Familie Frank Salzer Holzbildhauermeister aus Zwönitz

Frank Salzer ist selbst Bildhauer, Restaurator in Zwönitz.
In seinen Jahren der Wanderschaft hat er selbst erfahren, was es bedeutet, in der Fremde und in der Ferne zu sein.
So bekam der Begriff *Heimat* und *Zu Hause* eine besondere Bedeutung.
Seine Familie und er, beschäftigen sich nunmehr mit dem Erhalt und der Pflege des erzgebirschen und damit bergmännischem Brauchtum.Er hat selbst die Einstellung des Erzbergbaues miterlebt.
Wenn man einem Menschen die Arbeit nimmt, dann nimmt man ihm auch seine Würde.
So kaufte er ein Wohnstallhaus aus dem Jahre 1770. Dieses war schon einmal 1910 umgebaut worden. Dieses Haus in einer Art Umgebinde- Haus ist eine Rarität im Erzgebirge. Es zeigt doch das Zusammenleben von Mensch und Tier in der unwirtlichen
Umgebung. Es ist eine Abhängigkeit besonderer Art. Links im Haus befindet sich die Wohnung und rechts davon der Stall. Schon damals wußte man vom effektiven und energiesparenden Bauen.
Hier zu diesem Abend stellte er den Zuhörern das erzgebirgische Liedgut vor. Das Erzgebirge hat eine eigene Musikkultur. Die Liedersammlung der Marie Wancke hat eine zentrale Bedeutung im Erzgebirge.
Weiterhin stellte Herr Salzer sein Bergmannstüb'l vor und gab eine Einführung in das bergmännische Leben aber auch allgemein in das karge Leben der Erzgebirger.
Ja, so war das früher und ich denke mir, wir werden es erleben, daß die Erzgebirger bald wieder so arm sein werden, wie damals im 19.Jhd.
Zum Kauf des Hauses stellte der Vortragende einen Bezug auf die Vergänglichkeit allen irdischen Seins her.
'Er zog aus. Ich zog ein. Beim Nächsten wird es genauso sein.'
Mit schönen erzgebirgischen Weihnachtsliedern aus dem reichhaltigen weihnachtlichen Liedgut fand der Nachmittag einen schönen runden Abschluss. Ich denke mir, wer da nicht hingegangen ist, der hat was verpaßt....
Hier noch einige Verweise auf Aktivitäten von Frank Salzer
http://www.fp-reisen.com/LOKALES/ERZGEBIRGE/STOLLBERG/Schatzsuche-in-der-Austelvilla-artikel1275885.php
http://www.zwoenitz.de/inhalt/kultur/tradition/trad.htm
http://www.evkirche-crottendorf.de/kirche/index.php?id=140
http://www.zwoenitztal-greifensteine.de/Tradition.37.0.html
Dort findet sich folgendes:
"Vergess' dei Hamit net"(Vergiss Deine Heimat nicht), dieses erzgebirgische Lied von Anton Günther ist für Frank Salzer aus Zwönitz zum Leitspruch geworden.
Der Beruf führte den 39-jährigen Schnitzer, Bildhauer und Restaurator kreuz und quer durch Westeuropa, er lernte Kirchen und Menschen kennen und entschied sich
doch zuletzt für den Landstrich, der ihn geprägt hat: das Erzgebirge.
Seit Mitte der 1990er-Jahre hat er in Zwönitz liebevoll ein verfallenes Wohnhaus umgebaut, mit
Werkstatt, Wohnung und einem Raum für Hutzenabende, so wie sie früher im Erzgebirge üblich waren. Besonders in der Weihnachtszeit ist das Interesse an Franks Salzers Liedern und Geschichten groß. Anhand eines selbst gebauten Buckelbergwerkes,
so wie sie früher auf Jahrmärkten im Erzgebirge zu finden waren, lässt er die Geschichte seiner Heimat bei traditionellen Hutzennachmittagen lebendig werden.
Kontakt: Thomas-Müntzer-Str. 40 08297 Zwönitz
GL u.KH 13. Dezember 2011