Leserbriefe

 

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Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen. Anonyme Leserbriefe werden nur im Ausnahmefall veröffentlicht. Wer selbst einen Leserbrief schreiben möchte: Unter jedem Beitrag befindet sich ein entsprechender Button, durch den man das Leserbrief-Formular aufruft. Wer einen Leserbrief an die Redaktion schickt, erklärt sich einverstanden, dass dieser hier veröffentlicht wird.


Allgemein zu LEO

Zu einzelnen Beiträgen

Zu: LEO-Lupe Teil 7: Zwei ..äh.. Dings, bitte! Pluralprobleme des Deutschen
Zu: "Das Wichtigste ist, dass die Übergänge stimmen." Immer gut aufgelegt? Ein DJ erzählt ...
Zu: Es ist gar nicht so einfach, Nemo zu finden. Warum sich manche Dinge einfach nicht befehlen lassen.
Zu: Mir sei, wie mir sei. Ohren auf im Erzgebirge.
Zu: Fremd unter Landsleuten oder: Deutsch ohne Deutschkenntnisse? Der mühsame Weg der Aussiedler zur sprachlichen und beruflichen Integration.

Zu: Merci, dass es Dich gibt. Volker Tzschucke liest Sportfreunde Stiller: Ein Kompliment
Zu: "Engel" auf Irrwegen. Über den rasanten Bedeutungszuwachs der Kommunikation im Zeitalter der Technopolis
Zu: Schwarze Pfingsten. Betrachtungen und Befragungen zur Gothic-Szene
Zu: Klatsch im Betrieb. Segen oder Fluch?
Zu: Tiere sind immer konsequent
Zu: Rückwärts zur Wahrheit? Wie die so genannte "Rückwärtssprache" als Entscheidungshilfe eingesetzt wird
Zu: Latein heute: mausetot oder up to date?
Zu: Irak-Spezial
Zu: Orthografische Bindungsängste
Zu: Die üble Jauche im stolzen Strom
Zu: Yo! What's up? Von den Anfängen des Rap bis heute
Zu: Auf dem Weg zum Denglisch?
Zu: Sächsisch - Sprache der Verlierer?
Zu: Männer sind anders - Frauen auch
Zu: Musik als Brücke zum Leben
Zu: Tanz mit dem Teufel

 

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LEO bringt die interessantesten, unterhaltsamsten, fundiertesten, originellsten, launigsten, ausgezeichent formuliertesten usw. Beiträge zur deutschen Sprache. Eine Fundgrube für alle, die sich mit Sprachgestaltung befassen.Weiter so. Ich möchte LEO nicht missen. Beste Grüße uns alle guten Wünsche für 2005

Hans Malek
Leiter Marketing Services, Dr. Grandel GmbH
Augsburg, 28. Dezember 2004

DR. GRANDEL GmbH
Postfach 11 16 49 · 86041 Augsburg

Hallo liebe LEO-Redaktion,
Eure Beiträge sind einfach turbo-geil! (Habe z.B. mit enormem Vergnügen den Bericht von M. Klemm, Stellenangebote im Spiegel des sozialen Wandels, gelesen). Habe Eure Site meinen Freunden, Bekannten und Feinden (!) empfohlen (alle auch PR-Heinis, Werbefritzen, Marketing-Gurus, Texter etc.).
Freundliche Grüsse aus der Schweiz

Martin Ghéczy
Phönix Communications
Schweiz, 23. Juli 2003

Hallo liebe LEO-Leutchen,
Ihre Zeitschrift gefällt mir mächtig. Wenn ich noch unterrichten würde, dann würde ich alle meine Studenten bitten, Sie anzuschreiben. Aber nach 32 Jahren, Kanadiern Deutsch beizubringen, bin ich nun raus aus der Unilehre.

Rosi Jory
Kanada, 12. Februar 2003


Hallo, ihr Einfallsreichen!
Bei Eurer Zeitung fehlt noch eine Druckversion für die einzelnen Beiträge. [Anmerkung der Redaktion: Wir haben die Anregung gerne aufgenommen und mittlerweile bei allen Beiträgen umgesetzt.]

