Prof. Dr. Olfa Kanoun,
Tu- Chemnitz, Professur für Mess- und Sensortechnik
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Die Mess- und Sensortechnik gewinnt zunehmend an Bedeutung in technischen Systemen zusammen mit den immer mehr wachsenden Bedarf an Automatisierung, der Qualitätssicherung, Sicherheit und Komfort.
Die Sensorik dringt immer mehr in Massenmärkte ein, wie z. B. in den Kraftfahrzeugbereich oder in das Intelligente Haus.
Für den Entwurf von Mess- und Sensorsystemen werden ständig neue und interessante Herausforderungen gestellt. Durch schnelle elektronische Schaltkreise, leistungsstarke Signalverarbeitungsalgorithmen und moderne Herstellungstechnologien lassen sich neuartige Sensorsystemen umsetzen, die einen stark erweiterten Informationsgewinn ermöglichen.
Ohne Nanotechnologie kommen die intelligente Mess- und Sensorsysteme (Smart Sensor Systems) nicht mehr aus. Die Auswertung der Signalverarbeitung soll zu Entscheidungen führen, um Fehlinformationen bei der Weiterverarbeitung in der Produktion oder im Handel rechtzeitig zu verhindern. Auch in der Bauwirtschaft und Umweltüberwachung spielt die rechtzeitige sensorische Information eine entscheidende Rolle.
Viele verschiedene Disziplinen wie Physik, Chemie, Werkstoffwissenschaften, Herstellungstechnologie, Elektronik, Informatik, System- und Kommunikations-technologie und Medizin eine entscheidende Rolle. Ziel ist die drahtlose Übertragung von Signalen bei tragbaren und mobilen Geräten.
Ein Beispiel zu Überwachung der Haltbarkeit von Fleisch (Rind, Kalb, Huhn und Schwein) wurde erläutert. Durch Messung der Räume zwischen den Zellen, den Zellmembranen, der chemischen Reaktion und der polaren Effekte soll verhinder werden, das verdorbenes Fleisch (Gammelfleisch) in den Handel gelangt oder zur Weiterverarbeitung freigegeben wird.
Der Vortrag war wie immer gut besucht und es wurde auch viel diskutiert.
Wera Ohlerich