TU Chemnitz: Philosophische Fakultät: I...: Gestaltungshinweise
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Gestaltungsrichtlinien der Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft für Seminar- und Magisterarbeiten


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Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung oder Konventionen des wissenschaftlichen Arbeitens
1 Gestaltungsrichtlinien

1.1 Allgemein
1.2 Deckblatt
1.3 Vorwort
1.4 Inhaltsverzeichnis
1.5 Einleitung
1.6 Präsentation des Textes
1.6.1 Formate
1.6.2 Belege und Zitate
1.7 Hauptteil
1.8 Schluss/ Resümee
1.9 Literaturverzeichnis/Bibliographie
1.10 Anhang
2 Kommentiertes Literaturverzeichnis
Anhang

 

Innerhalb jeder wissenschaftlichen Disziplin bilden sich im Laufe der Zeit Konventionen der Darstellung und Präsentation. Diese Regeln und formalen Bestimmungen sind wesentlicher Teil der Geschichte und der aktuellen Praxis einer Wissenschaft, und dienen dabei keineswegs reinem Selbstzweck. Sie schaffen einerseits, - als gemeinsame Übereinkommen - formale Einheitlichkeit, und sind andererseits die bürokratischen Ausprägungen der Anforderungen, die an eine wissenschaftliche Arbeit generell gestellt werden1.

 
UMBERTO ECO (2003: 44) beantwortet die Frage, was die Wissenschaftlichkeit einer Untersuchung ausmache, durch die Definition von vier Kriterien. Neben der exakten Bestimmung und Darstellung des untersuchten Gegenstandes, dem Neuheitscharakter wissenschaftlicher Ausführungen sowie dem Aspekt der Nützlichkeit der Erkenntnisse, wirkt sich gerade das vierte Kriterium, die Überprüf- und Nachvollziehbarkeit des Vorgehens und der Ergebnisse, deutlich auf die Präsentation wissenschaftlicher Einsichten aus. Dementsprechend muss eine Untersuchung nicht nur all die Angaben aufweisen, welche möglich machen, die aufgestellten Hypothesen und präsentieren Ergebnisse nachzuprüfen, sondern der Leser soll in die Lage versetzt werden, den Beweisfindungsprozess theoretisch als auch praktisch nachzuvollziehen.
 

Auf die Formalia wissenschaftlicher Arbeiten bezogen, wird deutlich, dass allgemeine Zitations- und Belegverfahren, übersichtliche Gliederungen, die einheitliche Gestaltung von Literaturverzeichnissen, sowie die Einhaltung bestimmter Grundsätze wie: Sauberkeit, Klarheit, Übersichtlichkeit und Vollständigkeit, den Nachvollzug und die Auseinandersetzung mit den inhaltlichen Aussagen erleichtern und unterstützen2.

Eine Studien-, Seminar- oder Abschlussarbeit zu schreiben, bedeutet daher nicht, nur in einem Aufsatz ein spezifisches wissenschaftliches Thema darzustellen, sondern auch einen Text zu niederzuschreiben, der sich an den Standards wissenschaftlicher Präsentationen der jeweiligen Disziplin orientiert3.


Im Folgenden werden die Richtlinien der Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft präsentiert. Die Vielfalt und der Einfallsreichtum wissenschaftlichen Arbeitens zeigt sich, trotz gewisser Rahmungen auch in der formalen Gestaltung. Dennoch existieren gewisse Rahmungen, diese sollen mit der vorliegenden Handreichung für Studierende der Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft abgesteckt werden. Da es weder möglich noch sinnvoll erscheint alle Fälle und Eventualitäten abklären zu wollen, wurde vieles kurz und knapp dargestellt, stellenweise auch stichpunktartig genannt. Wer einfach kurz Informationen nachschlagen will, kann sich anhand des verlinkten Inhaltsverzeichnisses orientieren. Da erläuternde Beispiele sowie vertiefende Ausführungen durch Zentrierung und einer kleinern Schrift vom Haupttext abgesetzt wurden, können die Studierenden selbst entscheiden, ob sie sich mit diesen auseinandersetzen wollen.
Die in der Fußzeile geführten Belege dienen als Verweise auf weiterführende Literatur. Des weiteren schließt die Arbeit mit einem Link auf ein kommentiertes Literaturverzeichnis.

Wir hoffen mit diesem kleinen Leitfaden Orientierung durch den "Dschungel der Regeln und Konventionen" zu geben.

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Eine Arbeit ist grundsätzlich nur mit Schreibmaschinenschrift zulässig. Sie sollte auf DIN-A-4-Blättern angefertigt werden, die einseitig beschriftet sind. Die Arbeiten sollten in gebundener Form4 abgegeben werden.
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Das Titelblatt sollte neben dem Thema der Arbeit den Titel des Seminars, den Namen der DozentIn sowie Namen, Studiengang, Semesterzahl, Matrikelnummer und Geburtsdatum der AutorIn enthalten. Folgend eine mögliche Gestaltungsform: Deckblatt
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Nur bei umfangreichen Arbeiten erweist es sich oft als notwendig ein Vorwort voranzustellen. Bei kleineren Arbeiten werden diese Inhalte in die Einleitung integriert. Oft wird auch nicht zwischen Vorwort und Einleitung unterschieden, allerdings gilt, dass ein Vorwort kein integraler Bestandteil des Textes (im Gegensatz zur Einleitung) ist und in der Regel daher unterzeichnet und mit Ort und Datum der Abfassung versehen wird5.
Inhaltlich kann das Vorwort durch die Angaben angereichert werden, die zwar den Leser interessieren dürften, sich aber nicht auf die Arbeitshypothese und die Arbeitsschritte beziehen6 zum Beispiel zur persönlichen Motivation, der wissenschaftlichen Anregungen, zur Betreuung, faktische Gegebenheiten, die für Gang der Arbeit entscheidend waren und gegebenenfalls einer Danksagung.
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Das Inhaltsverzeichnis soll durch eine übersichtliche Gestaltung dem Leser helfen den Inhalt der Arbeit schnell zu erschließen und eine erste Einsicht in die Argumentation zu gewinnen.