Barbara Hendrich
Ostsee-Zeitung
Rostock, 3. Februar 2003



Liebe LEO-Redaktion,
tolle Online-Zeitschrift, muss ich schon sagen. Viel Information, recht gut geschrieben. Gratulation! Interessant und ansprechend.
However, sagt der Franzose, und führt behutsam zum ungemütlichen Teil über. Wer schreibt schon einen Leserbrief an eine Redaktion, nur um ein Lob loszuwerden ... Aber keine Angst, hier nur zwei Petitessen, die mir auffielen: Wie kommt Prof. Dr. Günter Peters in seinem - etwas lang geratenen - Interview zum Thema Hörspiel auf dieses Los für Radio Bremen?: "(...) Radio Bremen hat über Jahrzehnte geradezu vorbildlich sehr interessante Stücke produziert. Doch leider ist dieser Sender jetzt fusioniert und im Nordwestfunk aufgegangen (...)"Ich würde es mal unter www.radiobremen.de versuchen. Und was die Suche nach dem Nordwestfunk betrifft, würde mich das Ergebnis sehr interessieren.
Zweite Anmerkung: Im Beitrag über Online-Zeitungen (ebenfalls unter 'Medien') gibt der Autor Tipps der Web-Texterin Doris Löffler weiter, u.a.: "Zum Ersten ist es das "Weniger ist mehr"-Prinzip, welches besagt, dass Texte gegenüber der Printversion um 50% abgespeckt und den Leser durch eine sinnvolle Gliederung motivieren sollen. Außerdem darf pro Absatz nur eine Idee vorhanden sein."
Gut und richtig. Nur, würde ich empfehlen, dass dies dann auch bei LEO noch konsequenter beherzigt wird: Etwas weniger Text, kürzere Absätze - und vor allem: Zwischenüberschriften! Das macht die Lektüre wirklich leichter.

Berthold Stevens
Deutsche Welle
Köln, 22. Januar 2003


Hallo!
Tolle Sache! Wir haben uns erlaubt, in unserem Portal auf LEO hinzuweisen ;)

Frank-André Lutterloh
radiodra.net
Frankfurt / Oder, 21. Januar 2003


Ich habe LEO inzwischen ein bisschen studiert und bin wirklich begeistert: Nicht nur die Themen sind spannend, auch die journalistische Qualität der Beiträge ist beeindruckend.

Sylvia Schmieder
Freie Journalistin
Freiburg, 6. Februar 2003



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Zu: LEO-Lupe Teil 7: Zwei ..äh.. Dings, bitte! Pluralprobleme des Deutschen

Ein sehr schönes Beispiel für Pluralbildungsfehler ist das Wort: Schal. Die Mehrzahl heißt nicht "Schäler". Meine Mutter arbeitete jahrelang in einer Sportabteilung und winters wurde sie immer nach "Schälern" gefragt. Sie antwortete dann beflissen: "Natürlich haben wir Schäler für die Hälser."
Mit mehrzahligem Gruß

Anett Kittner
Chemnitz
8. Dezember 2004

Zu: "Das Wichtigste ist, dass die Übergänge stimmen." Immer gut aufgelegt? Ein DJ erzählt ...

Also das ist ein absolut flotter, sehr gefälliger ordentlicher Text! Man/frau hat Spaß beim Lesen und taucht gut ein. Sehr schön.

Gabriele Ziering
Österreich
13. März 2004

Zu: Es ist gar nicht so einfach, Nemo zu finden. Warum sich manche Dinge einfach nicht befehlen lassen.

"Findet Nemo" ist durchaus eine korrekte Übersetzung.Ihr Artikel ist, gelinde gesagt, "Klugscheißerei". Dennoch: Sehr hübsches Foto. [Anm. der Redaktion: Immerhin halten Sie es für Klugscheißerei, das beruhigt. Wir haben ja auch nicht die Übersetzung angegriffen, sondern auf das Problem mit Imperativen hingewiesen. So ist halt die Grammatik.]

Oswald Reich
05. Januar 2004

Zu: Mir sei, wie mir sei. Ohren auf im Erzgebirge.

"Do left mr doch dr Grind auf!" Allerdings nicht, wenn ich diesen Artikel lese. Herzlichen Dank an den Verfasser für seine deutlichen deutschen Wörter.
Nichterzgebirglern sei gedankt, die dem Erzgebirgischen ihren Gehalt verleihen. Denn ohne sie wäre dieser Artikel unmöglich und die Lachfalten geglättet. Warum? Na, haben Sie schon mal einen "Fischkopp" erzgebirgisch reden hörn?

"p.cycle"
Greifswald

18. Dezember 2003

Zu: Fremd unter Landsleuten oder: Deutsch ohne Deutschkenntnisse? Der mühsame Weg der Aussiedler zur sprachlichen und beruflichen Integration.

