwarte (l.), und Dirk Salzmesser, Obermonteur Prüf- und Kabelmesstechnik, bei der Vorortprüfung von Mittelspannungskabeln, die im Erdreich verlegt sind.
Foto: Uwe Meinhold

  umgesetzt. Für den Stromproduzenten und die Netznutzer spielt dies sowohl in technologischer als auch in kaufmännischer Sicht eine wichtige Rolle. Die Experten um Prof. Dr. Wolfgang Schufft, Professur Energie- und Hochspannungstechnik der TU Chemnitz, sollen nun die Netzverluste an jedem Ort und zu jeder Zeit zwischen Energieerzeuger und Abnehmer genau beziffern.
Eine weitere Forschungsaufgabe ist die Kabeldiagnose in Mittelspannungsnetzen. Die hochmoderne Prüf- und Diagnosetechnik an der TU Chemnitz wird dazu genutzt, Alterungsprozesse von Kabeln zu analysieren und Prognosen für deren weiteren Betrieb zu erstellen.
Das dritte Thema befasst sich mit dem Datenmanagement für Betriebsmittel. In einem computergestützten Informationssystem sollen zukünftig beispielsweise die "Lebensdaten" von Transformatoren, Kabeln und Freileitungen gemanagt werden und somit dem Instandhaltungsmanagement sowie der Betriebsführung als Grundlage dienen.
Mit komplizierten Lastprofilen, also der möglichst sicheren Vorhersage des Strombedarfs für Kundengruppen zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten, beschäftigen sich Experten der TU und der Stadtwerke in einem vierten Projekt. Das Verbrauchsverhalten soll möglichst genau bestimmt werden, damit die Stadtwerke die Stromerzeugung und den Einkauf von Strom optimieren können.
Seit vielen Jahren schon funktionieren die heißen Drähte zwischen Energiedienstleister und Universität. So vergibt die Stadtwerke Chemnitz AG regelmäßig an Studenten Themen für Praktika und Diplomarbeiten.

Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Schufft,
Professur Energie- und
Hochspannungstechnik
der TU Chemnitz,
Telefon
(03 71)5 31-33 42
Fax
(03 71) 5 31-33 76
E-Mail
wolfgang.schufft@e-technik.tu-chemnitz.de

   
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