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Die von Studentinnen verfasste
Broschüre "Ingenieurin! Physikerin! Chemikerin!
Frauen studieren Naturwissenschaft und Technik"
bietet Informationen zum Studium der naturwissenschaftlich-
technischen Fachgebiete an der TU Chemnitz und der TU
Bergakademie Freiberg. Herausgegeben von und zu beziehen
über den Bereich Marketing/
Öffentlichkeitsarbeit der TU Chemnitz.
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(PES) Obwohl 55,7 Prozent aller Abiturienten
weiblich sind, ist die Anzahl der Frauen, die sich an
deutschen Universitäten für technische oder naturwissenschaftliche
Fächer eingeschrieben haben, äußerst gering. Auch die
Zahlen an der TU Chemnitz sprechen für sich: Der Frauenanteil
liegt in den meisten Diplomstudiengängen für Ingenieurwissenschaften
bei jeweils unter zehn Prozent: Maschinenbau 8,9 Prozent;
Elektrotechnik 4,3 Prozent; Informationstechnik 7,8
Prozent und Informatik 6,75 Prozent. Das Anfang 2001
von der TU Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg
gestartete Projekt "Frauen in Naturwissenschaft und
Technik" zielt darauf ab, diese geringen Frauenanteile
zu erhöhen.
Projekt-Ziel: Chancengleichheit
Das Projektteam (Projektleitung: Prorektor
für Lehre und Studium, Prof. Dr. Reinhart Lang) wird
aus Mitteln des Hochschul- und Wissenschaftsprogramms
der Bund-Länder- Kommission finanziert und ist im Bereich
Marketing/Öffentlichkeitsarbeit angesiedelt. Das Ziel
besteht darin, mittel- bis langfristig in Lehre und
Forschung sowie in Führungspositionen der entsprechenden
Wirtschaftsbereiche eine Chancengleichheit zwischen
Frauen und Männern herzustellen. Basis für diese Chancengleichheit
sollte zunächst ein höherer Anteil von Studentinnen
in diesen Fachgebieten sein.
Projekt-Aktionen zum Mitmachen
Um Gymnasiastinnen für naturwissenschaftlich-
technische Studiengänge zu begeistern, starten Anja
Loose und Kathrin Schramm, beide wissenschaftliche Projekt-
Mitarbeiterinnen, gemeinsam mit ihren studentischen
Hilfskräften aus den technisch- naturwissenschaftlichen
Fachgebieten Vorträge und Mitmachaktionen, bieten aber
auch Studienberatung und Gesprächsrunden mit Schülerinnen
an. Großer Wert wird darauf gelegt, einen direkten Kontakt
zu Schülerinnen und Multiplikatoren in Gymnasien aufzubauen.
Der Einsatz von Tutorinnen (Studentinnen aus ingenieur-
und naturwissenschaftlichen Fächern der TU Chemnitz
und der TU Bergakademie Freiberg) ist insbesondere bei
den Projektaktivitäten sinnvoll, wo es um einen möglichst
barrierefreien Kontakt zwischen Schülerinnen und Universitätsangehörigen
geht.
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Hier reicht das fachliche Angebot von Studentinnen-Vorträgen
und Mitmachaktionen von Themen wie "Vom Halm in die Flasche.
Wie Ingenieure Bier herstellen" bis zu "Informatik einmal
anders. Logiktraining mit Mary". Beide Veranstaltungen
stießen bereits zum Tag der offenen Tür auf regen Zuspruch.
Die fachliche Anregung, die von Silke Wodberg, Maria Görlich
und weiteren Tutorinnen (siehe auch Broschüre) gegeben
werden kann, reicht indes nicht aus, um dem vertieften
Fachinteresse der Schülerinnen nachzukommen.
Frauenschnupperstudium im Juni 2002
Deswegen werden aufgeschlossene Dozentinnen und Dozenten
gesucht, die sich bereit erklären, im Rahmen des Frauenschnupperstudiums
(24.-28.06.2002) an der TU Chemnitz (gemeinsam mit Vertretern
aus der Wirtschaft) Sachverhalte/Phänomene aus ihren
Fachgebieten erlebnisorientiert und praxisnah vorzustellen.
Vorträge, Laborexkursionen oder Experimente, die von
Dozentinnen angeboten werden, können eine enorme Vorbildwirkung
auf Schülerinnen erzielen. Wenn das Pro-jekt gemeinsam
mit Dozentinnen ein vielseitiges und ansprechendes Schnupperangebot
in technisch-naturwissenschaftlichen Fächern organisiert,
bietet einerseits die TU ein interessantes und zukunftsorientiertes
Ferienpaket für Schülerinnen an, andererseits können
Dozentinnen und Dozenten der technisch-naturwissenschaftlichen
Fachgebiete mehr weibliche Studenten für ihre Fachbereiche
gewinnen sowie überhaupt erst einmal potenzielle Studentinnen
kennen lernen.
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