Als Gliederungsschema wird das dekadische System empfohlen.
1 .....................................
1.1 ...............................
1.2 ...............................
1.2.1 ...................
1.2.2 ...................

Die einzelnen Gliederungspunkte können eingerückt werden, um die Struktur der Arbeit zu verdeutlichen. Zwischen die Ziffern einer bestimmten Nummerierung werden Punkte gesetzt. Nach der letzten Ziffer kommt kein Endpunkt. Die einzelnen Ordnungspunkte werden mit den Seitenzahlen versehen auf denen die jeweiligen Abschnitte beginnen.

Es sollte auf eine übersichtliche Gestaltung Wert gelegt werden, daher sollten die Überschriften konzentriert den Inhalt der einzelnen Kapitel repräsentieren. Die Hauptpunkte der Gliederung sollten klar hervortreten. (siehe auch unter 1.6.1 Textgliederung)
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Die Einleitung macht den Leser in Anschluss an Titel und Inhaltsverzeichnis mit dem konkreteren Gegenstand der Arbeit bekannt und leitet auf den Haupttext hin. Folgende Punkte können demonstriert werden:
  • Einbettung der gewählten Fragestellung in den weiteren (wissenschaftlichen) Kontext,
  • konzentrierte Erörterung des Rahmens der jeweiligen Fachdiskussion,
  • knappe Darstellung der Fragestellung,
  • Skizzierung des untersuchten Materials und der verwendetet Untersuchungsmethoden,
  • kurze Einführung in die Abfolge und den Inhalten einzelner Kapitel,
  • sowie darstellungstechnische Hinweise (etwa zur Transkription oder Wiedergabe von Zitaten).
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Rand links:2,5 cm
Rand rechts:2,5 cm
Rand oben:2,5 cm
Rand unten:2 cm (unterhalb der Fußnoten)
Fußnoten:fortlaufend nummeriert
Textabsatz:1,5- zeilig
Fußnoten, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis usw. werden einzeilig geschrieben7
Textausrichtung:Blocktext (Silbentrennung beachten!)
Schriftart:Proportionalschrift (z.B. Times New Roman, Times, Arial etc.)
Schriftgröße für Textabsatz:12 Punkt
Schriftgröße für Fußnoten:10 Punkt
Seitenzahlen:zentriert ohne Zusatz von Klammern, Strichen etc. am unteren Ende der Seite8
Die Paginierung beginnt nach dem Inhaltsverzeichnis bei größeren Arbeiten nach dem Titelblatt.
Überschriften/optische Hervorhebungen:Überschriften werden entweder gar nicht oder durch Fettdruck, eine größere bzw. andere Schrift hervorgehoben.
Überschriften dürfen serifenlose sein (z.B. Arial), wenn der Fließtext serifenbetont ist (z.B. Times News Roman) bzw. umgekehrt9 . Nicht empfehlenswert sind: Kursivschrift, Unterstreichung, Sperrung oder die Mischung von verschiedenen Schriftarten10  .
Überschriften sollten maximal in einer 14 Punkt großen Schrift formatiert sein. Sie können zentriert oder linksbündig gesetzt werden11  .
Es gilt trotz der hier angedeuteten Vorgaben ein eigenes System zu entwickeln und dieses stetig in der Arbeit durch zu halten. Ziel sollte es sein, durch die Überschriften zur Leserführung beizutragen.

Bsp.:
3 WISSENSCHAFTLICHE TEXTE
3.5 Schlussredaktion
3.5.1 Layout des Textes
3.5.1.1 Überschriften und Hervorhebungen

Hervorhebungen im Text sollten nicht unruhig wirken. Unterstreichungen sind zu vermeiden. Kursive Hervorhebungen sind nur für Zitate zu verwenden.
Textgliederungen:Hauptabschnitte (1.Stufe ) werden von 1 an fortlaufend nummeriert12  . Jeder Hauptabschnitt kann wiederum in beliebig viele Unterabschnitte (2.Stufe) untergliedert werden, die wiederum fortlaufend zu nummerieren sind13  .
1. Stufe2. Stufe3. Stufe

