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  TU Spektrum  
   
         

Wenn ein Vorstand zum Uni-Paten wird

Siemens-Pate Dr. Klaus Wucherer koordiniert die Kooperation in Lehre und Forschung

(MSt) Er ist seit Mai der neue Siemens-Pate der TU Chemnitz: Dr. Klaus Wucherer, Mitglied des Zentralvorstandes der Siemens AG. Am 30. April 2002 besuchte er zum ersten Mal "seine" Chemnitzer Universität, um mit der Universitätsleitung sowie dreizehn weiteren Professoren über die zukünftige Kooperation von Siemens und der TU zu beraten.
Warum sucht die Siemens AG so intensiv die Nähe zu Hochschulen? Schon der Firmengründer Werner von Siemens verdankte nach eigenem Bekunden seine technischen und wirtschaftlichen Erfolge der guten Ausbildung, die er in Mathematik, Physik und Chemie erhalten hatte und die ihm einen entscheidenden Wissensvorsprung vor seinen "lediglich empirisch-praktisch ausgebildeten" Konkurrenten verschaffte. Später, als Mitbegründer der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt und mit seiner Forderung nach einer elektrotechnischen Ingenieurausbildung legte er die Grundlagen für die guten Beziehungen, die heute die Siemens AG mit den Hochschulen in Deutschland pflegt. Dafür hat Siemens ein sinnvolles Instrument geschaffen - so genannte Patenschaften. Für jede Technische Universität ist ein Vorstands- oder Bereichsvorstandsmitglied als "Pate" für die Beziehungen auf oberster Ebene verantwortlich.
Das Feld ausbaufähiger Kooperationsformen mit der TU Chemnitz ist im Bereich der Forschung groß und reicht von der Entwicklung neuer Steuerungen von Werkzeugmaschinen bis hin zu Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der Automobiltechnik oder der Kommunikationstechnik. Bereits in der Vergangenheit war die Zusammenarbeit von Siemens und der TU Chemnitz sehr erfolgreich.

  Ein Beispiel ist die gemeinsame Entwicklung der "SINUMERIK FM-NC", die 1995 als kleinste NC-Steuerung der Welt international für Aufsehen sorgte. Insbesondere die Siemens- Zweigniederlassungen in der Chemnitzer Region konnten schon oft auf das Know-how der TU zurückgreifen.
Auch bei der Ausbildung von Studenten kann sich Siemens in Chemnitz weiter einbringen. So gewährt Siemens den Chemnitzer Studenten auch in Zukunft Praktikumsplätze und betreut Diplomarbeiten und Dissertationen. Im Herbst soll die Kooperation weiter konkretisiert werden. Eine Delegation aus Chemnitz wird deshalb auch zu Siemens nach München reisen.
Der weitere Ausbau der Zusammenarbeit mit der TU Chemnitz liegt dem Siemens-Paten Dr. Wucherer sehr am Herzen: "Ich freue mich, dass mir die Aufgabe des Hochschulpaten die Möglichkeit gibt, meine langjährigen und fruchtbaren Kontakte zur TU Chemnitz weiter zu intensivieren. Siemens ist auf qualifizierten akademischen Nachwuchs angewiesen, denn Innovation ist unser Lebenselixier. In der neuen Aufgabe sehe ich mich deshalb als jemand, der Hindernisse aus dem Weg räumt bei gemeinsamen Projekten, die Nutzen für beide Seiten versprechen."
Für Prof. Dr. Günther Grünthal, Rektor der TU Chemnitz, ist die Kooperation mit Siemens ein wichtiger Schritt zu einer noch moderneren und vor allem zeitgemäßen Universitätsausbildung: "Wir müssen verstärkt das Erfahrungswissen aus der Wirtschaft in die universitäre Lehre einbeziehen und umgekehrt dafür Sorge tragen, dass die interaktiven Wege zwischen Forschung und Praxis so kurz und so effizient wie möglich gestaltet werden. Nur so können wir im internationalen Wettbewerb bestehen."
 

Dr. Klaus Wucherer ist
der neue Siemens-Pate der TU Chemnitz.
Foto: Siemens AG

 
         
Foto-Impressionen eines Physikers
Ausstellung "Welten - Räume" von Dr. Jörg Bergmann in Teilbibliothek der TU
(HR) Bis zum 30. August 2002 ist im Lesesaal der Teilbibliothek Natur- und Ingenieurwissenschaften der Technischen Universität Chemnitz, Reichenhainer Straße 70, eine Farbfoto- Ausstellung des Dresdener Fotografen Dr. Jörg Bergmann zu sehen. Die nunmehr dritte Ausstellung in dieser Teilbibliothek im Weinhold-Bau zeigt ungewöhnliche Landschaftsaufnahmen und internationale Impressionen zum Thema "Welten - Räume". Die Ausstellung ist geöffnet von Montag bis Donnerstag, 10 bis 21 Uhr; Freitag, 9 bis 18 Uhr und Samstag, 10 bis 13 Uhr.
Zur Person: Jörg Bergmann wurde 1956 in Dresden geboren. Der promovierte Physiker beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit der Fotografie. Dr. Bergmann erstellt seit eigenen Bildverarbeitungsprogramme und arbeitet mit digitaler Fototechnik. Seine Fotos findet man auch im Internet unter www.jbergmann.de.
 
 
   
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