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Ausgangslage
Vision
Zielstellung



Zielstellung

Ziel des SFB 457 ist die wissenschaftliche Durchdringung des visionären Ansatzes kundenorientierter hierarchieloser regionaler Produktionsnetze auf Basis von Kompetenzzellen (vgl. Abbildung - Untersuchungsfelder im SFB).

Von dem globalen Ziel leiten sich vier wesentliche Teilziele ab:

  1. Definition der Kompetenzzelle: Beschreibung von Inhalt, Struktur, Größe, Schnittstellen und Beurteilungs- sowie Auswahlkriterien; prototypische Lösungen für ausgewählte Bereiche der Wertschöpfungskette wie Marketing, Produktentwicklung, Arbeitsplanung, Fertigung, Qualitätssicherung, Vertrieb und Service
  2. Untersuchung der Genese und des Betreibens von hierarchielosen Produktionsnetzen: aus der informatikgestützten algorithmierten und aus sozialwissenschaftlicher humanzentrierter Sichtweise
  3. Untersuchung der Rückkopplungen bei der Vernetzung von Kompetenzzellen: Kompetenzerhaltung, -entwicklung und -transformation in Netzen
  4. Untersuchung der Entwicklung von Produktionsnetzen zu regionalen Kompetenzzentren: Anforderungen an neue Produkte, Technologien, Produktionsstätten, Logistiklösungen und Betreibermodelle sowie Arbeits- und Zeitstrukturen


Abb. 1: Untersuchungsfelder im SFB

Vorgehensweise

Der SFB 457 ist in drei Phasen zu jeweils drei Jahren - also über eine Gesamtlaufzeit von neun Jahren - geplant:

Phase 1: Grundlagenuntersuchungen

  • Definition des Untersuchungsraums für die Kompetenzzellen (Dekomposition repräsentativer Bereiche des Wertschöpfungsprozesses)
  • Entwicklung von Methoden zur Analyse, Bildung, Entwicklung und Bewertung von Kompetenzzellen
  • Entwicklung eines generischen Modells der Kompetenzzelle (Abbildung wichtiger struktureller und funktioneller Eigenschaften; ermöglicht die Ableitung spezieller Partialmodelle)
  • Entwicklung von Methoden zur Vernetzung der Kompetenzzellen
  • Untersuchung der entstehenden Synergien
  • Entwicklung von Ansätzen für ein generisches Vernetzungsmodell
  • Untersuchung des Einflusses der Regionalität auf die Kompetenzzelle und deren Vernetzung

Phase 2: Modellentwicklung und Prototypuntersuchungen

  • Entwicklung von Partialmodellen der Kompetenzzelle (Funktionen, Aufbau- und Ablaufstrukturen, Schnittstellen)
  • Entwicklung von Vorzugslösungen für Kompetenzzellen
  • Weiterentwicklung und prototypische Erstellung des generische Vernetzungsmodells
  • Entwicklung von ganzheitlichen Methoden für die Netzbildung und den Netzbetrieb regionaler Produktionsstrukturen
  • Ableitung von Vorzugslösungen regionaler Produktionsnetze
  • Aufbau eines prototypischen Produktionsnetzes (Synthese eines Netzwerkes für ein Beispielprodukt aus dem mechatronischen Maschinenbau)

Phase 3: Ergebnisevaluation

  • Test des prototypischen Netzwerkes (und weiterer Vorzugslösungen regionaler Produktionsnetze)
  • Überprüfung der Modelle und Konzepte
  • Entwicklung methodischer Grundlagen für die Bildung von regionalen Kompetenzzentren
  • Bereitstellung von Netzbildungs- und Netzbetreibermodellen in einem zu entwickelnden Objekt-, Methoden- und Softwarepool inklusive der dazugehörigen Methoden und Werkzeuge zur Netzkomposition und der Planung von Kompetenzzentren
  • Entwicklung und Fertigung von Produkten (mechatronische Baugruppe) in hierarchielosen Produktionsnetzen
  • Akzeptanzuntersuchung in der Region bzgl. der alternativen Organisationsform für Wertschöpfungsprozesse
  • Entwicklung einer Methode zur Bestimmung produktionstechnischer Regionalprofile


 



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