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Der Vortrag soll einen Einblick in Entwicklungen zur (parallelen)
Simulation von Strömungs- und Transportvorgängen vermitteln,
die Gegenstand des Teilprojektes sind. Es wird dabei sowohl auf die
Einordnung dieser Arbeiten, den erreichten Bearbeitungsstand als auch
auf einige aktuelle Ergebnisse und offene Problemstellungen eingegangen.
Ausgangspunkt der vorgestellten Arbeitsrichtung war die Idee, unter
weitgehender Ausnutzung der Ressourcen des Parallelrechners und durch
Einbeziehung schneller iterativer Solver für lineare Gleichungssysteme
anspruchsvolle Aufgaben der Strömungsberechnung zu bewältigen.
Die Analyse einer Anzahl praktischer Problemstellungen zeigt allerdings,
daß die Erfassung der wesentlichen physikalischen Einflüsse meist ein
relativ komplexes Modell zur Simulation von gekoppelten Strömungs-
und Transportvorgängen erfordert. Dies verlangt, bei der Entwicklung
von Simulationswerkzeugen, neben der reinen Rechenleistung, ein
erhebliches Maß an Flexibilität der Algorithmen und Programme zu
gewährleisten.
Eine adäquate numerische Simulation von Vorgängen schafft überdies
häufig erst die Voraussetzung für weitergehende (z.B. experimentelle)
Untersuchungen und ist damit nur Teil eines aus mehreren Modellierungsebenen
bestehenden Erkenntnisprozesses. Möchte man sich den daraus resultierenden
Ansprüchen stellen, ist die zielstrebige und langfristige Entwicklung
leistungsfähiger Progammsysteme unerläßlich.
Hierbei fließen Ergebnisse
des Pre- und Postprocessings, der Netzgenerierung, der numerischen
Aufbereitung und Lösung der Feldgleichungen zusammen mit Überlegungen
zur Modellbildung und informatischen Aspekten.
Der Vortrag zeigt auf, welche Wege bei der Entwicklung eines parallelen
FE-Programmsystemes zur Simulation von Strömungs- und Transportvorgängen
bisher beschritten wurden. Der gegenwärtig erreichte Stand wird anhand
einiger numerischer Ergebnisse verdeutlicht. Aus der aktuellen Arbeit
werden Ideen zur numerischen Behandlung von Aufgaben mit veränderlicher
Dichte, aber kleiner Machzahl, vorgestellt. Abschließend sollen Ziele
und Perspektiven der weiteren Arbeit diskutiert werden.
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