1
2
3
 
 3.1
3.2
3.3
 3.3.1
3.3.2
3.3.3
Nach der letzten (oder einer alleinstehenden) Zahl wird kein Schlusspunkt gesetzt14.
Die Einleitung zu einer Arbeit wird mit 0 bezeichnet, so werden eventuelle Unterabschnitte als 0.1, 0.2 usw. gezählt15  .(siehe auch 1.4 Inhaltsverzeichnis).
Absätze und Zwischenräume:Jedes Kapitel beginnt mit einer Überschrift. Diese wird durch zweimaliges Schalten vom Fließtext abgesetzt16.
Der Text, welcher an eine Überschrift anschließt, wird nicht eingerückt jedoch ist es möglich den Text zu Beginn jedes Absatzes einzurücken17.
Nach dem Abschluss des Textes wird wiederum 2mal umgeschalten, dann folgt die nächste Überschrift18.
Abkürzungen:sollten sparsam und überlegt eingesetzt werden.
Die Abkürzungen der Umgangssprache (siehe Duden) können ohne Erläuterung verwendet werden19.
Alle weiteren müssen vor ihrer ersten Verwendung im Text aufgeführt werden, das heißt, der abzukürzenden Ausdruck muss in vollem Wortlaut genannt werden.
Bsp.: Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGfP) oder
Abnahme der Reaktionszeiten (RZ)20.
Zahlen und Ziffern:Zahlen ab 10 werden durch Ziffern präsentiert und Zahlen unter 10 werden ausgeschrieben21  .
Abbildungen:jede Art nicht-textlicher Darstellung von Material (Fotos, Grafiken, Diagramme, Schemata), die nicht in Tabellenform geschieht, wird unter dem Begriff Abbildung zusammengefasst22    und in der Reihenfolge, in der im Text auf sie Bezug genommen wird, mit arabischen Ziffern nummeriert23.
Verweise auf Abbildungen erfolgen durch die Angabe des Wortes Abbildung mit der entsprechenden Nummerierung24.
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Werden im laufenden Text die Gedanken, Erfahrungen oder Erkenntnisse anderer Personen eingebaut, müssen diese gekennzeichnet werden. Gewöhnlich wird der Fundort einer Information bzw. eines Zitates in wissenschaftlichen Texten dort angegeben, wo direkt oder indirekt Bezug darauf genommen wird25. Der Beleg wird in den Satz integriert (Satzzeichen nach Beleg)26.

Quellenbelege können durch verschiedene Verfahren geführt werden. Dabei muss sich zwischen zwei grundlegenden Optionen entschieden werden

a.) ob ein Literaturverzeichnis erstellt und/oder
b.) mit Anmerkungen, das heißt Fuß- oder Endnoten gearbeitet werden soll.

a.) Arbeiten mit einem Literaturverzeichnis/Kurzbeleg:
Werden in einem Verzeichnis am Ende der Arbeit alle verwendeten Quellen übersichtlich dargestellt, bietet sich im laufenden Text eine Form des Kurzbeleges an, zum Beispiel die amerikanische Zitierweise, das Harvard-System. Als Angaben des Kurzbeleges sind der Autor, das Jahr und die entsprechende Seitenzahl zu nennen. Kurzbelege werden in runden Klammern am Ende eines Absatzes an den Text gebunden.


Bsp.: ( vgl. LENZEN 1985: 110)

b.) Arbeiten mit Anmerkungen:
Wird mit Anmerkungen gearbeitet, verweisen im Text hochgestellte Ziffern27 auf eine Angabe als Fußnote - am unteren Ende des Blattes- oder als Endnote - am Ende des Textes.
FRIEDRICH ROST (1997: 216, 218) empfiehlt, aufgrund der lesefreundlicheren Zuordnung der Belege das Arbeiten mit Fußnoten und einer Kurztitelangabe die, das Nachblättern der Quelle im Literaturverzeichnis umgeht.


Bsp.: LENZEN, Mythologie der Kindheit ..., 1985, S. 110.

Der Name des Verfassers kann hervorgehoben werden. Empfehlenswert ist dabei die Schreibweise in GROSSBUCHSTABEN, wobei "ß" durch "SS" ersetzt wird.

Soll kein Literaturverzeichnis erarbeitet werden, müssen in den Fuß- oder Endnoten Vollbelege geführt werden, die alle bibliographischen Angaben enthalten. Zwar bietet es sich an, bei mehrfachem Bezug auf die selbe Quelle mit "ebd." oder "a.a.O." zu arbeiten, erweist sich aber als problematisch, wenn Textpassagen gekürzt oder umgesetzt werden28  . (Siehe auch: Paraphrasieren und Zitieren)

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Setzt sich u.a. aus der Darstellung des Forschungsstandes, des Untersuchungsgegenstandes, den Methoden und Ergebnissen zusammen. Je nach Umfang und Art der Arbeit können die einzelnen Elemente des Hauptteils gewichtet und weiter untergliedert werden29.
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Den Abschluss der Arbeit bildet eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse. Diese letzte Bemerkung soll den vorhergehen ausführlich dargestellten Gedanken eine Grenze setzen und die Arbeit abrunden. Gewöhnlich wird das absolvierte Vorgehen rekapituliert und ein Resümee über die erzielten Ergebnisse abgeleitet. Im Abschlusskapitel darf die AutorIn mit stilistischen Mitteln wie Redundanz und Andeutung, Rückblick und Ausblick arbeiten und ihr Anliegen deutlich verfolgen. Im Zentrum des abschließenden Kapitels sollte die Zusammenfassung der Kernaussagen und die Anbindung an Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit stehen. Hier können Fragen aufgegriffen werden, die am Beginn der Arbeit ausgeklammert wurden oder sich im Laufe der Arbeit ergaben. Diese sollten aber vor dem Hindergrund der Arbeit diskutiert und gegebenenfalls offen gelassen werden. Deutlich sollte der Bezug zur vorliegenden Arbeit herausgestellt werden und nicht eine weitere an die bereits geschriebene Arbeit angefügt. Weiterhin sollte die AutorIn ihren Text kritisch bewerten und realistisch einschätzen sowie die erarbeiteten Ergebnisse in den übergeordneten Fragen- und Forschungskontext einordnen30.
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Wesentlicher Bestandteil einer wissenschaftlichen Arbeit ist das Literaturverzeichnis. In korrekter, übersichtlicher und standardisierter Form werden hier, die der Arbeit zugrundliegenden Quellen präsentiert. Dabei unterscheiden sich die geforderten Standards der Angaben von Fachbereich zu Fachbereich, Disziplin zu Disziplin, Verlag zu Verlag. Es gibt zahlreiche Variationen und Varianten bibliographischer Angaben und der entsprechenden Regelungen, die allesamt Gültigkeit beanspruchen. Allerdings existieren auch verbindliche Versuche im Dschungel der Regeln und Konventionen Einheitlichkeit zu schaffen. Genannt sei hier die Norm DIN 1505 - insbesondere Teil 2:"Titelangaben von Dokumenten: Zitierregeln" vom Januar 1984.