Also, was da der „Experte“ vom Bildungsträger DEB, Herr Fassmann, über die russlanddeutschen Spätaussiedler von sich gegeben hat, ist ja schon Bildungsnotstand pur. Fast nichts von dem, was er gesagt hat, ist zutreffend.
- Die Deutschen wurden von den Zaren nicht nach Petersburg geholt, sondern an die untere Wolga (Einwanderung von 1763 – 1862).
- Sie wurden nicht an die Wolga vertrieben, sondern siedelten dort bis 1941 als außerordentlich erfolgreiche Kolonisten. Sie waren unabhängig, hatten Privilegien und am Ende hatten sie eine eigene deutsche Wolgarepublik von der Größe Belgiens mit eigenen Hochschulen, Zeitungen etc. und der Amtssprache DEUTSCH. Weitere Siedlungsgebiete waren später das Schwarzmeergebiet und Wolhynien.
- Die Wolgadeutschen wurden nicht erst nach dem II. Weltkrieg, sondern bereits unmittelbar nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion nicht „deportiert“ sondern deportiert! Und zwar nicht in idyllische „ländliche Gebiete“, sondern in sibirische Zwangsarbeitslager. Die Anführungsstriche am Wort „deportiert“ sind eine boshafte Verhöhnung von Millionen russlanddeutscher Opfer.
- Die in den 90er Jahren nach Deutschland gekommenen Aussiedler kamen nicht „aus der Nähe von Moskau“, sondern aus ihren Verbannungsgebieten in Sibirien und Kasachstan.
- Dass die Russlanddeutschen in Russland keine Zukunft sehen, ist richtig, doch kommen sie nicht allein aus dem Grund, hier arbeiten und etwas besser leben zu können, sondern weil es ihnen „auf ewige Zeiten“ verwehrt ist, in ihre angestammte Heimat an der Wolga, am Schwarzmeer und in Wolhynien zurückzukehren. Nun wollen die nach wie vor als „Deutsche“ diskriminierten Russlanddeutschen in erster Linie wieder als Deutsche unter Deutschen leben (wobei sie hier leider wieder als „Russen“ beschimpft werden).
- Sie bauen sich nicht ihre eigenen Ghettos, sondern sie werden von der deutschlanddeutschen Gesellschaft ausgegrenzt.
- Es ist Fakt, dass die Aussiedler Rentenansprüche haben – und zwar den reduzierten Fremdrentenanspruch (während etwa DDR-Deutsche, die ebenfalls keine müde Mark in die Rentenkassen eingezahlt haben, ihre volle Rente erhalten). Im Übrigen trifft es nicht zu, dass die Russlanddeutschen von den Sozialkassen leben. Von 1992 bis 2000 haben sie 57,7 Milliarden Mark mehr in die Sozialkassen eingezahlt als sie erhalten haben. Des Weiteren sind durch sie bis 2000 142 Milliarden Mark in die Staatskassen geflossen. Die überwiegend jungen (weniger als 10 % im Rentenalter), kinderreichen Aussiedler-Familien sind also schon rein wirtschaftlich ein absoluter Gewinn für die vergreisende deutschlanddeutsche Gesellschaft.
- Es findet keine Integration zwischen Deutschen und „Deutschen“ statt, sondern zwischen Deutschlanddeutschen und Russlanddeutschen. Die Anführungsstriche beim Wort „deutsch“ im Zusammenhang mit Russlanddeutschen ist eine Alleinbeanspruchungsanmaßung. Allein wegen ihrer Verfolgung aus dem einzigen Grund, weil sie Deutsche waren, ist ihr Deutschtum überzeugender legitimiert als bei Deutschen, die ihre eigene Geschichte nicht kennen und/oder deren Sprache lediglich aus einem engleutschen oder sonstigem Kauderwelsch besteht.
[Anm. d. Red.: Einige der Kritikpunkte sind sicher zutreffend, andere beziehen sich auf Einschätzungen und sind somit interpretationsabhängig; hier gehen erwartungsgemäß die Perspektiven auseinander. Unseres Erachtens bleiben die Grundlinien und Hauptaussagen des Artikels von der Kritik unberührt, geht es dem Autor doch auch um ein besseres Verständnis für die Probleme von Aussiedlern.]

Klemens Veit
Niedererbach

10. Oktober 2003

Zu: Merci, dass es Dich gibt. Volker Tzschucke liest Sportfreunde Stiller: Ein Kompliment

Danke für diese interessante Abhandlung von "Ein Kompliment". Ich werde das nachwirken lassen, noch mal lesen und schauen, was es dann hinterläßt. Auf jeden Fall hat es meinen heutigen Tag angenehm bereichert!

Eva Pezold
13. August 2003

Zu: "Engel" auf Irrwegen. Über den rasanten Bedeutungszuwachs der Kommunikation im Zeitalter der Technopolis

Frau Mauersberger trifft hier auf bemerkenswerte Art und Weise den Nagel auf den Kopf. Sie zeigt uns, uns allen, die wir unsere Zeit im Web verschwenden, wie wichtig es ist, auch mal wieder raus zu gehen. Den Morgentau zu sammeln, Fußball mit Immigrantenkindern zu spielen, einen Wehner-Gedichtband an einem Baggersee im Freien zu lesen und dabei eine Bratwurst zu grillen. Aber nicht diese fiesen feinen, sondern die groben, aus denen das Fett hervorschießt, mit Senf. Mmmhhhh lecker. Danke Frau Mauersberger.

Johannes
26. Juli 2003


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Zu: Schwarze Pfingsten. Beobachtungen und Befragungen zur Gothic-Szene

Den Artikel finde ich richtig genial und die Fotos sind super - Kompliment! Schade nur, das der Artikel etwas umständlich zu finden ist.

