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0 Einleitung oder Konventionen des wissenschaftlichen Arbeitens
1 Gestaltungsrichtlinien
Innerhalb jeder wissenschaftlichen Disziplin bilden sich im Laufe der Zeit Konventionen der Darstellung und Präsentation. Diese Regeln und formalen Bestimmungen sind wesentlicher Teil der Geschichte und der aktuellen Praxis einer Wissenschaft, und dienen dabei keineswegs reinem Selbstzweck. Sie schaffen einerseits, - als gemeinsame Übereinkommen - formale Einheitlichkeit, und sind andererseits die bürokratischen Ausprägungen der Anforderungen, die an eine wissenschaftliche Arbeit generell gestellt werden1.
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UMBERTO ECO (2003: 44) beantwortet die Frage, was die Wissenschaftlichkeit einer Untersuchung ausmache,
durch die Definition von vier Kriterien. Neben der exakten Bestimmung und Darstellung des untersuchten Gegenstandes,
dem Neuheitscharakter wissenschaftlicher Ausführungen sowie dem Aspekt der Nützlichkeit der Erkenntnisse,
wirkt sich gerade das vierte Kriterium, die Überprüf- und Nachvollziehbarkeit des Vorgehens und der Ergebnisse,
deutlich auf die Präsentation wissenschaftlicher Einsichten aus. Dementsprechend muss eine Untersuchung nicht
nur all die Angaben aufweisen, welche möglich machen, die aufgestellten Hypothesen und präsentieren Ergebnisse
nachzuprüfen, sondern der Leser soll in die Lage versetzt werden, den Beweisfindungsprozess theoretisch als auch praktisch nachzuvollziehen.
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Auf die Formalia wissenschaftlicher Arbeiten bezogen, wird deutlich, dass allgemeine Zitations- und Belegverfahren, übersichtliche Gliederungen, die einheitliche Gestaltung von Literaturverzeichnissen, sowie die Einhaltung bestimmter Grundsätze wie: Sauberkeit, Klarheit, Übersichtlichkeit und Vollständigkeit, den Nachvollzug und die Auseinandersetzung mit den inhaltlichen Aussagen erleichtern und unterstützen2.
Eine Studien-, Seminar- oder Abschlussarbeit zu schreiben, bedeutet daher nicht, nur in einem Aufsatz ein spezifisches wissenschaftliches Thema darzustellen, sondern auch einen Text zu niederzuschreiben, der sich an den Standards wissenschaftlicher Präsentationen der jeweiligen Disziplin orientiert3.
Im Folgenden werden die Richtlinien der Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft präsentiert. Die Vielfalt
und der Einfallsreichtum wissenschaftlichen Arbeitens zeigt sich, trotz gewisser Rahmungen auch in der formalen Gestaltung.
Dennoch existieren gewisse Rahmungen, diese sollen mit der vorliegenden Handreichung für Studierende der Professur Allgemeine
Erziehungswissenschaft abgesteckt werden. Da es weder möglich noch sinnvoll erscheint alle Fälle und Eventualitäten abklären zu
wollen, wurde vieles kurz und knapp dargestellt, stellenweise auch stichpunktartig genannt. Wer einfach kurz Informationen nachschlagen
will, kann sich anhand des verlinkten Inhaltsverzeichnisses orientieren. Da erläuternde Beispiele sowie vertiefende Ausführungen durch
Zentrierung und einer kleinern Schrift vom Haupttext abgesetzt wurden, können die Studierenden selbst entscheiden, ob sie sich mit
diesen auseinandersetzen wollen.
Die in der Fußzeile geführten Belege dienen als Verweise auf weiterführende Literatur.
Des weiteren schließt die Arbeit mit einem Link auf ein kommentiertes Literaturverzeichnis.
Wir hoffen mit diesem kleinen Leitfaden Orientierung durch den "Dschungel der Regeln und Konventionen" zu geben.
| Rand links: | 2,5 cm | |||||||||||||||
| Rand rechts: | 2,5 cm | |||||||||||||||
| Rand oben: | 2,5 cm | |||||||||||||||
| Rand unten: | 2 cm (unterhalb der Fußnoten) | |||||||||||||||
| Fußnoten: | fortlaufend nummeriert | |||||||||||||||
| Textabsatz: | 1,5- zeilig
Fußnoten, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis usw. werden einzeilig geschrieben7 | |||||||||||||||
| Textausrichtung: | Blocktext (Silbentrennung beachten!) | |||||||||||||||
| Schriftart: | Proportionalschrift (z.B. Times New Roman, Times, Arial etc.) | |||||||||||||||
| Schriftgröße für Textabsatz: | 12 Punkt | |||||||||||||||
| Schriftgröße für Fußnoten: | 10 Punkt | |||||||||||||||
| Seitenzahlen: | zentriert ohne Zusatz von Klammern, Strichen etc. am unteren Ende der Seite8
Die Paginierung beginnt nach dem Inhaltsverzeichnis bei größeren Arbeiten nach dem Titelblatt. | |||||||||||||||
| Überschriften/optische Hervorhebungen: | Überschriften werden entweder gar nicht oder durch Fettdruck, eine
größere bzw. andere Schrift hervorgehoben.