Im Folgenden wollen wir die Überlegungen der Professur Allgemeine Erziehungswissenschaften TUC darlegen. Diese Empfehlungen sollen als Orientierung und Hilfestellung dienen. Dabei soll nicht alles bis in die kleinste Einzelheit (z.B. die Interpunktion) vorgeschrieben werden. Erstens scheitern diese Festlegungen an den vielfältigen Besonderheiten, die in der Praxis auftreten undzweitens bleibt die Verwendung von einem Schrägstrich oder Semikolon letztlich Geschmackssache. Die Bedeutung und Auswirkung der inhaltlichen Angaben z.B. auf Leserfreundlichkeit, Übersichtlich- und Nachprüfbarkeit ist unserer Einschätzung nach höher anzusiedeln, als die der Interpunktionszeichen.
Verbindlich gilt jedoch, dass die Literaturangaben dem wissenschaftlichen Anspruch genügen, zweckmäßig und korrekt sein sollen.
Wichtig erscheint uns, dass es ihnen möglich ist, zwischen verschiedenen Stilen (zum Beispiel in der Zeichensetzung) zu wechseln, dass sie die in der Arbeit einmal getroffenen Festlegungen durchhalten und die Literaturangaben einheitlich gestalten. Ebenfalls wichtig ist, dass sie wesentliche Angaben nicht vergessen oder weglassen und dass sich keine Fehler in die Angaben (z.B. Tippfehler) einschleichen. Die Orientierung an Mindestangaben erweist sich dabei als hilfreich.

Bevor wir uns allerdings den Basisangabeneines Quellenbelegs zuwenden, müssen wir eine grundsätzliche Unterscheidung der Publikationsformen einführen. Wir differenzieren zwischen selbständig und unselbständig erschienener Literatur.
Selbständig erschienene Werke sind abgeschlossene Herausgaben mit eigenem Titelblatt, meist einer eigenen Angabe von Ort, Verlag, Jahr (Impressum) und eigener Seitenzählung.

a) Selbständige und Unselbständige
Unter unselbständig erschienenen Veröffentlichungen werden Aufsätze, Artikel und Beiträge in Anthologien, Zeitschriften, Herausgeber- und Sammelwerken gefaßt. Sie zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie in selbstständig erschienenen Publikation veröffentlicht sind, keine eigene Seitenzählung aufweisen und für sich genommen keine abgeschlossene Herausgabe sind. Als Basisangaben einer Quelle gelten:

Verfassername, Werktitel, Auflage, Verlagsort, Verlag, Erscheinungsjahr.

Bei unselbstständig erschienenen Publikationen müssen:

Verfassername, Titel, In: Verfassername (Hrsg.), Werktitel, Auflage, Verlagsort, Verlag, Erscheinungsjahr und Seitenangabe

genannt werden.

Variationen können nun in der Reihung der einzelnen Angaben, deren Trennung durch Zeichensetzung sowie Formatierung auftreten. Allerdings kann nicht jede Reihung mit jeder Formation und/oder Interpunktion beliebig kombiniert werden. Die Fachliteratur biete dazu eine Fülle von Informationen und Hinweisen. Die Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft hat sich für folgende Festlegungen entschieden.


b) Interpunktion
Die Bestandteile der Literaturangaben sind wie folgt von einander zu trennen:

Name, Vorname: Titel. Untertitel. Aufl. Verlagsort: Verlag, Jahr.

Für selbständig erschienene Schriften gilt:
Name, Vorname: Titel. Untertitel. Aufl. Verlagsort: Verlag, Jahreszahl.

Beispiel:
Hülshoff, F.& Kaldewey, R.: Mit Erfolg studieren. Studienorganisation und Arbeitstechniken. 3. neubearb. Aufl. München: Beck, 1993, S. 158-166.


Für unselbständig erschienene Werke:
Name, Vorname: Titel. Untertitel. In: Name, Vorname: Titel. Untertitel. Aufl. Verlagsort: Verlag, Jahreszahl, Seitenzahl.

Beispiel:
Winkler, M.: Unerfüllte Sehnsüchte. Einige Vermutungen über das Verschwinden erziehungswissenschaftlichen Wissens in der Öffentlichkeit. In: Drerup, H.& Terhart, E. (Hrsg.): Erkenntnis und Gestaltung. Vom Nutzen erziehungswissenschaftlicher Forschung in praktischen Verwendungskontexten. Weinheim: Deutscher Studien Verl., 1990, S. 19- 43.


c) Reihenfolge
Wir empfehlen für die Anordnung der Belegangaben folgende Darstellung:

bei selbständig erschienen Veröffentlichungen:
Name, Vorname (Jahreszahl): Titel. Untertitel. Aufl. Verlagsort: Verlag.

Beispiel:
Becher, S.(2003): Schnell und er folgreich studieren. Organisation, Zeitmanagement, Arbeitstechniken. 2.Aufl. Eibelstadt: Lexika Verlag.


oder:
Name, Vorname: Titel. Untertitel. Aufl. Verlagsort: Verlag, Jahreszahl.

bei unselbständig erschienen Schriften:
Name, Vorname (Jahreszahl): Titel. Untertitel. In: Name, Vorname (Hrsg.): Titel. Untertitel. Aufl. Verlagsort: Verlag, Seitenangabe.