Oliver Zielke
13. August 2003

Hallo Claudia,
mit Begeisterung habe ich Deinen Artikel über die Schwarze Szene gelesen. Es ist sehr interessant, wie unterschiedlich die Meinungen der Festivalbesucher sind. Ich freue mich immer schon das ganze Jahr darauf, die vielen Leute zu treffen und diese einzigartige Atmosphäre zu genießen. Um so schöner ist es, wenn sich Menschen, wie Du, die Mühe machen über dieses Ereignis zu berichten und dabei die Szene so beschreiben wie sie wirklich ist. Ganz im Gegensatz zu den Massenmedien, die leider immer wieder versuchen, ein schlechtes Image der Öffentlichkeit zu vermitteln. Deshalb habe ich mich ganz besonders über Deinen Artikel gefreut. Da Du die Menschen hinter der Szene selbst mal nach ihrer Meinung gefragt hast. Wirklich super. Ich freue mich schon auf den 2., bereits angekündigten Teil im Jahr 2004.

Schwarze Grüße aus Berlin
Darkstar (Thomas Beyer)

P.S.: Die Fotos sind wirklich super. Du hast nicht nur die „aufgestylten“ (auffallenden) Typen interviewt und fotographiert, sondern auch die Leute, die so sind, wie die Szene nun mal ist. Ich hatte leider etwas Probleme mit den Tondokumenten. Sie ließen sich nicht abspielen. Gibt es da bei Euch technische Probleme? Die Interviews würden mich nämlich brennend interessieren. [Anm. d. Red.: Wir konnten, abgesehen von der Qualität der Audio-Daten, keine technischen Probleme feststellen. Bitte beachten Sie die Informationen zur nötigen Software auf der LEO-Startseite.]

Thomas Beyer
Berlin

28. Juli 2003


Liebe Claudia,
ich finde deinen Artikel sehr schön und lesenswert - besonders für Leute von außen, die mal nach "drinnen" schauen wollen. Einige der Meinungen, die du eingeholt hast (und wie du sie wichtest) kann man diskutieren, sicher.
Du versuchst das Begriffspaar "Gothics - Gruftis" mit neuen Bedeutungen zu unterlegen. M.E. ist der bedeutende Unterschied schon immer der eine: Gothics ist ein Bezeichnung, den sich die Szene selbst gewählt hat. Gruftis kommt aus der BRAVO, diese Bezeichnung kommt also von außen und ist durchaus abwertend gemeint gewesen. Was ja nicht heißt, dass man sich mit einer ordentlichen Portion Selbstironie dann selbst so betiteln kann.
Das andere ist die ewige Diskussion um Kommerzialität. Jede alternative Szene braucht diese ständige Diskussion, weil aus jeder Szene bestimmte Elemente zum Gegenstand von Massenkonsum gemacht werden - und die Szene oft genug daran zerbricht (siehe Punk). Falsch und leicht enervierend ist es aber, jedem Künstler sofort die Glaubhaftigkeit abzusprechen, der mehr als 2 Alben verkauft. Die Alben hat ER ja nicht verKauft und er hat sie auch nicht GEkauft. Jeder Künstler freut sich, wenn die Entäußerung seiner Seele in Form seiner Kunst auf viele gleich schwingende Seelen trifft. Je mehr, desto besser. Das ist doch nicht zu verurteilen.
Man muß jeden Fall im Einzelnen betrachten (der entscheidende Knackpunkt ist, ob eine angebotenen Kunst eben die Entäußerung der Seele eines Künstlers ist oder nicht), aber eines ist doch klar: Seit Jahren wird in dieser Hinsicht das viel strapazierte "Früher war alles besser!" angeboten. Heute seien die Bands in den Charts früher waren sie das nicht. Früher waren die Künstler noch ehrlich und heute sind sie geldgeil. Früher waren die Fans schlau und reif und heute jung und doof. Fakt ist: Klar verkaufen Pitchfork und VNV Nation eine Menge Scheiben. Aber niemals so viele wie DeMo in den 80ern, als die Szene ja angeblich so unkommerziell war. Klar kommen Tilo Wolff mit Lacrimosa oder L´âme Immortelle heute in die Top Ten. Aber da ist kein Vergleich zu den 80ern, als Bands wie The Cure, Sisters of Mercy, New Order, The Mission, Fields Of The Nephilim und und und... richtig Millionen gescheffelt haben. Diesen Ikonen hat nie jemand Kommerzialität vorgeworfen, die werden heute inbrünstiger angebetet als früher. Und sie sind kommerziell viel viel erfolgreicher als die gescholtenen Bands von heute. Juckt aber keinen...
Ich kenne auch die älter gewordenen Grufts (tatsächlich schön, dass man in dieser Szene in Ruhe älter werden kann...), die gerne mal über die jungen Spunde lästern: "..von nischt ´ne Ahnung ... nur so kostümiert .." Vor 10 Jahren waren die schlauen Alten 18 und sind auch so rumgelaufen (auch auf dem Treffen) und es gab auch damals Ältere, die das belächelten. Ein endloser Kreis. Diese Szene hat eben einige Generationsumschläge hinter sich, weil sie schon über 20 Jahre agil und vital ist...
Dies bloss ein paar Gedanken.

