Das Ziel des Forschungsprojektes war die Entwicklung einer neuen Generation textiler Gleitflächen für die ganzjährige Nutzung im Sport- und Freizeitbereich, die sich hinsichtlich Funktionalität und Kosten vom aktuellen Stand der Technik abhebet. Durch schneeähnliche Gleit- und Kanteigenschaften sollte der Belag bei geringstmöglichem Verletzungsrisiko im Alpin- und Langlaufbereich Anwendung finden. Großer Wert wurde dabei auch auf den einfachen, ökologischen und kostengünstigen Betrieb bei geringen Anschaffungskosten gelegt.
Beim Stand der Technik handelt es sich um ein Borstenmaterial, welches permanent bewässert wird. Die harten Borsten bergen ein hohes Verletzungsrisiko in sich. Die Gleit- und Führungseigenschaften der Borsten sind ungenügend. Aufgrund der aufwendigen Bauweise mit integriertem Bewässerungssystem sind die Investitionskosten immens. Auch die laufenden Kosten sind durch die permanente Bewässerung nicht zu unterschätzen.
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| Stand der Technik |
Die Entwicklungsbasis für das neue System bildet ein luftdurchlässiges, mehrschichtiges textiles System. Eine gleitmodifizierte Deckschicht ermöglicht durch spezielle Strukturen das realitätsnahe Fahrerlebnis. Die Mittelschicht dient der Stoßabsorption und die Grundschicht der Befestigung des Systems am Boden.
Im Projektverlauf wurden folgende Meilenstein bearbeitet:
Besonders wichtig bei der Entwicklung der textilen Skipiste waren die textile Konstruktion und die Materialauswahl der oberen Schicht, welche die notwendigen Gleit- und Kantenführungseigenschaften abbilden muss. Diesbezüglich wurden verschiedenste Textilien und textile Konstruktionen auf den Tribologieprüfständen der Professur Fördertechnik gegen einen Skibelag getestet.
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| Reibungs- und Verschleißtests | |
Auf der Basis der im Labor ermittelten Ergebnisse wurden Vorzugslösungen ausgewählt und als Prototypen durch die Projektpartner C.H. Müller GmbH und SMM-Textil GmbH hergestellt. Der textile Mehrschichtverbund besteht aus einer besonders gleitfähigen und kantenführenden Oberschicht, einer dämpfenden Mittelschicht und einem darunter positionierten Befestigungssystem.
Die Prototypen der textilen Skipiste wurden im Anschluss durch die Ski- und Snowboardlehrer der Vereinigten Skischule Oberwiesenthal und auch durch Freizeitsportler getestet. Die textile Skipiste kann als Gleitunterlage für die alpinen Abfahrtssportarten und auch für den Langlauf genutzt werden. Das Testurteil der Profiskilehrer und der Freizeitsportler war durchweg positiv. Die Vorteile der Neuentwicklung lassen sich wie folgt zusammenfassen:
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| Test der neuen, textilen Skipiste | ||
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C.H. Müller GmbH, Heinsdorfergrund | ![]() |
SMM Textil GmbH, Burgstädt | ![]() |
Vereinigte Skischule Oberwiesenthal, Kurort Oberwiesenthal | ![]() |
Kreativ Reindl, Leipzig |
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Dipl.-Ing. Arndt Schumann, Dipl.-Ing. Sonja Schubert |
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Handzettel deutsch |