Geschichte
der Medienpädagogik und medienpädagogische Ansätze
|
|
| Bildungstechnologische
Medienpädagogik |
|
| Die bildungstechnologische
Medienpädagogik entwickelte sich parallel zum kritischen
Ansatz. Ihr Ursprung begründet sich darin, dass das
deutsche Bildungssystem nach 1945 lediglich restauriert wurde,
und man infolge dessen eine Bildungskatastrophe herannahen
sah. |
|
Durch den verstärkten
Einsatz von Medien im Unterricht versuchte man der Bildungsmisere
entgegenzutreten und vorhandene Defizite zu überwinden.
Bis in die späten 70er Jahre herrschte ein regelrechter
Medienboom an den Bildungseinrichtungen. In den Schulen wurden
eigens dafür Mediencurricula entwickelt und teilweise
realisiert (Schorb 1995, 46).
Grundlage des Unterrichts bildeten vorrangig behavioristische
Lernkonzepte, wie sie von dem amerikanischen Psychologen
Skinner vertreten wurden. Ziel war es, soviel wie möglich
Wissen in den Lernenden zu speichern. |
|
| "Im
Vordergrund des bildungstechnologischen Ansatzes steht der funktionsgerechte Einsatz von Medien, mit dem eine
zweckrationale Unterrichtsstrategie verwirklicht werden soll,
die vorgegebene Lernziele durch optimalen Mitteleinsatz möglichst
gradlinig und verlustfrei zu erreichen versucht." (Hüther/Schorb
2005, 124) |
|
| Kritisch anzumerken
ist, dass in einer Standardisierung des Unterrichts wenig
Platz für selbstgesteuertes Lernen und kreative Lösungsansätze
bleibt. Vielmehr wird der Unterricht auf ein festes Lernziel
reduziert, welches durch technische Verbreitungsmittel realisiert
werden soll. |
|