Viele Grüße
Peter

Peter Matzke
26. Juli 2003


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Zu: Klatsch im Betrieb. Segen oder Fluch?

Hübscher Beitrag, mindestens ebenso nette Erkenntnisse! Bei uns im Haus - weil Rundfunk - nennt man diese Form der Kommunikation übrigens "Flurfunk". Durchaus ernst zu nehmen, weil in der Regel schnell, gut informiert und vor allem der journalistischen Maxime "only bad news is good news" verpflichtet. Was kann dagegen eine Pressestelle schon ausrichten oder eine "strategische" Interne Kommunikation noch leisten...

Berthold Stevens
Deutsche Welle, Bonn

17. Juli 2003

Zu: Tiere sind immer konsequent

Mich würde interessieren, wie Herr Dr. Schmidt darauf kommt, daß Tiere sich nicht zurückerinnern können. Gerade in der Psychologie gibt es dutzende von Experimenten, die genau das Gegenteil beweisen und schon der gesunde Menschenverstand sagt einem, daß das was Dr. Schmidt da verkündet, nicht ganz stimmen kann. Wie finden Tiere dann bestimmte Orte und Dinge wieder? Warum vermeiden sie andere? Könnte ein Tier sich nicht erinnern, könnte man es niemals dressieren. Tiere haben vielleicht kein Unrechtsbewußtsein - aber das ist etwas völlig anderes, als keine Erinnerung zu haben. [Anmerkung der Redaktion: Dr. Schmidt bezieht sich mit seiner Aussage auf die Unfähigkeit von Hunden, sich an länger zurückliegende Handlungssequenzen zu erinnern, weshalb es unnötig und irritierend für den Hund ist, wenn die Bestrafung nicht unmittelbar auf seine Handlung erfolgt. Gewiss wird Dr. Schmidt nicht bestreiten, dass bestimmte Tierarten, wie Zugvögel, Brieftauben und Lachse, an bestimmte Orte zurückfinden, auch erkennt ein Hund natürlich sein Herrchen. Es ist jedoch problematisch, in Bezug auf Tiere von "Erinnern" zu sprechen. Nach Merlin Donald (A mind so rare. The evolution of human consciousness. New York: W. W. Norton & Company 2001 und Origins of the modern mind: Three stages in the evolution of culture and cognition. Cambridge, MA: Harvard University Press 1991) sind Tiere zwar fähig, Vorgänge wahrzunehmen, jedoch können sie ihr Wissen nicht ausdrücken und besitzen keine bewussten Handlungsmodelle. Dressur ist ein typisches Beispiel für Konditionierung, bei welcher man natürlich Tieren relativ komplexe Handlungssequenzen antrainieren kann. Es ist jedoch nicht möglich, einem Tier ein Erinnerungsvermögen anzutrainieren, welches mehr als die letzten Augenblicke repräsentiert.]

Maya Reimer, Chemnitz
12. Juni 2003


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Zu: Rückwaerts zur Wahrheit? Wie die so genannte "Rückwärtssprache" als Entscheidungshilfe eingesetzt wird

"Das zeigt, wie verlockend es für Laien ist, das Kauderwelsch als Projektionsfläche zu missbrauchen."
Dieser Satz ist eine Frechheit. Und das von einer Psychologin. Wenn 50% nicht merken, dass dieses Reversal nur Kauderwelsch ist, dann zeigt das eher, wie unsicher es überhaupt ist, aus einem Reversal etwas rauszuhören. Und wenn 90% ein Reversal erkennen, dann liegt das sicher nur daran, das den Versuchspersonen 3 Ankreuzalternativen vorgegeben waren. Naja, nicht aufregen.

Michael Fox, Chemnitz
12. Mai 2003


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Zu: Latein heute: mausetot oder up to date?

Sieben Jahre Latein waren hart, aber haben mir ein umfassendes Sprachverständnis mitgegeben. Das Singen auf Lateinisch scheint ein beliebtes Mittel zur Motivierung gewesen sein. Ich erinnere mich noch gut an "Cato Maior habuit" ("Old McDonald had a farm") oder gar den Anfang des "De Bello Gallico" als Lied ("Gallia est omnis divisa...").

Achim Barczok
1. Juli 2003

Und da gibt's ja noch Radio Bremen mit seinen lateinischen Nachrichten: www.radiobremen.de/online/latein.
[Anm. d. Red.: Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben die Adresse in der Linkliste zum Beitrag ergänzt.]

