Seniorenkolleg an der TU Chemnitz






Arbeitsgruppe PC und Internet, AG 1

Teilnehmer berichten über die Eröffnungsveranstaltung des Sommersemesters am 05. 04. 2011

Die Entwicklung der TU Chemnitz

Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, Rektor der TU Chemnitz

 

Mit dem Vortrag von Prof. Dr. Matthes startete am 5. April das Seniorenkolleg in das Sommersemester 2011, das nunmehr 36. Semester seit der Gründung. Und wieder freuen sich ca. 750 Lernbegierige der 'Generation 50+' (darunter über 90-Jährige!) auf das vielseitige Vorlesungsprogramm der nächsten Monate.

Prof. Dr. Matthes gab zunächst einen Überblick über den derzeitigen Stand der TU Chemnitz.

Mit 10382 Studierenden und 8 Fakultäten gehört sie zwar nicht zu den ganz großen Universitäten, aber getreu dem Leitbild Wissen.schafft.arbeit bietet die Universität attraktive Studienangebote, zukunftsorientierte technische Spitzenforschung und eine moderne Infrastruktur für Forschung, Lehre und Weiterbildung. Damit ist die TU Chemnitz ein Partner der Wirtschaft und nicht zuletzt ein wichtiger Arbeitgeber der Region.

Die wichtigsten aktuellen und künftigen Aufgabenstellungen für die TU sind :

  • Bereitstellung von Modulen (wichtig für internationale Vergleiche)

  • Sicherung der Leistungsqualität

  • koordinierter Einsatz des E-Learnings

  • Internationalisierung des Studiums

  • Erhöhung der Aktivitäten für nationale und internationale Studienwerbung

  • Steigerung der Anzahl der Studierenden, vor allem für technische Studiengänge

  • Erhöhung der Absolventenzahlen, Pflege der Beziehungen zu ehemaligen Absolventen

  • Ausbau der Weiterbildungsangebote

  • Angebote für Lehrveranstaltungen in englischer Sprache

 

Für die Forschung gibt es an der TU drei Schwerpunktfelder: Energieeffiziente Produktionsprozesse, Human Factors in Technologies und Smart Systems and Materials.

Hierbei werden Kooperationsbeziehung außerhalb der Universität mit zahlreichen Instituten und Einrichtungen gepflegt, z. B. mit Fraunhofer Instituten, dem Leibniz Institut, mit CETEX, dem Smart Systems Campus, um nur einige zu nennen.

Auch um den wissenschaftlichen Nachwuchs bemüht sich die TU Chemnitz. Ziel ist es, die junge Generation für die Wissenschaften zu begeistern. Es gibt z.B. „Juniorprofessoren“, es werden Universitätspreise vergeben und die Forschungsakademie wird ausgebaut.

Und sieht es  mit den internationalen Beziehungen aus? Nicht schlecht, denn mit 100 Universitäten in über 30 Ländern bestehen Kooperationsverträge und Studierende aus 60 Ländern sind an der TU Chemnitz eingeschrieben. Die Beziehungen zu ausländischen Universitäten werden auch zukünftig weiter ausgebaut und der Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden im internationalen Maßstab soll intensiviert werden.

Zum Life-Long-Learning an der TU Chemnitz kann man mit gutem Gewissen sagen: Es funktioniert! Angefangen von der Kinder-Universität, die sich unter Chemnitzer Kindern (und deren Eltern!) großer Beliebtheit erfreut, über die Ausbildung der Studierenden und die Weiterbildung der Mitarbeiter der TU in Speziallehrgängen bis hin zum Seniorenkolleg – alles wird mit großem Engagement und Fachwissen vorbereitet und realisiert.

Die jetzigen Standorte der TU Chemnitz (Straße der Nationen, Wilhelm-Rabe-Straße, Erfenschlager Straße und Zentraler Campus Reichenhainer Straße) werden – bis auf W.-Rabe-Straße – auch künftig erhalten bleiben. Außerdem gibt es die „Vision“ der Gestaltung eines Innenstadtcampus: z. B. aus der ehemaligen Kammgarnspinnerei könnte die zentrale Universitätsbibliothek mit einem integrierten Begegnungszentrum entstehen, der Busbahnhof müsste entfernt werden, dann wäre Platz für ein TU Kommunikationszentrum und eine neue Mensa. Durch Beplanung eines zusätzlichen Baufeldes könnten ganze Fakultäten in die Innenstadt umziehen.

...  könnte … müsste ... würde ...

Alle Veränderungen haben generell einmal mit Visionen begonnen – warum sollte es in Chemnitz nicht ebenso so sein? Die Studierenden und auch Bürger der Stadt würde es freuen!

 

Mit viel Beifall dankten die Zuhörer Herrn Professor Dr. Matthes für seinen interessanten Vortrag und für die anschließende sachkundige Beantwortung von Fragen aus dem Publikum.

 

Christiane Loose