Im Zentrum der Arbeit steht der Aufstieg und Niedergang der SRP, die als erstes ernsthaftes Experiment gelten kann, bereits kurz nach dem Kriege eine rechtsextreme Sammlungsbewegung ins Leben zu rufen. Ein Abriß über die politische und ökonomische Situation im Nachkriegsdeutschland soll die Rahmenbedingungen skizzieren, aus denen heraus die Entstehung der SRP erst verständlich wird. Der zweite Teil wird den schnellen Aufstieg und den darin bereits innewohnenden Niedergang zum Inhalt haben. Von besonderem Interesse sind die Führungspersonen der Partei. Ideologisches Fundament, innere Strukturmerkmale, Wahlkampfauftreten und das Verhalten in den Parlamenten werden erklären, was die SRP zu einer „Partei neuen Typs" machte.
Der dritte Teil befaßt sich mit dem Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, das schließlich im Oktober 1952 mit dem Verbot der SRP endete. Beweisaufnahme, öffentliches Verfahren und die Begründung des Urteils bilden die juristische Bewertung des Phänomens SRP. Daneben besteht Klärungsbedarf über die unmittelbaren Folgen des Verbots. Was bedeutete dies für die Aktivisten der Partei, wo fanden sie politischen Unterschlupf, und wie reagierten andere rechte Parteien auf das Verbot? Eine bisher vernachlässigte Komponente möchte der vierte Teil aufgreifen. Untersuchungsgegenstand ist die deutsch-deutsche Dimension der Partei. Wieweit gab es tatsächlich Verbindungen der SRP in die DDR oder zu den Sowjets? Welchen Wert besaß das Verbot bei der Stabilisierung des politischen Systems, und welchen Zusammenhang gab es zwischen SRP-Verbot und KPD-Verbot? Das Quellenmaterial setzt sich aus den bereits bekannten Beständen zur SRP in Koblenz zusammen, andererseits aus Beständen des SAPMO und aus Akten der „Gauck-Behörde".