Christoph Freina
10. Mai 2003


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Zu: Irak-Spezial

Nun, wir hören zwar noch ab und zu eine Meldung über den Irak und die Bevölkerung oder über das Gold vom grossen Diktator, das in der Schweiz irgendwo liegt, doch sonst ist es eher still geworden um das Thema Irak. Ich weiss, auch heute noch wird viel geschrieben, und ich könnte einiges lesen, doch ich habe überhaupt keine Lust mehr. Jeder zweite Artikel will uns weis machen, dass wir es hundertmal besser haben, als die Menschen, vor allem die Frauen, im Nahen Osten. Ich finde die ganze Berichterstattung über den Irakkrieg war und ist reisserisch und es hält uns einmal mehr ab, unsere interessanten Probleme in unseren Breitengraden anzugehen.
In der Weltwoche (www.wochenzeitung.ch) ) schrieb kürzlich Gianna Nanini eindrücklich wie das im Irak zu und her geht. Auch sie hat gemerkt, dass wir irgend etwas falsch machen. So kommen wir nicht gut voran.

Kyra Richiger
Schweiz

22. Juni 2003


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Zu: Orthografische Bindungsängste


Wenn schon, denn schon. Konsequent Platz spart doch erst SelbsthilfeGruppe, KultusMinisterKonferenz, ReifenSchnellService ...

Ines Faulstich
Frankfurt, 24. Januar 2003


... noch ein Bindestrich-Verlust-Phänomen: Kommt das Strichlein in Internet- oder E-Mail-Adressen dann doch noch vor, wird beim mündlichen Aufsagen furchtbar oft ein Minus draus - lieber klein machen als sich binden, oder wie, oder was?

Friederike Ursprung
RADIO PSR
Leipzig, 20. Januar 2003



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Zu: Die üble Jauche im stolzen Strom


Lieber Herr Pentzold,
Ihren Artikel fand ich interessant und auf Ihre Zeitschrift werde ich meine Schüler (sie lernen Deutsch in einem Abendkurs und bereiten sich auf das Abitur in Deutsch als Hauptfach vor) aufmerksam machen. Hier noch etwas Rückmeldung: Nicht jeder weiß (heute), was "welsch" bedeutet. Und mir, einer Germanistin, fiel einfach nicht ein, wofür "Fotölch" stehen könnte.
Viel Spaß weiter beim Verfassen von Artikeln! Es ist nett, mal was anderes zu lesen als die üblichen Zeitungs- und Magazinartikel in online-Version.

Ute Henjes
England, 20. Januar 2003



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Zu: Yo! What's up? Von den Anfängen des Rap bis heute


Sehr nett!!! Wirklich gut!

Holger Jestedt
12. Januar 2001


Was ist mit der Form des Rap? Das Instrumentale ? Der Aufbau ? Die Geschwindigkeit... Dies vermisse ich in ihrem Artikel. Ansonsten ist er recht gut gelungen.

"The Voice"
8. Januar 2001


Sehr geehrter Herr Oliver Käßner,
erst einmal will ich Ihnen ein Lob für ihre gute Arbeit "Yo! What´s up? Von den Anfängen des Rap bis heute" aussprechen. Es liegt mir fern, Ihre Arbeit zu kritisieren, aber ich wollte sie auf einen inhaltlichen Fehler ihrer Arbeit aufmerksam machen. Es geht um den Abschnitt

"Die Raps der Anfangszeit dienten der reinen Unterhaltung; es war ein Spiel mit den Worten, mit den Möglichkeiten der Sprache. Die Künstler rappten über Frauen, Parties, amüsante Begebenheiten und die eigene Person. Mit der Veröffentlichung von "The Message" von Grandmaster Melle Mel & The Furious Five gelangte der Sprechgesang auf eine höhere Ebene. "The Message" gilt als der erste veröffentlichte politische (und verständliche) Song. Jeder politische Rap danach wurde von diesem Lied beeinflusst oder versteht sich zumindest als Antwort darauf. Erstmals fand eine Gruppe aus der Rap-Kultur Erwähnungen im Life Magazine und der Times. Das Rolling Stone Magazine ehrte sie sogar mit einem Titelbild. Schließlich gaben weiße Kritiker der Musik, die bisher als Unterhaltung galt, einen politischen Background. Der Rap verlor seine Unschuld."

Ich behaupte, dass die ersten Raps nur "Massage Rap" waren und erst später wurde für die kommerzielle und öffentliche Seite der "Fun" Rap entwickelt. Ein Indiz für meine Behauptung ist unter anderen das Lied "The Jungle" von Grandmaster Flash.

Dustin Kottonau
1. September 2002


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Zu: Auf dem Weg zum Denglisch?


