Forschung an der TU Chemnitz
Professorship of Communications Engineering
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Initiierung einer Kooperation zwischen der TU Chemnitz und dem CSIR
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Im Rahmen der Naturalistic Driving Studie (NDS) des I-FAS kam es zu einer Kooperation der Technischen Universität Chemnitz mit dem Council for Scientific and Industrial Research (CSIR) in Südafrika.


Naturalistic Driving Studien (NDS) sind „natürliche Fahrstudien“. Der Fahrer soll in realistischen Szenerien fahren, wenn möglich sogar mit seinem eigenen, mit entsprechender Technik ausgestattetem, Fahrzeug. Diese Art der Fahrstudien ist in den USA schon seit einigen Jahren verbreitet und das I-FAS begann, in Kooperation mit der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Braunschweig (DLR), ein Pilotprojekt zu NDS. [Weitere Informationen finden Sie hier.] 

Im Jahre 2009 wurde damit begonnen, die deutsche Pilotstudie zu planen. Im Rahmen dessen fand ein Workshop in München statt, zu dem Interessierte geladen wurden. Dieses Angebot nutzten eine Vielzahl von Interessenten, unter anderem auch ein Forscher aus Südafrika. Er berichtete über extreme Probleme hinsichtlich der Verkehrssicherheit in Südafrika. Insbesondere würden sehr häufig Unfälle mit Personenschäden passieren. Man erkannte ein großes Potenzial für eine mögliche Zusammenarbeit und Mitarbeiter des I-FAS wurden nach Südafrika in das Council for Scientific and Industrial Research (CSIR) eingeladen, um mögliche Forschungsschwerpunkte zu identifizieren und die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu schaffen.


So besuchten Prof. Dr.-Ing. Gerd Wanielik, Dr. Tibor Petzoldt und Dipl.-Inf. Holger Lietz im September 2009 das erste Mal Südafrika, um sich ein Bild von der Situation vor Ort machen zu können. Beim Besuch des CSIR stellte man schnell fest, dass die Forscher sehr interessiert am Projekt und einer Zusammenarbeit mit dem I-FAS waren. Und so wurde begonnen, eine Kooperation zu initiieren. Nicht nur fachlich war diese Zusammenarbeit ergiebig, sondern auch auf zwischenmenschlicher Ebene interessant. „Die Menschen, die ich kennenlernte, waren sehr nett, offen und freundlich“, so Dr. Petzoldt. Die entspannte Lebenseinstellung imponierte Petzoldt, ebenso wie der Reichtum der Natur in Südafrika. „Es gibt viele verschiedene Landschaften, in denen ein völlig anderes Klima herrscht. Diese Vielfalt erstaunte und begeisterte mich sehr“, so Petzoldt weiter. Doch fiel ihm auch eine starke Trennung zwischen Arm und Reich auf. Generell sind die Weißen, die den Großteil des Geldes in Südafrika besitzen und diesen schützen. „Alles spielt sich hinter einem hohen Zaun ab, der Sicherheitsstandard ist extrem hoch und man kann sich eigentlich nicht frei bewegen“, berichtet Petzoldt weiter. Während der Zusammenarbeit mit dem CSIR und ihren Aufenthalten in Südafrika lernten die Forscher des I-FAS nicht nur eine andere Lebensweise kennen, sondern mussten auch erfahren, dass in Südafrika bürokratische Mühlen sehr langsam mahlen. Die Planung eines Workshops, in welchem das NDS-Projekt vorgestellt werden und ein möglicher Kooperationspartner gefunden werden sollte, beanspruchte viel Zeit und Verhandlungsgeschick. Schließlich fand der Workshop am 1. Februar 2011 statt und neben Forschern verschiedener Fachrichtungen nahmen auch Regierungsvertreter daran teil.
Aufgrund dieses regen Interesses entschied man sich für weitere Besuche in Südafrika, um die Zusammenarbeit zu intensivieren.


Über die Intensivierung der Zusammenarbeit wird weiter berichtet.


- helr -