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  TU Spektrum  
   

Jede Kommune und Behörde wird dann beispielsweise Auskünfte zur elektronischen Signatur einholen können. Dieser Wissensschatz wird übrigens kostenlos zur Verfügung gestellt. Doch bis im globalen Dorf des Internets überall virtuelle Rathäuser am Daten-Highway stehen, bedarf es noch großer Anstrengungen. Eine Studie der Chemnitzer Wirtschaftsjuristen ergab beispielsweise, dass zwar die meisten sächsischen Kommunen eine Homepage haben, die sich allerdings meist auf dem Niveau eines Werbeprospekts bewegt. Bundesweit sei das nicht viel anders. "Vor allem kleineren Gemeinden fehlt es eindeutig an Know-how im Bereich E-Government", so Dr. Kröger. Deshalb baut das Chemnitzer Kompetenzzentrum - wiederum als Modell für ganz Deutschland - ein kommunales Netzwerk im Vogtland auf. Damit können Kommunen eigene elektronische Verwaltungsdienstleistungen anderen

 

Gemeinden als Modul zur Verfügung stellen sowie Bürgerdienste übergeordneter Stellen, zum Beispiel des Landkreises, nutzen. "Nur mit Hilfe neuester Informations- und Kommunikationstechnologien können die Behörden in Zukunft in die Lage versetzt werden, noch kundenorientierter, schneller und billiger zu arbeiten", erklärt Dr. Kröger.

  Dr. Detlef Kröger gehört zur Leitung des Chemnitzer Kompetenzzentrums E-Government.
Foto: Uwe Meinhold
         
Stäbe machen Förderbänder stabiler
Maschinenbauer entwickelten Bandfördersystem aus Kettengewirken und Stäben
(MSt) Vom 15. bis 20. April 2002 stellen Forscher vom Institut für Allgemeinen Maschinenbau und Kunststofftechnik der TU Chemnitz auf der Hannover Messe (Halle 18, 1. Obergeschoss, Stand M 16, Gemeinschaftsstand "Forschungsland Sachsen") ein neues Bandfördersystem aus technischen Textilien vor, das sie gemeinsam mit dem Sächsischen Textilforschungsinstitut Chemnitz und der Sonderfertigung Metall- und Kunststofftechnik Röhrsdorf entwickelt haben. Der Fördergurt besteht aus einer netzartigen Textilbahn. In dieses so genannte Kettengewirke werden bereits beim Wirken in gleichem Abstand Stäbe eingearbeitet. Diese Stäbe gewährleisten eine gleichmäßige Kraftverteilung des zu transportierenden Stückgutes auf den Fördergurt. Außerdem verbessern sich dadurch die Laufeigenschaften des Bandförderers, da keine Reibungsverluste zwischen textilem Band und Antriebstrommel auftreten. Deshalb kann das Förderband auch im "Nassbetrieb" seine Vorteile ausreizen. Anders als bei herkömmlichen Systemen lasten die Antriebskräfte nun nicht mehr auf dem Textilgurt, sondern werden von einem Zahnriemen auf die Stäbe übertragen. Allein das Gewicht des Transportgutes bestimmt die notwendige Festigkeit des Gurtes. Die neuartige Konstruktion ermöglicht einen viel schonenderen und spannungsärmeren Förderbetrieb, da die Textilgurte nicht vorgespannt werden müssen. Die Vorteile für das gesamte Fördersystem sind enorm: Zum einen werden sowohl die Förderbänder als auch der Antrieb weniger verschlissen und haben somit eine längere Lebensdauer. Zum anderen verhindern die beidseitig überstehenden Stäbe, dass die Gurte seitlich weglaufen oder verrutschen und sich womöglich an den Kanten abnutzen. Durch Modifikation der Ausgangsmaterialien, der textiltechnologischen  

Parameter, wie Bindung und Stabteilung bei der Gewirkeherstellung, können die mechanischen Eigenschaften sowie die erforderlichen thermischen und chemischen Beständigkeiten dem späteren Einsatzzweck angepasst werden. Die Chemnitzer Produkt- und Verfahrensinnovation für Prozessbandförderer ist patentiert. Erste Tests haben gezeigt, dass sich diese mit Querstäben verstärkten Transportgurte ebenso hervorragend in der Textil-, Papier- und der Nahrungsmittelindustrie einsetzen lassen wie auch in der Umwelttechnik sowie in Kühl- und Gefrieranlagen. So wurde das Bandfördersystem beispielsweise in der Bürstenfabrik Schönheide bereits erfolgreich getestet: Hier erfolgte ein Einsatz als Kühlband für den Transport von Bürstenteilen, die nach dem Spritzgießen zur nächsten Bearbeitungsstation gebracht werden müssen.

 

Kontakt: TU Chemnitz, Institut für Allgemeinen Maschinenbau und Kunststofftechnik, Prof. Dr. Klaus Nendel, Telefon (03 71) 5 31 23 23,
Fax (03 71) 5 31 22 83,
E-Mail klaus.nendel
@mbv.tu-chemnitz.de

 

Prof. Dr. Klaus Nendel präsentiert das Kettengewirke, in dem bereits beim Wirken im gleichen Abstand Stäbe eingearbeitet wurden.
Foto: Uwe Meinhold

   
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