Ich kann dem Ganzen nur beipflichten. Jede Gesellschaftsordnung hat ihre Sprache. Früher war es Latein, als Lingua franca, heute ist es Englisch. Interessant müsste es sein, zu erforschen, durch welche Einflüsse die Sprache vor Jahrhunderten sich entwickelte. Ich glaube, da käme Erstaunliches zutage.

Anonymus
9. Juli 2001


Sehr geehrte Damen und Herren,
die Sprache ist, aus soziologischer Sicht, ein wesentliches Mittel zur Konstituierung des gesellschaftlichen Alltags. Ich will nicht behaupten, dass der derzeitig inflationäre Gebrauch diese verhindert. Doch behindert er sie erheblich.
Wenn z.B. ein Ausländer auf einem deutschen Bahnhof dringend ein menschliches Bedürfnis verspürt - das dürfte wohl alltäglich genug sein -, dann wird er den Ort, wo dieses befriedigt werden kann - gemäß seinem Deutsch-Führer die Toilette oder das WC - nicht finden. Nicht, weil es auf deutschen Bahnhöfen nichts Derartiges mehr gibt, sondern vielmehr, weil der DB ein neuer Name dafür eingefallen ist: McClean. Was mag die DB zu solch einer Umbenennung gebracht haben? Was steckt hinter dem massierten Gebrauch von englischen bzw. pseudo-englischen (z.B. "beamer") Wörtern?
Jedenfalls werden Bürger (ob Rentner oder Kinder) aufgrund fehlender Englischkenntnisse diskriminiert. Desweiteren Menschen - wie das Beispiel zeigt -, die mit der schleichenden "McDonaldisierung" nicht Schritt halten können.
Dies ist nur ein praktisches Argument für den Sprachschutz.
Doch wie steht's mit der Kultur? Die Sprache geht mit einer Veränderung der Kultur einher. Selbst wenn unser aller Deutsch, wie es in dem Beitrag anklingt, die fremden, unverdaulichen Begriffe wieder abstoßen wird, so drücken sie doch hier und jetzt eine Veränderung der Kultur aus. Wie man diese angesichts "Big Brother", "PopStars" u.ä. bewertet, ist dabei die wichtige Frage. Der Verein Deutsche Sprache e.V. hat eine solche Wertung, der ich mich im übrigen anschließe, vorgenommen.

Frank Fehlberg
Chemnitz, 20. Dezember 2000


Schönen Tag!
Ich möchte nur bemerken, daß die Autorin den Sachverhalt übertrieben darstellt und somit den Leser meiner Ansicht nach ein falsches Bild der Gegebenheiten vermittelt und die deutschen Ausdrücke unnötig ins Lächerliche zieht.
Statt "E-Mail" "Drahtpost" zu sagen schlägt kaum jemand vor (schon eher "E-Post") und "das globale Netz" für "Internet"? Schon eher "Weltnetz". Diese Ausdrücke sind in der Tat den englischen zumindest gleichwertig.
Danke für Ihre Zeit!

"Netzmeister"
14. Mai 2002


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Zu: Sächsisch - Sprache der Verlierer?


Hallo LEO!
den Artikel finde ich ganz gut. Zu dem negativen Image, das die sächsische Mundart hat, habe ich aber gelesen, dass es wesentlich auf die beiden Schriftsteller Schuhmann und Bormann zurückgeht, die damit die sächselnden Spießbürger des 18. JH. aufs Korn nehmen wollten. Das wurde später aber auf alle Sachsen gemünzt. Na ja, sei es wie es sei.

Helmut Wolf
Freital, 17. Oktober 2001


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Zu: Männer sind anders - Frauen auch

Erst mal Kompliment für den tollen Titel. Der Artikel enthält neben dem wirklich sehr tiefsinnigen Titel einige interessante Aspekte, einige kann ich allerdings nicht so ganz teilen.
Erst mal glaub' ich nicht, daß die Gesellschaft von Männern dominiert wird. Zwar sind in den hohen Positionen Männer am Ruder, doch kann man die Schuld daran doch nicht einfach den Männern zuschieben. Meines Wissens gibt es doch z.B. ungefähr genauso viele Frauen wie Männer. Würden die alle Frauen wählen, dann wären auch mehr Frauen in der Politik in führenden Positionen (mal abgesehen davon, daß ein solcher Geschlechterkampf totaler Blödsinn wäre). Ganz nebenbei sind die "Männer" in den hohen Positionen nicht unbedingt herausragende Exemplare ihrer Spezies. Wenn es um Führungspositionen geht, ist wohl eher Machtstreben (deshalb Einstein in Deiner Aufzählung fehl am Platz) und solcherlei niederes Zeugs angesagt, also nicht Fähigkeiten wie sie von Frauen (und eigentlich auch nicht von Männern) angestrebt werden sollten. Ich finde da gibt es andere Möglichkeiten, sein Leben sinnvoll zu gestalten.
Wer allerdings so hoch hinaus will, muß sich halt diesen Gesetzen beugen und so handeln, wie es im Raubtierkäfig verlangt wird. Wenn Frauen (und übrigens auch einige wenige Männer) dazu nicht in der Lage sind, oder dies vielleicht auch nicht wollen, dann können sie solche Positionen halt nicht bekleiden. Aber wie gesagt, es gibt noch andere Möglichkeiten.
Ab einer gewissen Karriereposition stimme ich Dir dann allerdings doch zu, da bleiben Männer doch lieber unter sich. Dies mag wohl verschiedene Gründe haben, fachliche Qualifikationen sind allerdings wohl eher ein seltener Grund. Vielmehr glaube ich, daß sich Männer untereinander besser verstehen und zu kompetenteren Lösungen kommen, als wenn Frauen mit in den Entscheidungsprozeß eingreifen. Womit ich wiederum nicht sagen will, daß Frauen weniger kompetente Entscheidungen treffen. Eher ist es so, wie Du ja schon angedeutet hast, daß Männer und Frauen einfach nicht die gleiche Sprache sprechen.
Wenn Du Dich weiterhin darüber aufregst, daß Geschlechterrollen anerzogen werden, dann muß ich doch zurückfragen: Von wem denn anerzogen? […] Ich denke, Frauen machen Männer so wie sie sie wollen.