Beispiel:
Rost, F.(2006): Wissenschaftliche Texte lesen und verstehen. In: Franck, N. & Stary, J.(Hrsg.): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Eine praktische Anleitung. 12.überarb. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh, S. 75-97.


oder:
Name, Vorname: Titel. Untertitel. In: Name, Vorname (Hrsg.) : Titel. Untertitel. Aufl. Verlagsort: Verlag, Jahrezahl, Seitenangabe.

d) Vornamen abkürzen oder ausschreiben?
Beides ist im Wissenschaftsbereich üblich. UMBERTO ECO (vgl. 1993:85) plädiert aufgrund von Namensgleichheiten auf ausgeschriebene Vornamen. Wird „Schulz, W.“ gesucht, kann dabei der Didaktiker oder der Drogenexperte sowie der Kulturhistoriker „Schulz, W. K.“ gemeint sein. Die Norm DIN 1505, Teil 2 schlägt daher vor, den ersten Vornamen eines jeden Verfassers auszuschreiben, alle Weiteren jedoch abzukürzen. Gerade im angloamerikanischen Bereich hat es sich eingebürgert, dass die Vornamen der Autoren abgekürzt werden. Es kann daher erhebliche Mühe bereiten den Vornamen eines Autors herauszufinden. Insofern wird die Forderung nach formaler Einheitlichkeit innerhalb eines Literaturverzeichnisses am ehesten durch Vornamensabkürzung erreicht (vgl. Rost 2004: 256f.).

Hervorhebungen:
Um die Übersichtlichkeit und Orientierung im Literaturverzeichnis zu erhöhen, scheinen folgende Hervorhebungen angebracht:
– den Name des Autors und Herausgebers in GROSSBUCHSTABEN darzustellen,
– den Titel der Veröffentlichung kursiv zu setzen. Bei unselbstständig erschienenen Schriften, wird das, diese veröffentlichende, Werk akzentuiert.

selbständig erschienene Werke:
Name, Vorname: Titel. Untertitel. Aufl. Verlagsort: Verlag, Jahreszahl.

unselbstständig erschienene Veröffentlichungen:
Name, Vorname (Jahreszahl): Titel. Untertitel. In: NAME, Vorname (Hrsg.) : Titel. Untertitel. Aufl. Verlagsort: Verlag, Seitenangabe.

Beispiel:
HELSPER, W.: Sozialisation. In: KRÜGER, H. -H. &. HELSPER, W. (Hrsg.): Einführung in Grundbegriffen und Grundfragen der Erziehungswissenschaft. 5. Aufl. Olpaden: Leske + Budr ich, 2002, S.71-79.


e) Namenszusätze
Generell entfallen alle Titel und Berufsbezeichnungen der Verfasser. Verwandtschaftsbezeichnungen, wie das schottische „Mac“ oder „Mc“ bleiben jedoch vorangestellt. Ebenfalls werden „Präfixe“ als Namensbestandteile angegeben.

Beispiel:
DeMause, L.: Hört ihr die Kinder weinen. Eine psychogenetische Geschichte der Kindheit. 7.Aufl. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1992.


f) Mehrere Autoren
Sind mehrere Autoren an einer Schrift beteiligt, werden bis zu vier Personen alle in ihrer jeweiligen Funktion vermerkt. Ab vier Verfassern wird nur der erste genannt und alle Weiteren durch „[et al.]“ oder „[ u.a.]“ ersetzt (vgl. Rost 2004: 262).

g) Sach- und Haupttitel
Der Titel wird in der Regel vollständig ausgeschrieben. Der Untertitel kann hingegen abgekürzt oder ganz weggelassen werden. Wir empfehlen aber Titel und Untertitel vollständig anzugeben.

h) Erscheinungsort
Als Erscheinungsort gilt der Firmensitz des Verlages. Werden mehrere Orte aufgezählt, wird nur der an erster Stelle im Impressum Genannte in die Literaturangabe übernommen.

i) Zeitschriften
Bei Zeitschriften wird kein Erscheinungsort und Verlag angegeben. Dafür werden die Jahrgangsals auch die Heftnummer genannt. Die Literaturangabe bei Zeitschriften sollte wie folgt gestaltet werden: Name, Vorname: Titel. Untertitel. In: Titel der Zeitschrift. Jahrgang (Jahreszahl) Heftnummer, Seitenangaben.

Beispiel:
Klicpera-Gasteiger, B.&.Klicpera, C.: Erfahrungen als Außenseiter. Die Bedeutung der sozialen Stellung von Kindern in der Klasse und des Klassenklimas. In: Kindheit und Entwicklung, 8 (1999), H.4, S. 254-264.

j) Onlinedokumente
Auch im Internet publizierte Materialien müssen vollständig und korrekt zitiert werden. Die Internationale Standardnorm ISO 690-2 von 1997 gibt dazu Anhaltspunkte. Sie legt nahe, folgende Angaben in eben dieser Reihenfolge anzugeben: Name, Vorname: Titel des Dokuments. Datum der Publikation (ggf. Nennung der Revision). Quelle (URL) - Datum des Abrufs-.

