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| Große
Ziele in einer kalten Männerdomäne |
| Gaststätten-Chefin
ist neue Präsidentin des Eishockeyclubs der Uni-Sportgemeinschaft |
Eine zierliche
junge Dame hat ab sofort das Sagen beim Eishockeyclub
der USG Chemnitz: Manuela Weißbach möchte sich
aktiv für den Eishockeyclub einsetzen und vor allem
die Nachwuchsarbeit fördern.
Foto:Andreas Truxa
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(PES) Manuela Weißbach,
Besitzerin der Gaststätte Zschopautal
in Erdmannsdorf und seit kurzem Präsidentin des Eishockeyclubs
der USG Chemnitz, kam zu ihrer neuen Herausforderung wie
die Jungfrau zum Kind. Ich muss zugeben, dass mir
die Sportart bisher nur aus dem Fernsehen bekannt war.
Der Marketing-Chef des Vereines, Thomas Schulz, war oft
Gast bei uns, und wir haben uns über die Eishalle
und besonders über Eishockey unterhalten. Ich hatte
großes Interesse, mitzuhelfen, das Schattendasein
der Chemnitzer Eishalle zu beenden. Meine ersten Eindrücke
waren kalt, aber faszinierend, erzählt die
sympathische 37-Jährige. Schnell wurden im Vorstand
des USG-Teams Nägel mit
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Köpfen
gemacht, und eine Frau betrat mit vielen Vorhaben die
Männerdomäne. Ich möchte aktiv mithelfen,
die Jugendarbeit und Nachwuchsförderung anzukurbeln,
Sponsoren zu gewinnen und zu betreuen und mich dafür
einsetzen, dass Chemnitz vielleicht schon bald Bundesleistungszentrum
wird, nennt Manuela Weißbach ihre konkreten
Ziele. Ihr ehrenamtliches Engagement trägt bereits
erste Früchte mit einigen Schulen wurde schon
Kontakt aufgenommen, und im Dezember werden 100 Schulkinder
aus Flöha ein Schnuppertraining in der Eishalle absolvieren,
in der Hoffnung, dass wenigstens eine Handvoll talentierter
Kids im Verein hängen bleibt. Natürlich
kostet es die vielbeschäftigte Wirtshaus-Inhaberin
viel Mühe und Geduld, sich in das Vereinsleben und
in den rasanten und teilweise brutalen Sport hineinzufitzen.
Je mehr man weiß, desto interessanter wird
die Arbeit. Ich bin bei fast allen Heimspielen der Sachsenliga-Mannschaft
dabei und fiebere richtig mit. Ich versuche auch, das
sehr komplizierte Regelwerk zu studieren. Natürlich
ist es auch mein Wunsch, dass Chemnitz recht bald einmal
zweite Liga spielt, hat Manuela Weißbach ihre
neue Liebe Eishockey entdeckt. Demnächst
möchte die dynamische junge Frau mit ihrem Sohn selbst
einmal übers Eis flitzen, auch um das Objekt zu testen,
in dem sie wöchentlich mindestens zweimal ein und
aus geht.
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| USG-Schach-Team
träumt vom Klassenerhalt |
| Nach
dem Aufstieg in die 2.Bundsliga durchwachsener Start in
die neue Saison |

Mal nicht am Brett: Tina Mietzner ist ein großes
Talent mit internationaler Turniererfahrung. |
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(PES) Der Aufstiegsjubel
über den geschafften Sprung in die 2. Schach-Bundesliga
ist beim USG-Team seit einiger Zeit wieder abgeklungen.
Die Chemnitzer stecken mitten in der laufenden Saison
und haben gemerkt, dass die neue Spielklasse kein „Zuckerschlecken“
bedeutet. „Gleich in der ersten Begegnung in Würzburg
mussten wir Lehrgeld zahlen und eine 1,5 : 6,5 Niederlage
hinnehmen. Das war ein herber Schlag ins Gesicht, aber
wir hatten auch nicht im Geringsten eine Chance. Da haben
wir alle an den Möglichkeiten der Mannschaft gezweifelt“,
erinnert sich Jürgen Kyas, Stammspieler der USG-Truppe.
Umso überraschender war der anschließende Heimerfolg gegen
die leicht favorisierte Mannschaft von Lok Leipzig. Im
Sachsenderby, das von etwa 20 Kiebitzen beobachtet wurde,
fuhr man im Residenz-Hotel nach sechs Stunden einen eminent
wichtigen 4,5 : 3,5 Erfolg ein. Man lag bereits mit 1
: 3 zurück, bevor Gerd Lorenz und Mathias Womacka mit
überlegenen Partien den Ausgleich perfekt machen konnten.
Der 17-jährige Manuel Feige schaffte ein überraschendes
Remis. „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Von
zehn Mannschaften steigen drei ab und einer auf, also
müssen wir mindestens Platz sieben |
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schaffen“, stellt der
46-Jährige eine einfache Rechnung auf. Mit der 17-jährigen
Tina Mietzner hat die junge Truppe als eine von sehr wenigen
Männermannschaften eine Frau auf der Spielerliste. „In
ganz Deutschland haben vielleicht eine Handvoll Teams
Frauen als Stammspieler. Tina ist ein sehr großes Talent
mit einiger internationaler Turniererfahrung. In Dresden
spielt sie sogar in der ersten Frauen-Bundesliga. Gegen
Leipzig hat sie sehr glücklich gewonnen, es wird sich
zeigen, wie sie sich gegen ihre männlichen Kontrahenten
durchsetzen wird“, sagt Kyas. Am Brett Nummer Eins sitzt
im USG-Schach-Team mit dem 34-jährigen Mathias Womacka
nicht nur ein Internationaler Meister, der schon viele
Titel geholt hat, sondern auch ein ehemaliger Informatikstudent
der TU Chemnitz. Auch der 30-jährige Stammspieler Carlo
Kunze hat in Chemnitz studiert. „Viele andere Mannschaften
haben sich mit erfahrenen Spielern aus Osteuropa, wie
Polen, Tschechien oder der Ukraine verstärkt. Das könnten
wir finanziell gar nicht durchhalten, so dass wir nur
einheimische Leute in unseren Reihen haben“, erzählt Jürgen
Kyas, der mit dem USG-Team sogar schon Erfahrungen in
der 1. Bundesliga gesammelt hat und hofft, dass das Saisonziel
vom Klassenerhalt kein Wunschtraum bleibt. |
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