Ausführungen von Frau Diplom-Forstwirtin Jane Klaus, Dippoldiswalde,
am 26.01.2010 im Seniorenkolleg der TU Chemnitz
Uns wurde an diesem Nachmittag der heimische Wald mit einigen seiner Baumarten, Heilkräutern und Wildtieren von Frau Diplom-Forstwirtin Jane Klaus
aus Dippoldiswalde unterhaltsam und humorvoll nahe gebracht.
Wir erfuhren Interessantes zu Rosskastanie, Ahorn, Eiche, Buche, Birke, Eibe, Tanne und Fichte. Woher der Name Rosskastanie kommt, was es mit der Rotbuche auf sich hat oder wozu man Eichenrinde bei Gesundheitsproblemen anwenden kann. Was kann man mit Birkenrinde tun, und was ist der Unterschied zwischen Tanne und Fichte? Wie giftig ist Eibe? Auch das Wachstum und das Verhältnis zwischen alten und jungen Bäumen sowie der Nutzen des Mischwalde wurden erklärt. Genauso die Einteilung des geschlagenen Holzes in Kategorien für die forstlichen Submissionen. Dabei werden vor allem wertvolle, gut gewachsene Hölzer (z. B. für Musikinstrumente) verkauft. Die niedrigste Kategorie ist Masseholz als Feuerholz.
Das und wie man die Früchte der Waldbäume auch essen kann wurde ebenso erläutert wie das Ernten von z. B. Ahornsirup oder die Heilkraft von beispielsweise Buchen- oder Birkenblättern. Auch die Wildkräuter, wie Spitzwegerich, Breitwegerich, Gänseblümchen, Fichtenspitzen wurden nicht vergessen. Es gab viele nützliche Tipps für ihre Anwendung zu Heilzwecken.
Ein weiteres Kapitel war die Jagd. In unseren Wäldern werden vor allem Fuchs, Reh, Hirsch und Wildschwein gejagt. Forstwirte erarbeiten nach entsprechenden Analysen des Wildbestandes die Abschußpläne. Das Fleisch vom Wild ist sehr gesund, da die Tiere nur Naturnahrung aus Wald und Wiese aufnehmen.
Wild ist sehr scheu und vor allem nachtaktiv. Menschen werden gemieden. Wildschweine sind nur gefährlich, wenn sie angeschossen sind oder Frischlinge haben. Im Notfall kann man sie mit klappern eines Schlüsselbundes vertreiben oder Anziehsachen wegwerfen um sie abzulenken. Dazu hat Frau Klaus einige Jagdgeschichten zum Besten gegeben und viel Heiterkeit ausgelöst.
Zum Schluss gab es Literaturhinweise und die herzliche Einladung die Waldschule in Dippoldiswalde einmal zu besuchen. Der aufgelockerte Vortrag hat bestimmt allen sehr gefallen.
Fragen wurden noch beantwortet zu Waldumbau allgemein und Einbeziehung privater Waldbesitzer.
Irene Uhlig