Seniorenkolleg an der TU Chemnitz






Arbeitsgruppe 3 PC & Internet

Die Teilnehmer berichten über den Vortrag vom 02.11.2010

Moderne Stahlwerkstoffe im Automobilbau

Dr. Matthias Hockauf, TU Chemnitz

Die Senkung der Treibhausgase ist eine zentrale Aufgabe der Industriegesellschaften im 21. Jh. Verpflichtungen dazu sind im Kyotoprpotokoll niedergeschrieben. Deutschland hat sich als Spitzenreiter zu einer Senkung von 21 % bis 2012 verpflichtet.
Wenn man davon ausgeht, dass sich die Weltbevölkerung bis 2050 auf 12 Milliarden verdoppelt, wird der Beitrag der Autoabgase (vor allem CO2 und Kohlenwasserstoffe, z.B.Methan) an der Umweltverschmutzung von zentraler Bedeutung sein.
Neben der Senkung des Treibstoffverbrauchs (sparsamer Antrieb, Elektroantrieb) sind die Reduktion der Masse der Automobile, ihre Bauweise und die Verwendung neuer Werkstoffe die Herausforderungen der Autoindustrie.


Einfluss der Masse und der Bauweise

Im Schnitt ist der Anteil der Masse an
 -  Aufbau        50%
 -  Ausstattung 30 %
 -  Karosserie   20%
Die 3 eingesetzten Bauweisen sind :
 -Rahmenbauweise (Verwendung eines zus„tzlichen Rahmens)
 -Schalenbauweise (st„rkere Bleche, da kein zus„tzlicher Rahmen verwendet)
 - Skelett oder Space Frame ? Bauweise (SF). Es ist eine Mischung aus Rahmen und Schalenbauweise.


Einfluss neuer Werkstoffe

1994  stellte Audi das erste Auto komplett aus Aluminium vor (Audi A8). Das führte zu einem Einbruch in der Stahlindustrie. Da jedoch Stahl ca die dreifache Festigkeit von Aluminium hat, setzt das die dreifache Masse eines Autos aus Aluminium bei gleicher Festigkeit voraus. Eine großangelegte Studie von Thyssen - Krupp führte zur Entwicklung hochfester Stähle. In Kombination von Skelett- und Schalenbauweise wurden diese Stähle beim:
- Porsche Cayenne 2002
- Audi Q 7
- VW Touarek  eingesetzt.
Moderne Stähle besitzen hohe Festigkeiten. Die sogenannte "Stahlbanane" stellt die Abhängigkeit der Verformbarkeit von der Festigkeit des Stahls dar und ist eine wichtige Prüfgröße für die Qualität hochfester Stähle.

 


Verfasser: Ulrike Rößner