Beispiel:
Roux, S. (2002): PISA und die Folgen. Der Kindergarten zwischen Bildungskatastrophe und Bildungseuphorie. In: Textor, M.R. (Hrsg.): Kindergartenpädagogik. Online-Handbuch. http://www.kindergartenpaedagogik.de/967.html - 21.06.04 - .

k) Sonderfälle
Ausführliche Erörterungen und Fallbeispiele zu Sonderfällen entnehmen Sie bitte ROST, F. (2004): Lern- und Arbeitstechniken. 4. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag.

l) Belege und Verweise im Text
Informationen zu Belegverfahren im Fließtext entnehmen sie bitte den Gestaltungsrichtlinien der Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft.(1.6.2 Belege und Zitate)

m) Form und Reihung des Literaturverzeichnisses
Die Literaturangaben werden im Literaturverzeichnis alphabetisch, gemäß dem ersten Nachnamen der AutorInnen oder HerausgeberInnen eines Werkes, geordnet. Dabei wird die jeweilige Literaturangabe mit einem Punkt beendet. Jede Angabe beginnt mit einer neuen Zeile. Erstreckt sich eine Angabe über mehrere Zeilen, werden die Zweite und Folgende um 0,5 cm oder mehr nach rechts eingerückt (hängender Einzug).
Arbeiten, die von Institutionen herausgegeben wurden, werden mit dem Namen der herausgebenden Institution alphabetisch eingereiht38.

Anstatt der Erstellung eines Gesamtverzeichnisses existiert die Möglichkeit die Angaben in Primärquellen (Quellen, die den Untersuchungsgegenstand bilden) und Sekundärquellen (Darstellungen und Informationen zur Primärliteratur) zu unterteilen und die Angaben entsprechend anzuordnen. Weiterhin ist die Strukturierung nach systematischen Aspekten (theoretisch, methodisch etc.) plausibel39.
Bsp.:
ESSER, Hartmut: Soziologie : Spezielle Grundlagen. Band 5. Frankfurt a.M.: Campus,
2000, (eventuell S. 21-34).

GUKENBIEHL, Hermann L.: Institutionen und Organisationen. In: Korte, Hermann &
Schäfers, Bernhard (Hrsg.): Einführung in die Hauptbegriffe der Soziologie. 3. verb.
Aufl. Opladen : Leske + Budrich, 1995, S. 97-109.

ROST, Friedrich: Lern- und Arbeitstechniken für pädagogische Studiengänge. Oplade :
Leske + Budrich, 1997.

TIPPELT, Rudolf: Stichwort: Wandel pädagogischer Institutionen. In: Zeitschrift für Er-
ziehungswissenschaft, 3(2000)1, S. 7-20.
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Nicht jede Arbeit benötigt einen Anhang. Wer in seiner Arbeit Quellen, Illustrationen, bestimmte Auswertungen oder Auflistungen verwendet, den Haupttext damit aber nicht überladen möchte, der sollte das Material in einem Anhang systematisch anordnen40 und im Text entsprechend darauf verweisen.

Die Magisterarbeit schließt eine Eidesstattliche Erklärung ab.

"Hiermit versichere ich an Eides statt, dass ich diese Magisterarbeit selbstständig und nur unter der Verwendung der erlaubten Hilfsmittel sowie der angegebenen Quellen angefertigt habe."

  
Ort, DatumUnterschrift

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DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR PSYCHOLOGIE (Hrsg.): Richtlinien zur Manuskriptges-
taltung. 2. überarb. u. erw. Aufl. Göttingen : Hofgrefe, 1997.

DUDEN: Die schriftliche Arbeit . Ein Leitfaden zum Schreiben von Fach-, Seminar- und Ab-
schlussarbeiten in der Schule und beim Studium. Literatursuche, Materialsammlung und
Manuskriptgestaltung mit vielen Beispielen
. Von Jürgen Niederhauser. 3., völlig neu
bearb. Aufl. Mannheim : Dudenverlag, 2000.

ECO, UMBERTO: Wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt. 10. Aufl. Heidelberg : C.F.
Müller, 2003.

KARZAUNINKAT, STEFAN: Die Kunst des Suchens. URL: http://www.suchfibel.de/2kunst/
index.htm, Download: 07.12.2005

KORING, BERNHARDT: Virtuelle Studienberatung. http://www-user.tu-chemnitz.de/~koring/
vir_sub/wiss_arb.htm, Download: 10.11.2005

LOHSE, KERSTIN & WINDFUHR, MICHAEL: Arbeitstechniken / Hausarbeiten / Referate.
überarb., erw. u. Umsetzung Busch, Andreas. URL: http://www.rzuser.uni-
heidelberg.de/~bp7/Handreichung.html
, Download: 07.12.2005

LÜCK, WOLFGANG.: Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens : Seminararbeiten, Dip-
lomarbeiten, Dissertationen. 5. überarb. u. erw. Aufl. München : Oldenbourg, 1997

POENICKE, KLAUS: Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten? Ein Leitfaden vom ers-
ten Studiensemester bis zur Promotion. 2. neu bearb. Aufl. Mannheim : Dudenverlag,
1988.

ROST, FRIEDRICH: Lern- und Arbeitstechniken für pädagogische Studiengänge : mit zahl-
reichen Abbildungen sowie Informationen zu Auskunftsmitteln und (Internet-) Adressen.
Opladen : Leske + Budrich, 1997.

WINTER, WOLFGANG: Wissenschaftliche Arbeiten schreiben: Hausarbeiten, Diplom- und
Magisterarbeiten, MBA-Abschlussarbeiten, Dissertation. Frankfurt : Ueberreuter, 2004.

 

Kommentiertes Literaturverzeichnis

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A.) Paraphrasieren und Zitieren:

Es bestehen zwei Möglichkeiten des Umgangs mit Informationen aus fremden Quellen.
 
