erklärte die NATO den Verteidigungsfall. Zur vertieften
Diskussion über die neue weltpolitische Lage waren Wissenschaftler,
Doktoranden und Studenten der TU Chemnitz sowie anderer
Universitäten und Forschungsinstitute am 20. und 21.
Dezember 2001 nach Lichtenwalde eingeladen, um sich
mit Experten aus der Praxis über das Thema "Die transatlantischen
Beziehungen nach dem 11. September: Politik, Wirtschaft,
Sicherheit" auszutauschen. Ermöglicht wurde dieses Seminar
durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Hanns
Martin Schleyer- Stiftung, der Ehlerding-Stiftung sowie
durch das Engagement der Chemnitzer Professorin für
Internationale Politik, Beate Neuss, die dieses Seminar
leitete.
Auch Amerika ist verwundbar
"Die Amerikaner sind wieder von dieser Welt", betonte
Prof. Dr. Stephan Bierling, Experte für amerikanische
Innen- und Außenpolitik der Universität Regensburg,
denn sie hätten sich, wie alle anderen Länder auch,
auf ihrem eigenen Territorium als verwundbar erwiesen.
Seit 1814, dem Jahr, in dem die Briten das Kapitol niederbrannten,
hatte Amerika keine Invasion mehr erlebt. Um den internationalen
Terrorismus wirkungsvoller zu bekämpfen, werde sich
die USA in Zukunft um Koalitonen bemühen müssen - mit
internationalen Organisationen, aber auch mit Europa,
so Prof. Bierling.
|