Nichtlinear-dynamische Effekte entstehen in der Instandhaltung u.a. durch stochastisches
Auftreten von Maschinenstörungen mit sich dynamisch entwickelnden Ausfallraten, durch
Rückkopplungen verschiedener Arbeitsstationen, Abhängigkeiten des Maschinenverhaltens vom
Verschleißzustand von Werkzeugen und Maschinenelementen, Instabilitäten der Maschinen durch
Störungen und Ausschuss, fehlendem Material und Personal sowie wechselnden
Kapazitätsanforderungen. In der Theorie stochastischer oder deterministischer dynamischer
Systeme wurden Methoden entwickelt, die es erlauben aus Zeitreihen von beobachtbaren
Variablen auf die interessierenden Systemvariablen bzw. Systemzustände zu schließen um z.B.
driftende Systemvariable, die Rückschlüsse auf die Zuverlässigkeit erlauben, zu
identifizieren.
Die wissenschaftliche Zielsetzung dieses Projekts ist ein Beispiel für die Evaluation,
Umsetzung und Weiterentwicklung von existierenden Methoden der nichtlinearen Dynamik an
einem technisch relevanten komplexen Prozess, bei dem konventionelle Vorgehensweisen an ihre
Grenzen stoßen und nicht zum Ziel führen. Am konkreten Beispiel einer komplexen
Transferanlage im Dauerbetrieb und mit hohem Durchsatz soll die Machbarkeit einer
automatisierten Prozesskontrolle bzw. regelung unter Einbeziehung von dynamisch
variierenden Zuverlässigkeitsaspekten und daran angepassten Instandhaltungsmaßnahmen
aufgezeigt werden.
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