Die Geschichte der Medienpädagogik ist eng mit der Geschichte der Medien verbunden. Nach der Entstehung und Verbreitung der ersten Massenmedien entstanden auch die ersten medienpädagogischen Ansätze. Diese Entwicklung beruht auf der Tatsache, dass neue mediale Formen zunächst immer mit Skepsis betrachtet worden, die Medienpädagogik stellte die Reaktion auf diese Verunsicherung dar.
So entstanden im 18./19. Jahrhundert die ersten bewahrpädagogischen Ansätze nach Ausbreitung der Zeitungen. Dabei war es primäres Ziel die Rezipienten vor den schädigenden Einflüssen der Medien zu schützen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts folgten Annahmen, dass Medien als Mittel zur Bildung genutzt werden könnten. In der Zeit des 3. Reiches wurde die Entwicklung der Medienpädagogik durch die Vorschriften der Nationalsozialisten unterbrochen.
Nach 1960 verloren die bewahrpädagogischen Ansätze an Bedeutung. Es entwickelte sich eine kritische Medienpädagogik, bei der ein aufgeklärter Rezipient im Vordergrund stand. Parallel dazu entstand die bildungstechnologische Medienpädagogik. Ab der zweiten Hälfte der 70er Jahre stand nun der Nutzer im Mittelpunkt des Interesses. Die Vermittlung von Medienkompetenz ist Hauptanliegen der reflexiv-praktischen Medienpädagogik. |