Seniorenkolleg an der TU Chemnitz






Begegnungen mit anderen gleichartigen Einrichtungen

Begegnung von Senioren der Universität des 3. Lebensalters (U3L)
aus Frankfurt am Main mit Senioren des Seniorenkollegs an der TU Chemnitz

vom 08.07. bis 10.07.2010 in Chemnitz
 

Seit der ersten Begegnung (29.06. bis 01.07.1994) in Frankfurt am Main fanden im Wechsel der Jahre zahlreiche Zusammenkünfte statt.
„Bildung und Alter“, das Hauptthema des ersten Treffens, besitzt auch heute noch den hohen Anspruch für die Arbeit der Seniorenkollegs.
Ziel der Begegnungen über die vielen Jahre war und ist der Meinungsaustausch zu Fragen der Politik und des Alltags im geeinten Deutschland.
Im 20sten Jahr der Wiedervereinigung wurde „Der Mauerfall“ als Arbeitsthema gewählt.
Als kulturellen Teil suchten wir die Silberstadt Freiberg mit Schloss Freudenstein und den Dom St. Marien aus.

1. Tag, Donnerstag 08.07.2010

13:30 Uhr trafen die Frankfurter Senioren auf dem Campus Reichenhainer Straße ein, und nach dem Mittagessen versammelten sich 20 Teilnehmer aus Frankfurt am Main und 28 Teilnehmer unseres Seniorenkollegs im Neuen Senatssaal des Weinholdbaues.

BegrüßungProf. Dr. Schöne begrüßte die Teilnehmer und eröffnete die Veranstaltung mit einem Rückblick auf die vergangenen Begegnungen.
Anschließend erfolgte die Würdigung des am 17.06.2010 verstorbenen aktiven Organisators Karl Richter, insbesondere seine Bemühungen um die Kontinuität der Treffen.

In der Begrüßung durch Prof. Dr. Böhme wünschte er allen gute Gespräche, wie es seit 1994 Tradition sei.
Seine Ausführungen zur U3L in Bezug auf das Wachstum der Hörerzahlen von anfänglich 150 auf 3200 Teilnehmer im WS 09/10 zeigten, wie wichtig diese Bildungseinrichtungen für ältere Menschen sind.

Im Vortrag von Herrn Hartwig Albiro, ehemaliger Schauspieldirektor, wurde im ersten Teil speziell auf die Situation von September 89 bis November 89 und im zweiten Teil auf die Zeit danach bis Oktober 90 eingegangen.
Eine aufgeschlossene Diskussion erklärte Situationen auf beiden Seiten und trug wieder einen kleinen Baustein zum gegenseitigen Verständnis bei.

Die Zeit bis zum gemeinsamen Abendessen nutzten die Organisatoren, um die veränderte Mitnahmemöglichkeit, von 20 auf 13 reduziert, im Bus der Gäste neu zu organisieren.

Entgegen einem Vers von B. Brecht:

                                     "Ja, mach nur einen Plan
                                      Sei nur ein großes Licht!
                                      Und mach dann noch `nen zweiten Plan
                                      Geh`n tun sie beide nicht ..."

ging aber unser zweiter Plan auf, wie der nächste Tag zeigte.

AbenbdessenVor dem Abendessen im „Cafe im Tietz“ zeigten Herr Dr. Rohr und Herr Dr. Rößler als Hausherren den Teilnehmern das großartige Gebäude des Kulturkaufhauses „Tietz“ mit den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.
Zum Abschluss des ereignisreichen Tages begrüßte Herr Clauß besonders herzlich Frau Elvira Grecki,Frau Grecki die seit 1977 am hiesigen Schauspielhaus spielte und im Mai dieses Jahres ihre Abschiedsvorstellung gab.
Frau Grecki unterhielt uns mit Gedichten von Erich Kästner. Auf humorvolle Art trug sie Lebensweisheiten vor, die auch heute noch volle Berechtigung haben. Der Beifall zeigte, dass auch so ein Vortrag Bildung ist.

2. Tag, Freitag 09.07.2010

Die Silberstadt Freiberg ist immer eine Reise wert.
StadtführungUnsere hauseigenen Reisebegleiter Herr Dr. Gräbner und Herr Siegel erzählten den Busmitreisenden Wissenswertes, was so in keinem Reiseführer steht und stimmten auf einen erlebnisreichen Tag ein.
Beiden danken wir für die Unterstützung.
Weiterhin sind hervorzuheben der Einführungsvortrag in der Ausstellung „terra mineralia“ von Herrn Freiberg (was es für Zufälle gibt!) und das Orgelspiel der im Juni dieses Jahres wiedereingeweihten Orgel von Gottfried Silbermann  aus den Jahren 1711 bis 1714 im Dom St. Marien.

Am späten Nachmittag ging die Reise weiter. –
Sie führte uns in die Wetzelmühle Niederfrohna. Unter Sonnenschirmen warteten im Innenhof Kaffee & Kuchen und gekühlte Getränke auf uns.
Seit dem Jahr 1994 ist der Verein Selbsthilfe 91 e.V. Eigentümer der Mühle.
Außer dem technischen Denkmal bietet auch das Kreativzentrum Interessantes zur Arbeit des Vereins. Mit Besichtigungen und vielen Gesprächen zwischen den Teilnehmern verging die Zeit bis zum Abendessen schnell.
Gut gelaunt ging es zurück nach Chemnitz.

3. Tag, Sonnabend 10.07.2010

AbschlußWieder auf dem Campus Reichenhainer Straße im Neuen Senatssaal des Weinholdbaues. Durch die kurzfristige Verhinderung des Prorektors Prof. Dr. Hummel der TU Chemnitz bedingt übernahm Prof. Dr. Schöne diese Aufgabe.

Inhalt des Vortrages:

  • neue Studiengänge und Abschlüsse in Freiberg
  • 2011 Festveranstaltung 175 Jahre Technische Lehranstalten / TU Chemnitz, Vorhaben, Veränderungen am Profil
  • Zugehörigkeit und Aufgaben des Seniorenkollegs an der TU Chemnitz


Frau Herweg von der U3L bedankte sich herzlich für die Begegnung und die optimale Durchführung.
Gegen 12:00 Uhr verabschiedeten wir unsere Gäste zur Heimfahrt nach Franfurt am Main.


Text:     Ursula Hofmann, Sekretariat Seniorenkolleg an der TU Chemnitz
Fotos Renate Wolf, Teilnehmerin Seniorenkolleg an der TU Chemnitz