Überschriften dürfen serifenlose sein (z.B. Arial), wenn der Fließtext serifenbetont ist (z.B. Times News Roman) bzw. umgekehrt9 . Nicht empfehlenswert sind: Kursivschrift, Unterstreichung, Sperrung oder die Mischung von verschiedenen Schriftarten10 . Überschriften sollten maximal in einer 14 Punkt großen Schrift formatiert sein. Sie können zentriert oder linksbündig gesetzt werden11 . Es gilt trotz der hier angedeuteten Vorgaben ein eigenes System zu entwickeln und dieses stetig in der Arbeit durch zu halten. Ziel sollte es sein, durch die Überschriften zur Leserführung beizutragen. Bsp.: 3 WISSENSCHAFTLICHE TEXTE
3.5 Schlussredaktion
3.5.1 Layout des Textes
3.5.1.1 Überschriften und Hervorhebungen
Hervorhebungen im Text sollten nicht unruhig wirken. Unterstreichungen sind zu vermeiden. Kursive Hervorhebungen sind nur für Zitate zu verwenden. | |||||||||||||||
| Textgliederungen: | Hauptabschnitte (1.Stufe ) werden von 1 an fortlaufend nummeriert12 .
Jeder Hauptabschnitt kann wiederum in beliebig viele Unterabschnitte (2.Stufe) untergliedert werden, die wiederum fortlaufend
zu nummerieren sind13 .
Die Einleitung zu einer Arbeit wird mit 0 bezeichnet, so werden eventuelle Unterabschnitte als 0.1, 0.2 usw. gezählt15 .(siehe auch 1.4 Inhaltsverzeichnis). | |||||||||||||||
| Absätze und Zwischenräume: | Jedes Kapitel beginnt mit einer Überschrift. Diese wird durch
zweimaliges Schalten vom Fließtext abgesetzt16.
Der Text, welcher an eine Überschrift anschließt, wird nicht eingerückt jedoch ist es möglich den Text zu Beginn jedes Absatzes einzurücken17. Nach dem Abschluss des Textes wird wiederum 2mal umgeschalten, dann folgt die nächste Überschrift18. | |||||||||||||||
| Abkürzungen: | sollten sparsam und überlegt eingesetzt werden.
Die Abkürzungen der Umgangssprache (siehe Duden) können ohne Erläuterung verwendet werden19. Alle weiteren müssen vor ihrer ersten Verwendung im Text aufgeführt werden, das heißt, der abzukürzenden Ausdruck muss in vollem Wortlaut genannt werden. Bsp.: Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGfP) oder
Abnahme der Reaktionszeiten (RZ)20. | |||||||||||||||
| Zahlen und Ziffern: | Zahlen ab 10 werden durch Ziffern präsentiert und Zahlen unter 10 werden ausgeschrieben21 . | |||||||||||||||
| Abbildungen: | jede Art nicht-textlicher Darstellung von Material
(Fotos, Grafiken, Diagramme, Schemata), die nicht in Tabellenform geschieht, wird unter dem Begriff Abbildung zusammengefasst22
und in der Reihenfolge, in der im Text auf sie Bezug genommen wird, mit arabischen Ziffern nummeriert23.
Verweise auf Abbildungen erfolgen durch die Angabe des Wortes Abbildung mit der entsprechenden Nummerierung24. | |||||||||||||||
Werden im laufenden Text die Gedanken, Erfahrungen oder Erkenntnisse anderer Personen eingebaut, müssen diese gekennzeichnet werden. Gewöhnlich wird der Fundort einer Information bzw. eines Zitates in wissenschaftlichen Texten dort angegeben, wo direkt oder indirekt Bezug darauf genommen wird25. Der Beleg wird in den Satz integriert (Satzzeichen nach Beleg)26.
Quellenbelege können durch verschiedene Verfahren geführt werden. Dabei muss sich zwischen zwei grundlegenden Optionen entschieden werden
a.) Arbeiten mit einem Literaturverzeichnis/Kurzbeleg:
Werden in einem Verzeichnis am Ende der Arbeit alle verwendeten Quellen übersichtlich dargestellt, bietet sich im laufenden
Text eine Form des Kurzbeleges an, zum Beispiel die amerikanische Zitierweise, das Harvard-System. Als Angaben des Kurzbeleges
sind der Autor, das Jahr und die entsprechende Seitenzahl zu nennen. Kurzbelege werden in runden Klammern am Ende eines Absatzes
an den Text gebunden.
b.) Arbeiten mit Anmerkungen:
Wird mit Anmerkungen gearbeitet, verweisen im Text hochgestellte Ziffern27 auf eine Angabe als Fußnote - am unteren Ende
des Blattes- oder als Endnote - am Ende des Textes.
