Die Politikwissenschaft befasst sich mit den theoretisch-philosophischen Grundlagen von Staat und Gesellschaft und ihren Erscheinungsformen in Geschichte und Gegenwart. Sie untersucht, wie politische Ideen und Interessen in einem nationalstaatlichen politischen System, aber auch in den internationalen Beziehungen artikuliert und durchgesetzt werden. Die Politik erscheint dabei als ein relativ eigenständiger Bereich, der jedoch auf vielfältige Weise mit den Bereichen Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft verflochten ist.
Der Chemnitzer Bachelor Politikwissenschaft greift auf die positiven Erfahrungen mit dem Chemnitzer Magisterstudiengang zurück. Er stellt einen eigenständigen berufsqualifizierenden Abschluss dar. Er bietet aber auch die Grundlage für ein weiterführendes Studium, etwa den Master und den Dr. phil in Politikwissenschaft. Das Studium umfasst sechs Semester bzw. drei Studienjahre. Dabei sind Module zu belegen. Im Mittelpunkt des Studiums stehen die drei großen Teilgebiete des Fachs Politikwissenschaft:
Politikwissenschaftler sind in vielen Berufsfeldern einsetzbar, weil das Studium die Fähigkeiten in besonderer Weise die Fähigkeiten schult, eigenständig Wissen zu erwerben und zu fundierten Urteilen zu gelangen. Bevorzugt nachgefragt werden Absolventen des B.A. Politikwissenschaft in den folgenden Bereichen: 1. Medien und Publizistik (Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit, Verlagswesen); 2. Parteien, Verbände und internationale Organisationen; 3. Politikberatung und politische Bildung (z.B. für politische Stiftungen); 4. Wirtschaft (Beratung, Schulungen) und 5. Wissenschaft (Universität, Forschungsinstitute). Da der B.A. Politikwissenschaft seit längerem international etabliert ist, sind Absolventen dieses Studiengangs auf dem internationalen Markt konkurrenzfähig. Nicht zuletzt sind die Absolventen in den europäischen Institutionen einsetzbar.
| Voraussetzung: | in der Regel allgemeine Hochschulreife |
| Regelstudienzeit: | 6 Semester |
| Abschluss: | Bachelor of Arts (B.A.) |
| Studienbeginn: | Wintersemester |
Die Ziele des B.A.-Studiums sind sowohl generalistischer wie fachspezifischer Natur. Neben der Vermittlung politikwissenschaftlicher sowie weiterer sozial-, wirtschafts- und kulturwissenschaftlicher Kompetenzen sollen methodische Fähigkeiten, Kreativität, Urteilskompetenz sowie das Erfassen struktureller Probleme und soziokultureller Zusammenhänge eingeübt werden.
Lernziele des Studiengangs sind:
Die Politische Theorie und Ideengeschichte weist Bezüge zur Philosophie, zur Soziologie und zur Jurisprudenz auf und schult ein wissenschaftliches Verständnis der Politik, das sich von der politischen Publizistik und der praktischen Tagespolitik unterscheidet. Zu den Themenfeldern gehören Fragen der Wissenschaftstheorie ebenso wie fachspezifische Fragestellungen. Beispielhafte Fragen sind: Was ist Theorie überhaupt? Was verstehen wir unter Politik? Welches Menschenbild setzt eine bestimmte Politikvorstellung voraus und auf welches normative Ziel ist politisches Handeln ausgerichtet? Zu den Aufgaben des Teilbereichs gehört auch die Klärung von Grundbegriffen der Politik wie Macht und Herrschaft, Legalität und Legitimität, Freiheit und Zwang, Gerechtigkeit und Frieden.
Dieser Teilbereich umfasst die Analyse politischer Systeme des Auslands und die Analyse des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. Untersucht werden die Herrschaftsstruktur, der Willensbildungsprozess, der Gestaltungsanspruch des Staates, die Art der Gewaltenteilung und das Verhältnis zwischen Regierung und Opposition. Zu den Arbeitsfeldern gehören u.a. die geschichtlichen Grundlagen, das Verfassungssystem, Wahlen, Parteien, Verbände, politische Kultur und politischer Extremismus. Übergreifend widmet sich der Teilbereich dem Vergleich politischer Systeme sowie wesentlicher Teile politischer Systeme (z.B. Verfassungsregeln, Parlamente, Regierungen, Parteien, Verbände).
