ForschungProfessur Politische Systeme, Politische InstitutionenDie Professur Politische Systeme, politische Institutionen hat einen Forschungsschwerpunkt in der (vergleichenden) Analyse politischer Ordnungsformen zwischen Demokratie und Diktatur. Sie widmet sich hierbei insbesondere der Extremismus- und der Totalitarismusforschung, speziell am deutschen Beispiel. Ebenso fragt sie nach den historischen Grundlagen, den Strukturen und Akteuren von bzw. in diktatorischen und demokratischen Systemen sowie nach deren Transformationsprozessen. Weitere zentrale Forschungsfelder sind die Analyse von Parteien und Parteiensystemen sowie von Wahlen und Wahlsystemen im deutschen und im europäischen Kontext. Die Forschung der Professur weist dabei u. a. Bezüge zu zeithistorischen Fragestellungen auf. |
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Uwe Backes / Alexander Gallus / Eckhard Jesse (Hrsg.) Die demokratischen Verfassungsstaaten der Gegenwart sehen sich im Weltmaßstab einer Vielzahl diktatorischer Regime gegenüber. Aber auch innerhalb freiheitlicher Demokratien wirkende extremistische Kräfte und Strömungen liefern den Beweis, dass Prinzipien wie Menschenrechte, Toleranz und politischer Pluralismus keineswegs unangefochten sind. Das Jahrbuch will die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Problemkreis des politischen Extremismus fördern und zugleich Informationen und Impulse für Praktiker anbieten. Es versteht sich als Diskussionsforum, Nachschlagewerk und Orientierungshilfe zugleich. Der 22. Band dokumentiert, kommentiert und analysiert umfassend die Entwicklung des politischen Extremismus im Berichtsjahr. Neben Analysen, Daten und Dokumenten finden sich eine ausführliche Literaturschau bzw. Rezensionen zu den wichtigsten Publikationen aus dem Bereich der Extremismusforschung. Aktuelle Schwerpunkte bilden u. a. die Besonderheiten des politischen Extremismus in Ostdeutschland 20 Jahre nach der deutschen Vereinigung, das Gefahrenpotential salafistischer Strömungen, das Zusammenwirken von KPD und NSDAP im Reichstag der Weimarer Republik und das extremistische Spektrum in Südafrika. |
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Eckhard Jesse Viermal wechselte im 20. Jahrhundert die politische Ordnung in Deutschland auf grundstürzende Weise: 1918/19 endete das Kaiserreich und die erste Demokratie auf deutschem Boden entstand. 1933 wurde sie von den Nationalsozialisten zerstört. 1945/49 schufen die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs zwei deutsche Staaten in konkurrierenden Machtblöcken. 1989/90 fiel die Mauer und Deutschland wurde friedlich wiedervereinigt. Die deutsche Geschichte des letzten Jahrhunderts ist eine Geschichte der Brüche. Die vorliegende Analyse nimmt Ursachen, Verlauf und Folgen der Systemwechsel in den Blick. Besonderes Gewicht kommt dabei der vergleichenden Betrachtung zu. Die Beschreibung der Umbrüche wird ergänzt durch einen Vergleich der beiden Diktaturen Drittes Reich und DDR wie der beiden Demokratien Weimarer Republik und Bundesrepublik Deutschland. Sie bietet damit nicht zuletzt eine historisch-politische Positionsbestimmung 20 Jahre nach der deutschen Einheit. |
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Eckhard Jesse / Tom Thieme (Hrsg.) Dieses Handbuch behandelt systematisch, vergleichbar und nach Ländern geordnet den politischen Extremismus in Europa und untersucht extremistische Politik, Parteien, Organisationen und Programme. Die einzelnen Beiträge skizzieren dabei gesellschaftliche und staatliche Rahmenbedingungen, die Wahlentwicklung und die Entwicklung rechts- und linksextremistischer sowie islamistischer Parteien und Organisationen. Ein umfangreicher vergleichender Beitrag der Herausgeber rundet den Band ab. |
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Thomas Schubert Die vergleichende Analyse der sächsischen Landtagswahlkämpfe von CDU, SPD und PDS im Zeitraum von 1990 bis 2004 bietet die bisher umfangreichste und gründlichste politikwissenschaftliche Untersuchung von Landtagswahlkämpfen in den ostdeutschen Bundesländern und darüber hinaus. Im Zentrum der Längsschnittstudie stehen Organisationsmuster, Strategien, Image-, Konkurrenz- und Themenorientierungen (unter besonderer Berücksichtigung des wirtschaftspolitischen Themenwahlkampfes) im sächsischen Parteienwettbewerb um Wählerstimmen. Das quellengesättigte Buch betrachtet die vier sächsischen Landtagswahlkämpfe, indem diese inner- wie interparteiliches Verhalten im hegemonialen Parteiensystem beschreiben und die politischen Findungsprozesse der Parteien seit der Wiedergründung des Freistaates ausdrücken, als Teil einer spezifischen landespolitischen Kultur, ohne den Blick auf allgemeine Charakteristika von Landtagswahlkämpfen zu versäumen. |