Seniorenkolleg an der TU Chemnitz






Arbeitsgruppe PC  & Internet, AG 5

Teilnehmer  berichten über den Vortrag vom 17.05.2011

Grönland und das ewige Eis?

Vortrag von Frau Ulrike Rößner am Seniorenkolleg der TU Chemnitz am 17.05.2011

 

Uns wurde an diesem Nachmittag ein eindruckvolles Bild einer Schiffsreise und eines Landgangs in Grönland geboten. Beginn war in Bremerhaven und die Route führte durch die Nordsee, vorbei an den Färöerinseln und Island, bis zur Ostküste und Südspitze Grönlands.

Das Land wurde in Einwanderungswellen ab 3000 v. Chr.  besiedelt. Um das Jahr 1000 begann die Christianisierung durch Leif Eriksson. Viel später, nämlich 1721, erfolgte die protestantische Missionierung durch Hans Egede. 1814 fiel Grönland unter die Oberhoheit Dänemarks. Erst am 1.Mai 1979 erhielt Grönland die Selbstverwaltung sowie die innere Autonomie. Seitdem besteht das Land als Nation innerhalb des Königreichs Dänemark. Das Wappen der Grönländer ist der Eisbär.


Die Menschen nennen sich selbst Inuit und ihre Sprache ist grönländisch und dänisch.

Die Inuit betrachten sich alle als gleichwertig und haben Achtung vor dem Anderen. Gleichzeitig sind sie auch Zauberwesen verbunden. Sagen und Mythen spielen eine große Rolle. Aber der Fortschritt hat auch hier Einzug gehalten und alle modernen Kommunikationsmittel werden genutzt. Die Bewohner sind auch Könner in kunsthandwerklichen Fertigkeiten, z. B.Perlenarbeiten, Schnitzereien aus Walrossknochen oder künstlerische Malereien.


Zur größeren Tierwelt gehören Eisbär, Moschusochse, Wal, Polarwolf und Polarfuchs sowie Rentiere.
Der Pflanzenwelt bleibt nur eine kurze Vegetationsperiode.
Wichtig für die Wirtschaft sind neben Fischfang noch die Förderung von Öl und Gas sowie seltene Erden.
In Nuuk, der kleinsten Hauptstadt der Welt, gibt es eine Universität, ein Lehrerseminar, moderne  Neubauten, ein Hotel und die einzige Verkehrsampel Grönlands.

Großartige Fotos u. a. von Treibeis, Nebelbänken, Tundren, Gletschern, Salzseen, Geröllmoränen, Büßerschnee, einer Stabholzkirche, Abbruchkanten vom Inlandeis,  Sonnenuntergängen und historischen Wohnhäusern (Torfhäuser) rundeten die spannende Geschichte ab.


Am Ende stand noch, 'die Frage zum ewigen Eis' zu beantworten. Das betrachtete Inlandeis entstand vor mehr als 12000 Jahren. Es ist aber nicht sicher zu sagen, ob dieses Eis ewig ist.

Forscher haben zur Zeit ungewöhnlich warmes  Wasser an den Küsten Grönlands festgestellt, sodass die Gletscherzungen im Moment schneller abtauen. Sie halten das Inlandeis noch fest. Sollten sie aber instabil werden, kann das Inlandeis nachrutschen. Das ist aber noch nicht ausgemacht.


Und ganz zum Schluss wurde von Frau Rößner noch die Nationalhymne Grönlands vorgelesen und wir nahmen vorerst Abschied von einem faszinierenden Land und einem sehr anschaulichen Vortrag.


Irene Uhlig