Paraphrasieren:
 
Zitieren:
= die unverfälschte, in eigenen Worten formulierte, sinngemäße Anlehnung an eine Quelle oder ein Zitat. = originalgetreue, wortwörtliche Wiedergabe (siehe dazu: Veränderungen im Zitat)
Grundsätzlich: Paraphrasen und Zitate werden mit der Quellenangabe und der Seitenzahl des Originaldokumentes belegt.
Die Belege werden an die Stelle im Text eingefügt, in der mittel oder unmittelbar auf sie Bezug genommen wird.
Der Quellenbeleg in Form eines Kurzbeleges (z.B. das Harvard-System) wird mit einem "vgl." eingeleitet und beinhaltet folgende Angaben41.
Autor Jahr, Seite
Mögliche Formen:
(vgl. LENZEN 1985, S. 110) oder
(vgl. Lenzen 1985; 110) oder
(vgl. LENZEN 1985: 110)
Beim Verfahren mit Fuß- oder Endnoten kann bei Wiederholung einer Literaturangabe diese mit "a.a.O" oder "ebd." abgekürzt werden.
Kurze Zitate im fortlaufenden Text werden in An- und Ausführungszeichen gesetzt42.
„ ...” oder « ...»
Längere Zitate (mit mehr als 40 Wörtern) sollten als eigener Absatz, etwas eingerückt, mit kleinerem Schrifttyp und geringerem Zeilenabstand dargestellt werden.
xxxxxxxxxxxxxxxxxx
xxxxxxxxxxxxxxxxxx
xxxxxxxxxxxxxxxxxx
Diese Blockzitate werden NICHT in An- und Ausführungszeichen gesetzt.
Steht das Zitat oder der Beleg auf der Seite 123 und wird auf der Seite 124 fortgeführt schreibt man
123 f. - f. bedeutet folgend,
Beim Paraphrasieren kann auch ff. geschrieben werden (beim Zitieren nicht)!
Die Angabe der Seitenzahl kann nur bei ganz globalen Hinweisen auf weiterführende Literatur weggelassen werden43.
Bsp.: Beleg Paraphrase

Die THEORIE DER INSTITUTIONEN stellt den Versuch einer systematischen wissenschaftlichen Erfassung und Erklärung des sozialen Phänomens der Institutionen dar (vgl. Gukenbiehl 1995: 97).
Bsp.: Beleg Zitat

«Institutionen wie die Trauung bieten dem einzelnen die Möglichkeit, in bestimmten Situationen mit bestimmten Problemen sinnvoll, sicher und in üblicher Weise umzugehen und dabei mit anderen zusammenzuwirken» (Gukenbiehl 1995: 100).


Veränderungen im Zitat44:
Fehler im Zitat:Zitaten müssen immer originalgetreu sein, das heißt, auch mit Rechtschreibefehlern, veralteten Worten und Schreibweisen. Damit ersichtlich wird, dass es sich nicht um einen Rechtschreibfehler des Zitierenden handelt, sollten dies durch: (!) oder [sic!] kenntlich gemacht werden.
Markierungen im Original werden unverändert übernommen.
 
Veränderungen von Zitaten:Sind Veränderungen von Zitaten notwendig, gilt folgendes zu beachten:
  • keine Sinn- oder Wahrheitsverfälschungen,
  • alle Veränderungen sind zu kennzeichnen,
  • Empfehlenswert ist Zitatveränderungen in eckigen Klammern darzustellen45,
  • Zitiert werden sollte nur nach der Originalquelle. Sollte dies nicht möglich sein, müssen die Orginal- sowie die bereits zitierende Quelle angegeben und durch „zitiert nach” verbunden werden.

Zitat:
„Ich habe den Nachweis dieser Stellen verlegt und konnte mich nicht dazu bringen, die 1500 Seiten nochmals durchzustöbern” (Erwing Chragaff o.A. zitiert nach Niederhauser 2000: 12)

Veränderung:
Ich habe den Nachweis [..., J.B.] und konnte mich nicht dazu bringen, die 1500 Seiten nochmals durchzustöbern” (Erwing Chragaff o.A. zitiert nach Niederhauser 2000: 12, Auslassung: J.B.)
 
 Mögliche Umgestaltungen sind:
  • Ellipsen: ...; (...) oder [...] für Auslassungen. Bei der Quellenangabe wird dann vermerkt: "Auslassung: d. Verf." oder "Auslassung: N.N. (Initialen des eigenen Namens)"
  • Interpolationen und Erläuterungen werden in Klammern gesetzt und als Einfügung gekennzeichnet: " ...[ hier steht die Erläuterung, N.N.]. Bei der Quellenangabe wird dann vermerkt: "Einfügung: d. Verf." oder "Einfügung: N.N.".
  • Bei grammatischen Anpassungen oder der Umstellungen von Wörtern kennzeichnen Klammern die geänderten Buchstaben und die geänderten bzw. eingefügten Wörter. Der ursprüngliche Platz der Wörter wird mit Auslassungspunkten gekennzeichnet.
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B.) Deckblatt

 

Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft

 

Seminararbeit

 

Thema:Erziehungsziele in der Gegenwart? Auseinandersetzung mit der Analyse von Wolfgang Brezinka
 
Im Kontext des Seminars:
 
Erziehungsstile und -mittel
 
DozentIn:Anna Wichtig M.A.
 