Michael
Chemnitz, 5. Januar 2001


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Zu: Musik als Brücke zum Leben


Ein Artikel, der mich sehr berührt hat, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit. Hoffentlich bleibt es nicht der einzige! Gut, daß ich durch Zufall diese Seite besucht habe.

Angelika Löser
21. Dezember 2000


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Zu: Tanz mit dem Teufel


Hallo!
Ich habe Deinen Bericht über Zensur in Deutschland gelesen, bin aber mit dem Inhalt nicht ganz einverstanden. Auch ich bin gegen jede Zensur, aber Du schiebst den Schwarzen Peter komplett der FSK zu - das ist ein Irrtum. In der Tat vergibt die FSK Schnittauflagen, aber nur wenn der Verleih eine bestimmte Freigabe haben möchte (in der Regel 16, aber auch 12 - aktuelles Beispiel ist der "Scorpion King"), um ein breiteres und vor allem jüngeres Publikum zu bekommen. Bei brutaleren Filmen ist dann in der Tat eine Schnittauflage der FSK nichts Ungewöhnliches, aber sogar in meinen Augen durchaus angebracht.
Das Beispiel "Tanz der Teufel 2" gestaltet sich z.B. folgendermaßen: Der Film wird der FSK vorgelegt und vergibt "FSK nicht unter 18 Jahren" - KEINE Schnittvorlagen, denn von Seiten der FSK gibt es keine Schnittvorlagen für 18er-Filme (auch wenn das oft behauptet wird - die FSK ist nämlich keine Behörde, sondern ein Gremium, das zur "Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V., Wiesbaden" gehört -> warum sollten die sowas machen?!).
Drei Wochen später wird irgendein(e) Gemeinde/Stadt/Kreis tätig und meldet den besagten Film der berühmt-berüchtigten "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" (BPjS) wegen Gewaltverherrlichung etc. und diese wird dann auch tätig. Der Film wird indiziert. Zunächst heißt das nur, daß dieser Film nicht mehr öffentlich beworben werden darf und folglich nicht mehr im Kino laufen bzw. in der Videothek ausgestellt werden darf. Durch eine Indizierung ist der Film nicht verboten - nur durch eine Beschlagnahmung durch die Staatsanwaltschaft wäre dies der Fall.
Aber was hat der Filmverleiher von einem indizierten Film, den so gut wie niemand kennen kann, geschweige denn bspw. im Kino sehen kann? Richtig - nicht viel! Also wendet er sich an die BPjS und bringt in Erfahrung, welche Szenen rausmüssen.
Die neue Fassung muß natürlich erneut durch die FSK freigegeben werden. Die Schnittvorlagen stammen aber von der BPjS. Trotzdem kann es sein, daß die FSK wieder eine 18er-Freigabe beschließt. Bei TdT2 hat damals der deutsche Verleih aber diese Kosten/Risiken gescheut und von einer erneuten Freigabe nach "Beschneidung" abgesehen.
Fazit: Geschnittene 18er-Versionen verdanken wir allesamt der BPjS und nicht der FSK. Geschnittene 16er-Fassungen und 12er-Fassungen verdanken wir dem Verleiher, weil der ein jüngeres Publikum ansprechen möchte und natürlich auch Kohle verdienen will.
Trotzdem finde ich es gut, daß man sich mit dem Thema Zensur in Deutschland auseinandersetzt. Gerade nach den Ereignissen der letzten Tage sprechen ja viele Politiker wieder häufiger von einem sofortigen Verbot von Gewaltfilmen und Computerspielen.

Peter Clausnitzer
Berlin, 28. April 2002


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Zuletzt geändert am 28.12.2004
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