Forschung an der TU Chemnitz
Professur für Nachrichtentechnik
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Unsere Vision
Sicherheitssysteme in Automobilen haben eine lange Tradition. Über die Zeit hat auch in diesem Bereich eine Evolution stattgefunden: Von der Verminderung der Unfallfolgen durch passive Sicherheit über das Verhindern von Unfällen durch aktive Sicherheit zur Vermeidung von potentiellen Unfällen durch Fahrerassistenzsysteme. Letztere haben in den vergangenen Jahren vermehrt Einzug in Serienfahrzeuge gehalten. Ihre Entwicklung stellt hohe Anforderungen an interdisziplinäre Entwicklerteams aus Ingenieuren, Ergonomen und Psychologen. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, haben sich an der TU Chemnitz die Professuren Nachrichtentechnik, Arbeitswissenschaft und Allgemeine Psychologie und Arbeits-psychologie zum Interdisziplinären Zentrum für Fahrerassistenzsysteme, kurz I-FAS, zusammengeschlossen. So entsteht eine Forschungseinrichtung, die den hohen Anforderungen der Thematik gerecht wird.

Für mehr Sicherheit und Komfort im Auto


Interdisziplinäres Zentrum für Fahrerassistenzsysteme an der TU Chemnitz vereint Nachrichtentechniker, Arbeitswissenschaftler und Psychologen


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Sind künftig, wenn es um kompetente Untersuchungen von Fahrerassistenzsystemen geht, gemeinsam unterwegs: die Arbeitswissenschaftlerin Prof. Dr. Birgit Spanner-Ulmer, der Arbeitspsychologe Prof. Dr. Josef F. Krems und der Nachrichtentechniker Prof. Dr. Gerd Wanielik (v.l.) der TU Chemnitz.

Foto: Christine Kornack
Antiblockiersystem (ABS), Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), Tempomat, Einparkhilfe, Reifendruckkontrolle - die Liste der im Auto einsetzbaren Fahrerassistenzsysteme wird von Jahr zu Jahr länger. Kaum ein Serienfahrzeug verlässt heute ohne derartige Systeme das Werk. Der Motor dieser Entwicklungen ist der Käufer, für den Fahrzeugsicherheit und Komfort immer wichtiger werden. Dieser Trend stellt hohe Anforderungen an Entwicklerteams, die im Idealfall aus Ingenieuren, Ergonomen und Psychologen bestehen. Aus diesem Grund arbeiten an der Technischen Universität Chemnitz die Professuren Nachrichtentechnik (Prof. Dr. Gerd Wanielik), Arbeitswissenschaft (Prof. Dr. Birgit Spanner-Ulmer) sowie Allgemeine Psychologie und Arbeitspsychologie (Prof. Dr. Josef F. Krems) sehr eng zusammen. Am 30. Mai 2006 huben die drei Professuren im Rahmen einer Gründungstagung das Interdisziplinäre Zentrum für Fahrerassistenzsysteme (kurz: I-FAS) aus der Taufe. Hier werden seither fachübergreifend verschiedene Grundlagenbereiche rund um diese Systeme erforscht. Aktuelle Themen betreffen die Fahrzeugumfelderkennung, die ergonomische Gestaltung von Anzeigen und Bedienelementen sowie Nachtsichtsysteme.

Stichwort: Fahrerassistenzsysteme

Fahrerassistenzsysteme sind elektronische Zusatzeinrichtungen in Kraftfahrzeugen, die den Fahrer in bestimmten Fahrsituationen unterstützen. Im Mittelpunkt steht dabei entweder die Erhöhung der Fahrsicherheit, um Unfallzahlen und -folgen zu senken, oder die Steigerung des Fahrkomforts. Beispielsweise gibt es Assistenzsysteme, die den Fahrer kurz vor oder während kritischer Situationen warnen. Andere Systeme greifen aktiv in die Steuerung oder den Antrieb des Fahrzeuges ein.