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  TU Spektrum  
   
Studienwerbung einmal anders
Stadtwerke-Vorstand Karl Gerhard Degreif ist ein "Botschafter" für Chemnitz und die TU
   

(MSt) Volxheim - nie gehört. Doch mit der größten Weinanbau betreibenden Gemeinde der Region rund um Bad Kreuznach können mindestens zwei Neuchemnitzer eine ganze Menge anfangen. Gemeint sind Kathrin Helwig, Studentin der Betriebswirtschaftslehre an der TU Chemnitz, und Karl Gerhard Degreif, kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke Chemnitz. Beide kehrten ihrem Heimatdorf am Tor der Rheinhessischen Schweiz den Rücken und verlegten ihren Lebensmittelpunkt 460 Kilometer weiter östlich vor das Tor des Erzgebirges. Und bereut haben sie diesen Schritt bis heute nicht.
Seit Juni 2000 ist Karl Gerhard Degreif nicht nur beruflich mit der Stadt verbunden, sondern auch mit dem Herzen. "Ich habe Chemnitz als schöne Stadt inmitten eines wunderschönen Umfeldes lieben und schätzen gelernt". Gern führt der 54-jährige Vorstand Gäste der Stadtwerke auf die oberste Plattform des 300 Meter hohen Industrieschornsteins des Heizkraftwerks. "Viele sind erstaunt, wie grün die Stadt doch ist", so Karl Gerhard Degreif. Und er erzählt ihnen dabei auch von seinen aufgeschlossenen Mitarbeitern, von vielen

  Volxheim. Und da sich deren Tochter Kathrin vor zwei Jahren nach einem Studienplatz umschaute und erfuhr, dass Karl Gerhard Degreif nach Chemnitz geht, informierte sie sich etwas genauer über die hiesige Uni. "Durch Beiträge in den Zeitschriften test, Konr@d und Focus stellte ich fest, dass die TU Chemnitz einen sehr guten Ruf hat und in den Ranking-Listen immer auf den ersten Plätzen rangierte", berichtet Kathrin Helwig. "Außerdem brachte mir Herr Degreif Berge von Tageszeitungen mit. Meist las ich nur Positives über die Uni. Ich habe aber dank der Lektüre auch erfahren, dass Chemnitz und Sachsen überhaupt einen großen wirtschaftlichen Aufschwung durchlebt haben. Das machte mich neugierig."
Und da sich Kathrin Helwig schon während der Schulzeit für wirtschaftliche Zusammenhänge interessierte, fasste sie den Entschluss, in Chemnitz Wirtschaftsinformatik zu studieren. Da die 19-jährige Neuchemnitzerin im ersten Semester merkte, dass ihr die Informatik nicht so liegt, wechselte sie im letzten Jahr in die Betriebswirtschaftslehre. Die Entscheidung für Chemnitz hatte neben dem hervorragenden Ruf der Uni noch einen weiteren Grund: "Ich wollte auf eigenen Füßen stehen. Chemnitz liegt weit genug von zu Hause entfernt. So fällt es leichter, selbständig zu sein. Und auch meiner Mutter fiel es nicht so schwer, mich in die Ferne zu lassen, denn sie wusste, dass ich in Herrn Degreif einen Ansprechpartner in der Nähe habe."
Kathrin Hellwigs Erwartungen und Vorstellungen wurden nicht enttäuscht. "Die Universität hat wirklich eine hervorragende technische Ausstattung. Außerdem sind die Professoren sehr kompetent, hilfsbereit und interessiert an den Anliegen der Studierenden. Die an vielen anderen Unis oft bemängelte Unnahbarkeit der Professoren ist hier überhaupt nicht festzustellen." Etwas traurig ist die Studentin nur, dass sie ihre Lieblingssportart "Tae-Bo" trotz des großen Sportangebotes an der Uni nicht ausüben kann.
Wenn Kathrin Helwig einige Jahre zurückblickt, findet sie es sehr schade, dass sie früher von der Chemnitzer Uni kaum etwas hörte. "Als ich damals meine Schulkameraden von meinem Studienort Chemnitz informierte, waren die ganz erstaunt, dass es dort einen wirtschaftswissenschaftlichen Zweig gibt. Die wussten nur, dass hier Maschinenbauingenieure ausgebildet werden. Unterdessen mache ich im Freundeskreis schon richtig Studienwerbung für die TU Chemnitz - verteile Prospekte oder baue Vorbehalte ab." Eines ist sicher: Dank Kathrin Helwig und Karl Gerhard Degreif ist nicht nur in Volxheim die Stadt Chemnitz kein weißer Fleck mehr auf der Landkarte. Bleibt abzuwarten, wann die nächsten Volxheimer in Chemnitz ihre Studienzelte aufschlagen oder einen Job antreten. Auf jeden Fall kann sich die Stadt Chemnitz und ihre Uni solche Botschafter wie diese beiden nur wünschen.
 

Zwei Volxheimer machen in ihrer Heimat Studienwerbung für die TU Chemnitz: Stadtwerke-Vorstand Karl Gerhard Degreif und Studentin Kathrin Helwig.
Fotos: Mario Steinebach/
Christine Kornack
Montage: Jochen Franz
 

netten Chemnitzern und auch von der TU, die ihm ans Herz gewachsen ist. Karl Gerhard Degreif setzte sich nicht nur für eine engere Zusammenarbeit der Stadtwerke mit der Chemnitzer Uni ein, die per Kooperationsvertrag im vergangenen Jahr besiegelt wurde. Er arbeitet auch im Aufsichtsrat der unlängst gegründeten Weiterbildungs-GmbH "TUCed" der Universität mit.
Kein Wunder, dass seine Botschaften über die aufstrebende Technologieregion im Herzen Sachsens auch Rheinland-Pfalz erreichen. In seiner Heimat erzählte er oft seinen Freunden und Verwandten von Chemnitz und "seiner" Uni, so auch der befreundeten Familie Helwig in

 
 
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