Die Auswirkungen der fortschreitenden Europäischen Integration auf die Institutionen des Nationalstaates stehen spätestens seit dem Vertrag von Maastricht verstärkt im Fokus des Interesses der Politikwissenschaft. Auch der neuen Rolle der Regionen bzw. im deutschen Kontext der Bundesländer, den Regionalisierungsprozessen und der Einbindung der Regionen in das Entscheidungssystem der EU wurde zunehmend die Aufmerksamkeit der Forschung zuteil. Welche Konsequenzen die Europäische Integration für die unterste Ebene – die Kommunen – hat, wurde zunächst im politikwissenschaftlichen Kontext ebenso wenig erörtert wie von Kommunen selbst.
Ziel dieser Dissertation ist es, anhand der Städte Erlangen und Fürth exemplarisch darzustellen, welche Anpassungsleistungen auf kommunaler Ebene erbracht werden bzw. wurden. Es soll aufgezeigt werden, wie sich einzelne Politikfelder auf kommunaler Ebene verändert haben und inwieweit die Europäische Integration Einfluss auf die praktische Arbeit von Rat und Verwaltung hat und wer die maßgeblichen Akteure der Europäisierungsprozesse sind. Betrachtet werden sollen hierfür die Politikfelder lokale Wirtschaftsförderung, Umweltpolitik und kommunale Daseinsvorsorge in den Jahren 2000 bis 2010.
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