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Langzeitverhalten großer dynamischer Systeme |
Seit 2006 Einzelförderung durch die DFG.
Bis 2005 Bestandteil des interdisziplinärer Sonderforschungsbereich 393
"Numerische Simulation auf massiv parallelen Rechnern":
Projektbereich C "Simulation und Anwendungen in der Physik"
Teilbereich C8 "Langzeitverhalten großer dynamischer Systeme"
http://www.tu-chemnitz.de/sfb393/
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| Projektleitung: Prof. Dr. Günter Radons
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| Kontakt: Dr. Hong-liu Yang , Dipl. Phys. Christian Drobniewski |
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Während nichtlineare dynamische Systeme mit wenigen Freiheitsgraden und kompaktem Phasenraum
inzwischen gut verstanden sind, trifft dies für ausgedehnte Systeme oder Systeme mit vielen
Freiheitsgraden nicht zu. Neue Aspekte liegen hier insbesondere (a) im Auftreten von
raum-zeitlichem Chaos und (b) in dynamischen Phänomenen, wie sie aus der Unordnungsphysik
bekannt sind. In beiden Fällen interessiert vor allem das Langzeitverhalten, das jedoch für
große Systeme mit konventioneller Rechentechnik schwer zugänglich ist.
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Rechendauer (abfallende Kurven) und Orthogonalisierungsgrad (ansteigende Kurven) als Funktion der Prozessorenzahl
für das parallelisierte Programm im Cluster CLIC der TU Chemnitz
für eine Simulation einer 3d binären Lennard-Jones-Flüssigkeit mit 80 A-Teilchen und 20 B-Teilchen.
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Das wissenschaftliche Projektziel liegt in der Aufdeckung der Zusammenhänge zwischen
charakteristischen Größen der nichtlinearen Dynamik, wie z.B. Lyapunovspektren, und
makroskopischen Größen, wie z.B. Transportkoeffizienten und thermodynamischen Ableitungen in
ungeordneten Systemen. Ein interessantes System, das die beiden Aspekte (a) und (b) in sich
vereint und das deshalb untersucht werden soll, sind binäre Lennard-Jones-Flüssigkeiten.
Hier wird die statische Unordnung in Form eines Glasübergangs selbst generiert, was sich in
einem nicht-trivialen Verhalten des Lyapunovspektrums anzudeuten scheint. Ferner zeigt das
System nur teilweise verstandene Alterungsphänomene.
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Höhenlinien der statischen Korrelationsfunktion S(αα)(k) für eine 1-d
Lennard-Jones-Flüssigkeit (N = 100, L = 1000). Der Kamm bei kleinen k- und λ-Werten (angedeutet durch die gestrichelte Linie) zeigt die Existenz hydrodynamischer Lyapunov-Moden.
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Es kommen Methoden aus der Theorie periodischer Orbits, der Molekulardynamik und Techniken,
wie das Parallel-Tempern, zum Einsatz. Das Programm kann nur mit Hilfe von äußerst
leistungsfähiger Rechentechnik umgesetzt werden und bedeutet eine technische Herausforderung
in Bezug auf seine Parallelisierung. Außer für den Periodic-Orbit-Zugang und das
Parallel-Tempern ist die Parallelisierung wegen der erforderlichen Systemgrößen notwendig.
Probleme, die z.B. bei der Parallel-Implementierung der Berechnung von Lyapunovspektren für
hochdimensionale Systeme auftreten können, werden zusammen mit Spezialisten aus der
Informatik angegangen.
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