Die Internationale Politik beschäftigt sich mit den Strukturen und Akteuren des internationalen Systems. Dazu gehören die Außenpolitik einzelner Staaten in Wechselwirkung mit den innenpolitischen Strukturen ebenso wie regionale Beziehungsgeflechte mehrerer Staaten untereinander – z.B. in Europa, im Nahen Osten oder die transatlantischen Beziehungen. Neben den nationalstaatlichen Akteuren werden nichtstaatliche Akteure (NGOs) und überstaatliche Kooperationsstrukturen untersucht, wie sie in internationalen oder supranationalen Organisationen zum Ausdruck kommen. Markante Beispiele sind die NATO oder die EU, deren historische Entwicklung, aktuelle Funktion und Zukunftsbedeutung von besonderem Interesse sind.
Die Modularisierung des Studienganges verbindet eine starke Strukturierung des politikwissenschaftlichen Studienangebotes mit frei wählbaren Elementen, die der persönlichen Berufsorientierung bzw. wissenschaftlichen Neigung der Studierenden entgegenkommen. Der Studiengang besteht aus Basis-, Vertiefungs-, Ergänzungs- und Schwerpunktmodulen, die als Pflicht-, Wahlpflicht- oder Wahlmodule angeboten werden, sowie aus der Bachelor-Arbeit. Die Vermittlung allgemeiner berufsqualifizierender Kompetenzen wird durch ein Pflichtpraktikum ergänzt, so dass die Studierenden die im Studium erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen in unterschiedlichen Berufsfeldern erproben sowie weiterentwickeln können, wodurch der Übergang ins Berufsleben erleichtert wird. Im Studium sind 180 CP (= credit points) zu erwerben, die sich wie folgt zusammensetzen:
In einem der drei Teilbereiche ist ein zweites Vertiefungsmodul im Umfang von 12 LP/ 4 LVS auszuwählen (Wahlpflichtmodul). Dabei stehen zur Wahl:
In einem der beiden politikwissenschaftlichen Teilgebiete, in denen noch kein zweites Vertiefungsmodul (= Wahlfpflichtmodul) belegt wurde, kann ein zweites Vertiefungsmodul – 12 LP/ 4 LVS als Profilmodul (in Form eines Wahlmoduls) belegt werden. Im Profilbereich stehen außerdem folgende Module zur Wahl:
Zur Wahl stehen außerdem:
Fremdsprachenkenntnisse sind für das Studium der Politikwissenschaft unabdingbar. Neben Englischkenntnissen sollten Kenntnisse in einer weiteren Sprache im Laufe des Studiums erworben werden, um den internationalen Stand der Forschung überblicken zu können. Fremdsprachenkenntnisse erhöhen zudem die Berufschancen von Politikwissenschaftlern wesentlich. In vielen Berufssparten sind sie Voraussetzung für eine Beschäftigung.
Im Rahmen des Studiums ist in der vorlesungsfreien Zeit ein (mindestens) sechswöchiges Praktikum zu absolvieren, um Berufsfelder kennen zu lernen. Bei der Vermittlung von Praktika sind das Praktikumsamt und die Professoren des Fachbereichs behilflich.
Informationen zu Praktika für Politikwissenschaftler
Die Immatrikulationsunterlagen sind erhältlich über:
Technische Universität Chemnitz
Studentensekretariat
09107 Chemnitz
Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 043
Tel.: (0371) 531-33 333
Bitte legen Sie einen frankierten und an Sie adressierten A5-Umschlag bei.
Den Immatrikulationsantrag und weitere Informationen zur Immatrikulation erhalten Sie ebenfalls auf den Internetseiten des Studentensekretariats.
Auf dieser Seite können Sie den Immatrikulationsantrag unter der Rubrik "Antragsformulare" herunterladen und ausdrucken.
Eine Zulassungsbeschränkung ist vorgesehen. Der Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich. Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 15.07. einzureichen.
(Kontaktieren Sie die Fachstudienberater)
Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz
Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: (0371) 5 31-55 555
Fax: (0371) 5 31-12 128
E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de
Internet: www.tu-chemnitz.de/studium/beratung/berater.php
(Stand: September 2006)