In der Geschichte der Bundesrepublik treten Links- und Rechtsextremismus in verschiedenen Wellen zutage und konfrontieren die Politiker mit der Frage, wie den systemnegierenden Strömungen begegnet werden soll. Das Phänomen des politischen Extremismus entzieht sich in den Sozialwissenschaften durch seine vielfältigen Erscheinungsformen und die verwirrende Konkurrenz widerstreitender wissenschaftlicher Zugänge bereits auf theoretischer und begrifflicher Ebene dem Zugriff und der Definition kritischer Beobachter. Kontrastierend hierzu ist die Frage interessant, wie der Umgang mit den "Stiefkindern" der Demokratie auf praktisch-politischer Ebene erfolgt und nach welchen Kriterien sie hier erfasst werden, nachdem der wissenschaftliche Diskurs zu derart widersprüchlichen Aussagen kommt. Diese Arbeit interessiert sich für die Extremismuswahrnehmung der demokratischen Mitte, nämlich der SPD und CDU/CSU, sowie der ihnen nahestehenden Stiftungen. Folgenden Fragen soll mittels halbstandardisierter Eliten-Interviews nachgegangen werden: