Seile werden in vielen Anwendungen wie Kränen, Aufzügen oder Hebezeugen mittels Seilscheiben geführt und umgelenkt. Dabei erfahren sie wechselnde Biegebewegungen, die durch Reibung zwischen sich verschiebenden Litzen sowie wiederholte Zug- und Druckbeanspruchungen zu Seilverschleiß bis hin zum Versagen führen.
Für eine sichere Anwendung von Faserseilen muss deren Haltbarkeit beim Lauf über Seilrollen, die sogenannte Biegewechselfestigkeit, der Auslegung des Seiltriebs zu Grunde gelegt werden. Seile aus den hochfesten, synthetischen Fasern Dyneema, Technora oder Vectran sind erst seit einigen Jahren am Markt verfügbar, so dass deren Biegewechselfestigkeit bislang erst in Ansätzen erforscht wurde.
Um die Biegewechselfestigkeit hochfester, synthetischer Faserseile näher untersuchen zu können, wurde in Eigenregie eine entsprechende Prüfmaschine entwickelt, konstruiert und gebaut. Damit kann ein breites Spektrum von Faserseilen bis 16 mm Durchmesser mit unterschiedlichen Seilscheiben- und Rillengeometrien und Seillasten bis 100 kN geprüft werden.