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Weitere Zielstellungen der Qualitätssicherungs- und Servicekompetenz sind in Abbildung B5-20 dargestellt. Sie werden in den folgenden Bearbeitungsschwerpunkten näher erläutert:
a) Weiterentwicklung und Integration des QIS
Ein aus der zweiten Förderperiode abgeleiteter Forschungsschwerpunkt ist die vollständige Übertragung und Anpassung des beschafften CAQ-Systems auf ein netzfähiges, webbasiertes Qualitätsinformationssystem. Ziele sind die Fehlervermeidung, die Schaffung einer Wissensbasis und die Absicherung gegen Produkthaftungs- und Gewährleistungsansprüche. Dazu gehört auch die weitere Integration und Verzahnung der zentralen Systeme innerhalb der Ganzheitlichen Integrationsmethode (GIM).
b) Fehlervermeidung durch Integriertes Methodenmodell
Der Einsatz präventiver QM-Methoden ist aufgrund der Bedingungen im hierarchielosen Produktionsnetz von großer Bedeutung. Fehler, die von der Produktentwicklung, Arbeits- oder Prüfplanung in die Fertigung gelangen, werden im Produktionsnetz größere Auswirkungen haben, als die Zehnerregel der Fehlerkosten für Unternehmen vorhersagt. Durch die integrierte Anwendung präventiver QM-Methoden im Rahmen des QIS werden Fehler vermieden, die Kommunikation der Produktentwickler, Planer und Fertiger verbessert und eine Wissensbasis geschaffen, die Folgeprojekte unterstützt. Neue innovative Produkte werden durch die Unterstützung der QM-Methoden in der Produktentwicklung durch Einbeziehung unter-schiedlicher Fachkompetenzen (z.B. Prüfplanung) gezielter entwickelt.
c) Evolution durch Flexibilisierung der Struktur der Kompetenzkomponenten
Durch Flexibilisierung der Struktur der Kompetenzkomponenten soll die Bildung und Bewertung prozessorientierter Kompetenzzellen erleichtert werden. Es werden Synergieeffekte durch Anlagerung anderer Fachkompetenzen an Prüfplanungs-, Messtechnik-, Qualitäts-management- und Service-KPZ untersucht. Die Ergebnisse werden zur Bildung von Kompetenz-clustern genutzt und gehen in die Kompetenzzellenbasierte Vernetzungstheorie (KVT) ein.
d) Bestimmung von QM-relevanten Aufnahmekriterien für Organisationen
Die Bewertung der Organisationen, die aus der regionalen Ebene in das Kompetenznetz aufsteigen wollen, erfolgt in Bezug auf die Erreichung qualitätsfähiger Prozesse, Kooperations-fähigkeit und Selbstorganisation im hierarchielosen Produktionsnetz. Dadurch soll ein hoher Qualitätsstandard im Kompetenznetz erzielt werden. Dieser Forschungsschwerpunkt stellt eine Voraussetzung für die Zertifizierungsfähigkeit des Produktionsnetzes dar. Die Kriterien richten sich am Selbstbewertungsmodell der zweiten Förderperiode aus. Es ist die Form der Bewertung und der Prozesse der Aufnahme unter Beachtung von Qualitäts-, rechtlichen und finanziellen Aspekten zu ermitteln. |