Vorgelegt von:Katja Neugier
 
Adresse:Berliner Str. 101
09134 Chemnitz
 
Matrikelnummer:0815
 
Studiengang:Magister Pädagogik, Soziologie und Psychologie
 
Geburtsdatum:01.01.1981
 
Abgabetermin:07.07.2005
 

 

 

Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft

 

Magisterarbeit
Zur Erlangung des akademischen Grades
Magister / Magistra Artium (M.A.)

 

Thema:Erziehungsziele in der Gegenwart? Auseinandersetzung mit der Analyse von Wolfgang Brezinka
 
GutachterInnen:Dr. Peter Superwichtig
Anna Wichtig M.A.
 
Vorgelegt von:Katja Neugier
 
Adresse:Berliner Str. 101
09134 Chemnitz
 
Matrikelnummer:0815
 
Studiengang:Magister Pädagogik, Soziologie und Psychologie
 
Geburtsdatum:01.01.1981
 
Abgabetermin:07.07.2005
 



1  vgl. Duden 2004:4
2  vgl. Lück 1997: 1
3  vgl. Duden 2004: 4
4  Bei Seminararbeiten reicht ein Schnell- oder Cliphefter.
5  vgl. Poenicke 1988: 109
6  vgl. ebd.
7  vgl. Koring 2005: virtuelle Studienberatung, Onlineressource
8  vgl. Poenicke 1988: 121
9   vgl. Lohse & Windfurh 2005: Onlineressource
10   vgl. ebd.
11   vgl. Eco 2003: 232
12   vgl. Poenicken 1988: 125 f.
13   vgl. ebd.
14   vgl. ebd.
15   vgl. ebd.
16   vgl. Koring 2005: virtuelle Studienberatung, Onlineressource
17   vgl. Eco 2003: 233. UMBERTO Eco (2003: 233) empfiehlt das Einrücken mit Beginn eines neuen Abschnittes, da sofort ersichtlich wird, dass die vorhergehende Überlegung abgeschlossen ist und es nach einer "Gedankenpause" weitergeht.
18   vgl. ebd.
19   vgl. Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGfP) 1997: 35ff.
20   vgl. ebd.
21   vgl. ebd.
Ausnahmen sind Zahlen, die einer Maßeinheit vorausgehen sowie Zahlen die Zeit- oder Altersangaben, Stichproben- oder Populationsgrößen, Test- oder Kennwerten vorangestellt sind, exakte Geldsummen oder Bezifferungen (5 Jahre, 1 Stunde, Messwert 4). Diese werden als Ziffern geschrieben (vgl. DGfP 1997: 53f.).In Worten werden allgemein gebräuchliche Brüche (zwei Drittel; drei Viertel) dargestellt.

22   vgl. DGfP 1997: 53f.
23   vgl. ebd.
24   vgl. ebd.
25   vgl. Poenicke 1988: 146
26   Warum Belege führen? Friedrich Rost ( 1997: 206) nennt folgende Argumente: die Herkunft und Urheberschaft der Aussagen wird aufgezeigt sowie dass die eigenen Gedanken in einem weiteren (wissenschaftlichen) Kontext eingebunden sind. Weiterhin können die getroffenen Aussagen vom Leser selbst überprüft werden (siehe auch: Paraphrasieren und Zitieren).
27   Bsp.: Beim 1. Auftreten: LENZEN, Dieter: Mythologie der Kindheit. Reinbek 1985, S. 110.
Beim 2. Bezug: LENZEN, Mythologie …, a.a.O., S.135.

28   vgl. Rost 1997: 214f.
29   vgl. Duden 2000: 17
30   vgl. Winter 2004: 75ff.
31   vgl. Poenicke 1988: 149
32   vgl. Rost 1997: 223f. und Poenicke 1988: 150
33   vgl. Duden 2000: 28
34   vgl. ebd.
35   vgl. ebd.
36   "Das Internet ist eine Fundgrube für Informationen. Denken viele. In Wirklichkeit besteht ein großer Teil der Informationen aus hastig hingeworfenen Halbwahrheiten und Meinungen, deren Wahrheitsgehalt nicht überprüft werden kann [...] Viele Informationen beschränken sich auf die Nabelschau der Seitenanbieter und bunte Nichtigkeiten, deren Qualität sich mit der von Bildchen auf dem Einpackpapier von Kinderkaugummis messen kann" (Karzauninkat 2005: Onlineressource) Obwohl es dennoch viele gute und qualitativ hochwertige Informationsangebote gibt, ist zu bemerken, dass die Printkultur gewisse Formen von Filtern (Lektoren, Redakteure etc.) entwickelt hat, die die Qualität der Veröffentlichung positiv beeinflus-sen. Weiterhin zu bedenken gilt, das Informationen älter als 15-20 Jahre kaum auffindbar sind, da diese erst langsam digitalisiert werden.
Momentan werden die wissenschaftlich relevanten Informationen und Diskussionen hauptsächlich noch in den Printmedien präsentiert.

37   vgl. Karzauninkat 2005: Onlineressource
38   vgl. Duden 2000: 31
39   vgl. Poenicke 1988: 146 ff.
40   vgl. Duden 2000:15 ff.
41   vgl. Rost 1997: 214f.
42   vgl. ebd.. 207f.
43   vgl. ebd. : 207f.
44   Hier können nur einige markante Punkte beim Umgang mit Zitaten aufgegriffen werden. Nähere und genauere Informationen sind nachzulesen bei Duden 2000 sowie Poenicke 1988. Die vorliegende Darstellung basiert auf den Ausführung von FRIED-RICH ROST (1997: 207-213).
45   Runde Klammern können auch von Autor des Zitates eingefügt worden sein. Eckige Klammern schaffen hier eine deutlichere Abgrenzung.

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