Editorial

NEU: Die LEO-Selbstdarstellung jetzt als Powerpoint-Film
Anklicken und anschauen, was LEO ist und macht:

LEOpraesentation.ppt
Powerpoint 2003 erforderlich; 2,67 MB

 

Chemnitz, im Oktober 2007



Liebe Leserinnen und Leser von LEO,


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ie Online-Zeitschrift „Lingua et opinio“, kurz: LEO, entstand ursprünglich aus einem Projektseminar zum journalistischen Schreiben, das im Wintersemester 1999/2000 im der Germanistischen Sprachwissenschaft der TU Chemnitz angeboten wurde. Ziel dieses Seminars war es, Studierende der Germanistik und Medienkommunikation möglichst praxisbezogen auf ein potenzielles Berufsfeld vorzubereiten und jenseits der Zwänge akademischen Schreibens ihre Schreibkompetenz und Schreibkreativität zu fördern. Im Rahmen eines Forschungsprojekts bestand die Möglichkeit, die Seminarzeitung zu einer kontinuierlich erscheinenden studentischen Zeitschrift auszubauen. Seit dem 18. Dezember 2002 ist das neue LEO online und erscheint etwa monatlich mit einer neuen Ausgabe.

Inzwischen nutzten über eine Million Leser das Angebot von LEO, wobei die Tendenz eindeutig steigend ist. Derzeit erreicht LEO rund 2.000 Leser pro Tag. Die Leserschaft reicht von den Studierenden der TU Chemnitz über Sprachwissenschaftler und Profis in der Medien- und Unternehmenskommunikation bis hin zum sprachlich und sprachwissenschaftlich interessierten „Normalbürger“. Zugriffe kommen mittlerweile aus aller Welt.

LEO wird seit Ende 2005 vom gemeinnützigen Verein „Lingua et opinio e.V. (LEO)“ herausgegeben, der auch Vorträge, Lesungen und Workshops organisiert, und wird organisatorisch von der TU Chemnitz unterstützt. Die Redaktion rekrutiert sich zum großen Teil aus Studierenden und Absolventen der dortigen Studiengänge Germanistik und Medienkommunikation, aber auch aus Redakteuren in Koblenz und München.

Der Name ist Programm: „Lingua et opinio“ beschäftigt sich mit Sprache und Meinung. Inhaltlich bildet das Thema „Sprache und
Kommunikation“ in all seinen Facetten die Klammer, ansonsten sind die AutorInnen frei in der Wahl der Themen, Perspektiven und Darstellungsformen. LEO möchte – neben seiner autodidaktischen Funktion – interessierten Außenstehenden ein abwechslungsreiches und spannendes Bild von Sprache und Sprachwissenschaft präsentieren. Den LeserInnen bietet sich dafür ein buntes Spektrum an Beiträgen: Die inzwischen rund 600 Texte befassen sich mal ernsthaft, mal augenzwinkernd, mal populärwissenschaftlich mit den Tücken der Alltagssprache, mit der Kommunikation in Massenmedien, Internet, Werbung oder Musik, mit der Sprache von Politikern, Führungskräften, Dichtern, Musikern, Komikern, mit sprachorientierten Berufen wie etwa Übersetzer, Logopäde, Schreibcoach, Pressesprecher, Call-Center-Mitarbeiter oder Technischer Redakteur, mit Sprachkulturen auf der ganzen Welt, mit Gebärdensprache, Legasthenie, Analphabetismus, mit der Sprache im Sport oder in der Wirtschaft, mit dem Charme des Erzgebirgischen und sogar dem Reiz des Klingonischen ...

Im Laufe der vergangenen beiden Jahre sind mehrere feste Kolumnen entstanden, z.B. der Webtipp der Woche, LEOKopfhörer (eigenwillige Interpretationen deutschsprachiger Popmusiktexte), LEOKulissenschieber (ein Blick auf die Arbeit von Medienprofis), LEOLupe (eine augenzwinkernde Betrachtung grammatischer Phänomene), LEOLexikon (eine Analyse aktueller Begriffe des politischen Diskurses) , LEOSchilda (eine Zusammenstellung aberwitziger Beschilderungen) oder LEOcomisch ( Comics zu sprachlichen Themen). Zudem sind mehrere Specials erschienen: zum Irak-Krieg 2003, zur Fußball-EM 2004 und WM 2006, zum „Schönsten deutschen Wort“, zum „liebsten Werbetext“, zu Olympia 2004, zur Rechtschreibreform, zu den Auslandserfahrungen der Redakteure, zur Bundestagswahl 2005, zu deutschen Popmusiktexten, zu Medienbiographien oder zum Literaturbetrieb. Die Möglichkeiten des Mediums werden zuweilen durch Hörbeispiele oder filmische Untermalung genutzt. Zu jedem Artikel gibt es eine Printversion, zudem kann man Artikel per E-Mail an andere weiterleiten.

LEO versteht sich aber auch als interaktives Medium. Die Leserinnen können sich auch gerne selbst als Schreiber versuchen. Jeder und jede Studierende ist herzlich eingeladen, sich im journalistischen Schreiben auszuprobieren und diese Zeitschrift mit- und weiterzugestalten, sei es als freie AutorInnen oder feste RedakteurInnen. Informationen dazu gibt es im "Stellenmarkt", inhaltliche Anregungen bietet die Themenbörse, in der aus Sicht der Redaktion relevante, aber leider noch nicht behandelte Themen angeboten werden.

Darüber hinaus animierte LEO seine LeserInnen mit Schreibwettbewerben zu eigener journalistischer Tätigkeit. Waren es bei der Premiere 2003 mehr als 50 Reportagen, Portraits und Features, so haben sich 2005 fast 100 Personen mit ihren Beiträgen zum Rahmenthema „Sprache im Beruf“beteiligt. Die Teilnehmer kamen aus der gesamten Bundesrepublik und dem europäischen Ausland. Viele Beiträge wurden und werden in LEO veröffentlicht. Geplant ist darüber hinaus eine jährliche Print-Ausgabe mit den besten Artikeln eines Jahres.

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Genug der Vorrede, viel Spaß bei der Lektüre und beim Abfassen eigener Beiträge für LEO

wünscht die LEO-Redaktion.