Zehn Jahre Freude am Gesang

Der Motettenchor der Chemnitzer Uni feiert Jubiläum - Neue Mitsänger sind immer willkommen


(HJG) Sie sind gewissermaßen Geschwister - der Motettenchor und das Collegium musicum der Chemnitzer Uni. Beide werden von Peter Krone geleitet, der zuvor Konzertmeister an der Chemnitzer Oper war. Das Collegium musicum feierte im vergangenen Jahr sein 35-jähriges Jubiläum. Jetzt war der Motettenchor dran: Er wurde Ende Oktober zehn Jahre alt. Damals, in den Tagen der deutschen Wiedervereinigung, taten sich Studenten und Mitarbeiter der Uni zusammen, um gemeinsam zu singen. Verstärkt wurden sie dabei durch Gesangsbegeisterte aus anderen Berufen. Zum Debüt sang der Motettenchor damals Hugo Wolfs "Nachtgruß" und die Liebeslieder-Walzer von Johannes Brahms. Damit ließ der Motettenchor aufhorchen, und inzwischen ist er aus dem universitären Musikleben nicht mehr wegzudenken.
In den folgenden Jahren trat der Chor häufig gemeinsam mit dem Collegium musicum auf, und immer fanden sich begeisterte Zuhörer. Der Anspruch der Sänger an sich selbst und an die Musiker war von vornherein hoch gesteckt, und Krone verstand es, das Optimale aus seinen Leuten herauszuholen. Kein Wunder, dass der mittlerweile 35 Mitglieder zählende Motettenchor und das Uni-Orchester häufig zu Gastspielen im In- und Ausland eingeladen wurden. Bayreuth, Düsseldorf und Altenburg standen ebenso auf dem Spielplan wie Leiden und Amsterdam (beide in den Niederlanden), Neapel und Sorrent (Italien), Lyon und gleich zweimal die französische Hauptstadt Paris.
Klar, dass das Jubiläum auch gebührend gefeiert wurde. Dazu traten Chor und Orchester am 18. November in der Johannes-Kirche in Chemnitz-Reichenbrand auf. Dort haben beide gemeinsam Mozarts Credo-Messe und dazu die "Unvollendete" von Franz Schubert aufgeführt.
Aber der Chor tritt nicht nur gemeinsam mit dem Uni-Orchester auf - auch als A-cappella-Chor leistet er Beachtliches. Das zeigte sich zum Beispiel beim ersten Jubiläumskonzert Ende März im Hasensaal von Schloß Augustusburg, wo überwiegend Stücke von französischen Komponisten wie Fauré, Saint-Saëns und Boulanger auf dem Programm standen. Die Chemnitzer "Freie Presse" war begeistert: "Alle Nuancen von Klangfarben stehen ihm zu Gebote.... In wenigen Jahren hat sich hier ein Muster des Chorsingens entwickelt." Glücklicherweise wurde das Konzert verewigt: Ausschnitte daraus sind auf der CD "Motettenchor live 2000" enthalten, die demnächst erscheinen wird. Ebenfalls auf der CD: Die Credo-Messe von Mozart, die im Chemnitzer Rathaus aufgenommen wurde. Krone gelang es, dazu neben einigen hoffnungsvollen Nachwuchssängern auch eine Solistin der Semper-Oper in Dresden zu verpflichten.
Übrigens: Motettenchor und Collegium musicum freuen sich immer über neue Mitsänger und -spieler. Wenn Sie Lust haben, mitzumachen, melden Sie sich einfach bei Peter Krone, an der Uni unter
(0371) 531-1484 oder privat unter (0371) 418316.

Sänger mit Format: Der Motettenchor der TU Chemnitz unter Leitung von Peter Krone (r.) ist mittlerweile im In- und Ausland gefragt.
Foto: TU Chemnitz


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HTML-Version von Enrico Peuschel, 11. Januar 2001