Das Bundesverfassungsgericht und der U.S. Supreme Court sind Institutionen, die mit ihrer Judikatur Entscheidungen über elementare Fragen des politischen und gesellschaftlichen Lebens treffen. Während die Wirkung der Rechtsprechung beider Gerichte in der wissenschaftlichen Diskussion breite Rezeption fand, wurde bislang jedoch kaum erforscht, welchen Einflüssen die Gerichte ihrerseits ausgesetzt sind, und welche Auswirkungen diese auf die höchstrichterlichen Entscheidungen haben.
Gegenstand der empirischen Untersuchung ist die Rechtsprechung zu den bürgerlichen Freiheitsrechten. Gerade diese bedürfen in Krisenzeiten des verfassungsgerichtlichen Schutzes, da die Gefahr besteht, dass sie von Gesetzgeber und Exekutive als einengend und hinderlich betrachtet und daher unterlaufen werden. Anhand der Rechtsprechung zu ausgewählten Freiheitsrechten wird das Zusammenspiel verschiedenster Faktoren innerhalb und außerhalb der Gerichte untersucht. Instruktiv für dieses Vorgehen sind Modelle aus der US-amerikanischen Politikwissenschaft, die sich mit der Interaktion zwischen den Richtern am U.S. Supreme Court und anderen politischen Akteuren befassen.

Betreuer der Dissertation: Prof. Dr. Roland Sturm (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
Hochschulort: Erlangen
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