zurück Inhalt vor
Heftnummer
 
  TU Spektrum  
   
Lob für schnelles Studium bei guter Betreuung
Studie: TU Chemnitz ist auch im Jahr 2002 für Zielstrebige die beste deutsche Uni

Mit Hilfe des Hamburger Nachrichtenmagazins "stern" finden Abiturienten Jahr für Jahr ihre Traum-Uni.
Titel: stern

 

(MSt) Gemeinsam mit dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) führt das Hamburger Nachrichtenmagazin "stern" seit 1998 das größte deutsche Uni-Ranking durch. 10.800 Professoren und über 100.000 Studenten haben sich bisher an dieser CHE-Untersuchung beteiligt. Fakten von 100 Universitäten und 141 Fachhochschulen wurden in diesen fünf Jahren mit Millionen-Aufwand wissenschaftlich erhoben.
Ergebnis: Die Technische Universität Chemnitz ist auch im Jahr 2002 für Zielstrebige die beste Uni Deutschlands. Grund: In einer Gesamt-Übersicht von 20 Studiengängen wird die TU Chemnitz gleich neunmal den Studieninteressenten empfohlen, denen ein zügiges Studium und eine gute Betreuung wichtig sind. Wer also Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik, Mathematik, Physik, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Politikwissenschaften oder Soziologie studieren möchte, der findet laut "stern" in der TU Chemnitz die passende Universität. Keine andere deutsche Uni wird häufiger empfohlen.
Überhaupt wird deutlich, dass die ostdeutschen Universitäten - allen voran die TU Chemnitz - die Nase vorn haben, wenn es um eine intensive Betreuung der Studierenden geht. Für den Studententypen, der als Forscher den Dingen gern auf den Grund geht, dem empfiehlt das CHE ein Studium an den Unis, die viele Forschungsgelder einwerben oder an denen fleißig promoviert wird. In dieser Aufstellung ist jedoch auch in diesem Jahr noch keine ostdeutsche Universität vertreten.

  Ganz ausführlich wird das Ranking in der neuen Ausgabe des "stern"-Studienführers "Campus & Karriere" zusammengefasst. Der gesamte Hochschul-Test ist auch im Internet nachzulesen unter www.stern.de/studienfuehrer.
Neu in das Ranking aufgenommen wurden in diesem Jahr die Fächer Soziologie/Sozialwissenschaften, Politologie und Sozialwesen. Bezogen auf die Chemnitzer Uni wird deutlich, dass die Bibliotheksausstattung und das Gesamturteil der Studierenden in den Politikwissenschaften und in der Soziologie in der Spitzengruppe des Rankings rangieren. Jedoch beim Professorentipp liegen diese beiden Fachbereiche in der Schlussgruppe, was allerdings den Sprung in die Hitliste nicht verhinderte.
Einen bitteren Beigeschmack habe das vorliegende Ranking aus Sicht des Rektors der TU Chemnitz Prof. Dr. Günther Grünthal doch: "Während wir uns auf der einen Seite erneut über das sehr gute Abschneiden der Chemnitzer Universität freuen, stehen wir auf der anderen Seite vor dem Problem, den von der sächsischen Staatsregierung abverlangten Stellenabbau zu bewerkstelligen - ohne gerade das zu gefährden und zu untergraben, was uns auszeichnet: eine optimale Betreuung und Ausbildung unserer Studierenden."
Der nächste Studienführer erscheint im Frühjahr 2003. Dann stehen Medizin und Biologie auf dem Prüfstand.
Für LERNSTATT in die Bresche gesprungen
TU Chemnitz rettet die Ausbildung von zwei Jugendlichen aus Mittweida und Erlau
 

Doch dank des schnellen Engagements der Zentralen Universitätsverwaltung der TU Chemnitz, die vom LERNSTATT-Personalchef Hans-Jürgen Richter um Unterstützung gebeten wurde, können die beiden angehenden Fachinformatiker für Systemintegration ihre Ausbildung seit 1. Mai 2002 an der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik fortsetzen. "Die Chemnitzer Universität steigt in diesem Jahr erstmals in die Ausbildung von Fachinformatikern ein. Im September werden vier Auszubildende in diesem Bereich an der TU ihre Berufsausbildung beginnen", erklärt Eberhard Alles, Kanzler der Chemnitzer Universität. Damit zusätzlich die beiden jungen Männer von LERNSTATT ihre Fachinformatiker-Ausbildung fortsetzen können, haben die Universitätsleitung und das Personaldezernat der TU innerhalb von zwei Wochen schnell und unbürokratisch die nötigen Formalitäten geklärt. Insgesamt ermöglicht die Technische Universität Chemnitz in diesem Jahr 54 jungen Leuten eine Berufsausbildung, unter ihnen 13 Industriemechaniker, 14 Industrieelektroniker, elf Fachangestellte für Bürokommunikation, fünf Verwaltungsfachangestellte, fünf Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (Fachrichtung Bibliothek) sowie sechs Fachinformatiker.

Eberhard Alles, Kanzler der TU Chemnitz, begrüßt Björn Ohlrich (m.) und Patrick Beyer (r.), die seit Mai ihre Berufsausbildung an der Universität fortsetzen können.
Foto: Mario Steinebach
 
(MSt) Björn Ohlrich aus Mittweida und Patrick Beyer aus Erlau ist die Erleichterung anzusehen, denn sie haben noch einmal Glück im Unglück. Auf Grund des Ende März gestellten Insolvenzantrages der Chemnitzer LERNSTATT-Industrie und Automatisierungstechnik GmbH stand ihre Berufsausbildung plötzlich auf wackeligen Füßen.
 
     
zurück Inhalt vor