FRIEDRICH ROST (1997: 216, 218) empfiehlt, aufgrund der lesefreundlicheren Zuordnung der Belege das Arbeiten mit Fußnoten
und einer Kurztitelangabe die, das Nachblättern der Quelle im Literaturverzeichnis umgeht.
| Ort, Datum | Unterschrift |
Kommentiertes Literaturverzeichnis
| Paraphrasieren: | Zitieren: |
| = die unverfälschte, in eigenen Worten formulierte, sinngemäße Anlehnung an eine Quelle oder ein Zitat. | = originalgetreue, wortwörtliche Wiedergabe (siehe dazu: Veränderungen im Zitat) |
| Grundsätzlich: Paraphrasen und Zitate werden mit der Quellenangabe und der Seitenzahl des
Originaldokumentes belegt.
Die Belege werden an die Stelle im Text eingefügt, in der mittel oder unmittelbar auf sie Bezug genommen wird. | |
| Der Quellenbeleg in Form eines Kurzbeleges (z.B. das Harvard-System) wird mit einem "vgl." eingeleitet und
beinhaltet folgende Angaben41.
Autor Jahr, Seite
Mögliche Formen:
(vgl. LENZEN 1985, S. 110) oder
Beim Verfahren mit Fuß- oder Endnoten kann bei Wiederholung einer Literaturangabe diese mit "a.a.O" oder "ebd."
abgekürzt werden.(vgl. Lenzen 1985; 110) oder (vgl. LENZEN 1985: 110) |
Kurze Zitate im fortlaufenden Text werden in An- und Ausführungszeichen gesetzt42.
... oder « ...» Längere Zitate (mit mehr als 40 Wörtern) sollten als eigener Absatz, etwas eingerückt, mit kleinerem Schrifttyp und geringerem Zeilenabstand dargestellt werden. xxxxxxxxxxxxxxxxxx
Diese Blockzitate werden NICHT in An- und Ausführungszeichen gesetzt.xxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxx |
| Steht das Zitat oder der Beleg auf der Seite 123 und wird auf der Seite 124 fortgeführt
schreibt man
123 f. - f. bedeutet folgend, Beim Paraphrasieren kann auch ff. geschrieben werden (beim Zitieren nicht)! Die Angabe der Seitenzahl kann nur bei ganz globalen Hinweisen auf weiterführende Literatur weggelassen werden43. | |
| Bsp.: Beleg Paraphrase Die THEORIE DER INSTITUTIONEN stellt den Versuch einer systematischen wissenschaftlichen Erfassung und Erklärung des sozialen Phänomens der Institutionen dar (vgl. Gukenbiehl 1995: 97). |
Bsp.: Beleg Zitat «Institutionen wie die Trauung bieten dem einzelnen die Möglichkeit, in bestimmten Situationen mit bestimmten Problemen sinnvoll, sicher und in üblicher Weise umzugehen und dabei mit anderen zusammenzuwirken» (Gukenbiehl 1995: 100). |
| Fehler im Zitat: | Zitaten müssen immer originalgetreu sein, das heißt, auch mit
Rechtschreibefehlern, veralteten Worten und Schreibweisen. Damit ersichtlich wird, dass es sich nicht um einen
Rechtschreibfehler des Zitierenden handelt, sollten dies durch: (!) oder [sic!] kenntlich gemacht werden.
Markierungen im Original werden unverändert übernommen. |
| Veränderungen von Zitaten: | Sind Veränderungen von Zitaten notwendig,
gilt folgendes zu beachten:
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Zitat:
Ich habe den Nachweis dieser Stellen verlegt und konnte mich nicht dazu bringen, die 1500 Seiten nochmals durchzustöbern (Erwing Chragaff o.A. zitiert nach Niederhauser 2000: 12) Veränderung: Ich habe den Nachweis [..., J.B.] und konnte mich nicht dazu bringen, die 1500 Seiten nochmals durchzustöbern (Erwing Chragaff o.A. zitiert nach Niederhauser 2000: 12, Auslassung: J.B.) | |
Mögliche Umgestaltungen sind:
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Technische Universität Chemnitz Philosophische Fakultät Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft
Seminararbeit
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| Thema: | Erziehungsziele in der Gegenwart? Auseinandersetzung mit der Analyse von Wolfgang Brezinka |
| Im Kontext des Seminars: | Erziehungsstile und -mittel |
| DozentIn: | Anna Wichtig M.A. |
| Vorgelegt von: | Katja Neugier |
| Adresse: | Berliner Str. 101 09134 Chemnitz |
| Matrikelnummer: | 0815 |
| Studiengang: | Magister Pädagogik, Soziologie und Psychologie |
| Geburtsdatum: | 01.01.1981 |
| Abgabetermin: | 07.07.2005 |
Technische Universität Chemnitz Philosophische Fakultät Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft
Zur Erlangung des akademischen Grades Magister / Magistra Artium (M.A.)
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| Thema: | Erziehungsziele in der Gegenwart? Auseinandersetzung mit der Analyse von Wolfgang Brezinka |
| GutachterInnen: | Dr. Peter Superwichtig
Anna Wichtig M.A. |
| Vorgelegt von: | Katja Neugier |
| Adresse: | Berliner Str. 101
09134 Chemnitz |
| Matrikelnummer: | 0815 |
| Studiengang: | Magister Pädagogik, Soziologie und Psychologie |
| Geburtsdatum: | 01.01.1981 |
| Abgabetermin: | 07.07.2005 |